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Volleyballerinnen votieren für Aufstieg
VTV Freier Grund will in die Regionalliga

 Die Volleyballerinnen des VTV Freier Grund wollen das Abenteuer „Regionalliga“ in Angriff nehmen.
  • Die Volleyballerinnen des VTV Freier Grund wollen das Abenteuer „Regionalliga“ in Angriff nehmen.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

rege Neunkirchen-Salchendorf. Die Volleyballspielerinnen des VTV Freier Grund wollen das Abenteuer „Regionalliga“ in Angriff nehmen. Bei einer Umfrage, die Trainer Alfred Terkowsky gestartet hatte, gab es zwar kein einheitliches Votum, die Mehrheit der Spielerinnen sprach sich aber für den Aufstieg in die Regionalliga West aus. Wie von der SZ bereits berichtet, hatte der Westdeutsche Volleyball-Verband allen Mannschaften (bis Platz 3), die rechnerisch noch einen Aufstiegsplatz erreichen konnten, die Möglichkeit eingeräumt, den Aufstieg zu beantragen. Das galt auch für die VTV-Frauen, die die Abbruch-Saison in der Oberliga 1 auf dem 3. Platz beendeten. Bis 18.

rege Neunkirchen-Salchendorf. Die Volleyballspielerinnen des VTV Freier Grund wollen das Abenteuer „Regionalliga“ in Angriff nehmen. Bei einer Umfrage, die Trainer Alfred Terkowsky gestartet hatte, gab es zwar kein einheitliches Votum, die Mehrheit der Spielerinnen sprach sich aber für den Aufstieg in die Regionalliga West aus. Wie von der SZ bereits berichtet, hatte der Westdeutsche Volleyball-Verband allen Mannschaften (bis Platz 3), die rechnerisch noch einen Aufstiegsplatz erreichen konnten, die Möglichkeit eingeräumt, den Aufstieg zu beantragen. Das galt auch für die VTV-Frauen, die die Abbruch-Saison in der Oberliga 1 auf dem 3. Platz beendeten. Bis 18. April hatten die betroffenen Clubs Zeit, den entsprechenden Antrag beim Verband einzureichen – genau das haben die Hellertalerinnen auch gemacht.

Voraussetzung: genügend freie Plätze in der Regionalliga

Die Voraussetzung dafür, dass sie nächste Saison wirklich in der vierthöchsten deutschen Spielklasse aufschlagen, ist allerdings, dass in der Regionalliga West genügend freie Plätze zur Verfügung stehen, denn die Verbände haben die maximale Größe der Ligen auf 14 Mannschaften begrenzt. Bisher standen in der Regionalliga West elf Teams am Netz. Der ASV Senden, der nur einen Punkt holte, steht als Absteiger in die Oberliga fest. Tabellenführer Bayer Leverkusen 2. verlässt die Regionalliga in Richtung
3. Liga. Macht auf jeden Fall fünf freie Plätze. Dumm nur, dass die Südsiegerländerinnen nur der sechste Anwärter auf einen freien Platz sind, da aus beiden Oberliga-Staffeln die „Top 3“ aufsteigen wollen und Freier Grund mit minimalem Rückstand das schlechteste Satzverhältnis der drei 31-Punkte-Mannschaften hat. Während der VTV 34:21 Sätze zu Buche stehen hat, sind der SV Wachtberg (35:19) und der TV Gladbeck (35:21) einen Tick besser.

Die Freiengrunderinnen hoffen nun, dass sich der Regionalliga-Zweite VoR Paderborn und/oder der Drittplatzierte TuS Herten, die beiden aufstiegsberechtigt sind, in die 3. Liga verabschieden. Das wiederum hängt von der Anzahl der freien Plätze in der 3. Liga ab, bis Mitte Mai dürften alle Vereine Klarheit haben.

Oberliga-Verbleib "wäre auch kein Drama"

Für Alfred Terkowsky ginge die Volleyball-Welt aber auch nicht unter, falls es mit dem Sprung in die 4. Liga nicht klappen würde. „Wir müssen jetzt abwarten. Falls es nur fünf freie Plätze gibt, wären wir wahrscheinlich außen vor. Es wäre nur etwas ärgerlich, wenn der Aufstieg letztlich an einem Satz scheitern sollte. Falls in der Regionalliga kein sechster Platz frei wird, bleibt es vermutlich bei der Oberliga, was aber auch kein Drama wäre.“

Mehrheit spricht sich für die Regionalliga aus

Die Entscheidung, ob der Antrag gestellt wird oder nicht, hatte der Coach komplett den Spielerinnen überlassen. „Ich habe die Entscheidung in die Hände der Mannschaft gelegt. Das Votum war nicht ganz eindeutig, einigen war es auch egal, aber es gab eine Mehrheit für die Regionalliga. Wenn es sein soll, spielen wir nächste Saison eine Klasse höher und stellen uns der sportlichen Herausforderung, auch wenn wir wissen, dass es schwierig wird“, geht Terkowsky davon aus, dass es vom ersten Spieltag an um den Klassenerhalt gehen wird.

"Wir leben quasi in einer Volleyball-Diaspora"

Bis auf Vorjahres-Neuzugang Saowakon „Poy“ Satha, die ihr Engagement im Siegerland beendet, haben alle Spielerinnen die Zusage gegeben, dem VTV treu zu bleiben. Um in der Regionalliga bestehen zu können, wären ein, zwei Verstärkungen, die Regionalliga-Niveau mitbringen, nicht schlecht. Terkowsky hält auch die Augen auf, viel Hoffnung hat der Trainer aber nicht. „Woher nehmen? Wir leben quasi in einer Volleyball-Diaspora. Im Umkreis von 50 Kilometern ist weder in Nordrhein-Westfalen noch in Rheinland-Pfalz oder Hessen was zu holen. Der einzige höherklassige Verein in der Nähe ist der VC SFG Olpe, aber die Spielerinnen sind dort alle sehr verwurzelt. Man hofft, dass sich mal jemand an die Uni Siegen verläuft, aber ich kann mich nicht entsinnen, dass ich mal eine Spielerin von der Uni bekommen hätte. Trainingseinheiten, bei denen man Spielerinnen sichten kann, finden momentan ja auch nicht statt, und sich mit Spielerinnen zu treffen, ist derzeit ebenfalls unmöglich. Ich werde aber auf jeden Fall auch versuchen, junge Spielerinnen an die 1. Mannschaft heran zu führen. Die dürfen dann Regionalliga-Luft schnuppern“, wird Terkowsky in erster Linie auf den Kader bauen, der sich den Aufstieg in die Regionalliga erspielt und verdient hat.

Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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