Oberlandesgericht

Drei Jahre Haft: Dortmunderin als IS-Terroristin verurteilt

Düsseldorf (dpa). Eine 25-jährige Dortmunderin ist als IS-Terroristin zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach die Frau am Donnerstag schuldig. Weil sie zum Beginn des Tatzeitraums noch minderjährig war, handelt es sich um eine Jugendstrafe. Der Prozess gegen die junge Deutsche fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Seit 2013 soll die Angeklagte Anhängerin des radikalen Salafismus sein. Laut Anklage war sie 2014 nach Syrien gereist und hatte sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen.

Während ihr Mann für den IS als Kämpfer unterwegs war, habe die junge Deutsche Geld vom IS erhalten und sich um Haushalt und Kinder gekümmert, hatte ihr die Bundesanwaltschaft vorgehalten.

Zudem habe die Angeklagte im Internet Mädchen und Frauen aus Deutschland Tipps für eine Ausreise nach Syrien gegeben. Anfang 2019 war sie in kurdische Gefangenschaft geraten und bei ihrer Wiedereinreise nach Deutschland am 31. März dieses Jahres festgenommen worden.

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Der Generalbundesanwalt hatte für die Angeklagte vier Jahre Haft gefordert, die Verteidigung einen Freispruch und hilfsweise eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:221208-99-830897/2

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