Zenith kündigt Belegschaft

sz Neunkirchen. Die tiefgreifende Rezession macht auch vor der Zenith Betonsteinmaschinen GmbH in Neunkirchen nicht halt. Gestern Nachmittag erreichte die Siegener Zeitung eine Pressemitteilung, dass die Zukunft das Unternehmens weiter ungewiss sei. Die Nachricht dahinter: Zenith hat vorsorglich allen 96 Mitarbeitern gekündigt.

Das Unternehmen hatte bereits vor fünf Jahren Insolvenz angemeldet und wird seitdem von Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler fortgeführt. Ein Käufer, so heißt es, habe sich aber immer noch nicht gefunden. Dank tiefgreifender Sanierungsmaßnahmen und einer guten Auftragssituation hätten bisher während der Insolvenz schwarze Zahlen geschrieben werden können. Die seit Herbst 2008 wütende weltweite Finanzkrise habe aber auch bei Zenith zu einem dramatischen Auftragseinbruch geführt. Trotz der Krise sei die Erfüllung sämtlicher laufender Aufträge aber gesichert.

Zenith gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Betonsteinmaschinen. Kübler war es gelungen, das Unternehmen in der Insolvenz zu sanieren und trotz schwieriger Auslandsmärkte fortzuführen. Bis Mitte 2008 waren die Geschäfte gut gelaufen. In der Folge der weltweiten Wirtschaftskrise waren dann auch bei Zenith die Aufträge massiv eingebrochen. Die hierdurch entstehenden Verluste könnten zukünftig auch durch Kurzarbeit nicht vollständig kompensiert werden, hieß es. Hinzu komme, dass bereits erteilte Großaufträge ausländischer Kunden zum Teil nicht abgerufen würden.

Trotzdem will der Insolvenzverwalter weiter eine Rettung versuchen. „Aufgrund der rechtlichen Sondersituation bei einer Betriebsfortführung in der Insolvenz muss ich nun die Mitarbeiter vorsorglich kündigen, um Verluste zu vermeiden“, sagte Kübler. Kübler hat die verbliebenen 96 Mitarbeiter gestern auf einer Betriebsversammlung über die neue Situation informiert.

„Insolvenzverwalter Kübler ist es fünf Jahre lang gelungen, das Unternehmen trotz Insolvenz erfolgreich fortzuführen“, sagte Volker Diehl, Zenith-Betriebsratsvorsitzender: „Ich hoffe nun, dass Dr. Kübler noch eine Lösung für zumindest einen Teil des Unternehmens findet.“Küblers Ziel ist es, das Unternehmen zumindest in einzelnen Bereichen zu erhalten und hiermit einen Teil der Mitarbeiter fortbeschäftigen zu können. Insbesondere für das Ersatzteil- und Servicegeschäft und Teile der Maschinenproduktion bestehen nach Angaben des Unternehmens weiter Chancen auf eine dauerhafte Lösung. Kübler setzt zudem auf die Verhandlungen mit aktuellen Kaufinteressenten, die derzeit laufen, sich aber erfahrungsgemäß länger hinziehen können.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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