Hochschulen

Frauenanteil bei Professuren in NRW wächst

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal.

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal.

Düsseldorf (dpa/lnw). Der Frauenanteil bei Professuren und Leitungspositionen an den NRW-Hochschulen wächst. Waren im Jahr 2007 noch 15,8 Prozent der Professuren von Frauen besetzt, stieg ihr Anteil in den folgenden Jahren auf 20 Prozent (2011), 25,2 Prozent (2017) und aktuell 27,5 Prozent. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Gender-Report 2022» hervor. «An den stetig steigenden Zahlen weiblicher Professuren sehen wir, dass wir die Weichen richtig gestellt haben. Diese Entwicklung werden wir mit Nachdruck weiter vorantreiben», erklärte NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU).

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Im sogenannten akademischen Mittelbau - also dem hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Hochschulpersonal ohne Professuren - sind nach der Untersuchung aktuell 43,4 Prozent der Beschäftigten weiblich. Das variiere aber deutlich nach Fächern: In den Medizinischen Fakultäten sei eine knappe Mehrheit des hauptberuflichen Personals weiblich. In den Fächergruppen Sport, Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften liegen die Frauenanteile dagegen unter 50 Prozent.

Über alle Fachrichtungen und Berufserfahrung hinweg betrachtet sinke der Anteil der Frauen in den höheren Gehaltsgruppen. Frauen seien zudem häufiger betroffen von individueller Benachteiligung, etwa in Form sexueller Belästigung oder Diskriminierung aufgrund ihrer kulturellen Herkunft, heißt es. Dagegen werde das Ministerium entschieden vorgehen, so Brandes.

Der Gender-Report erscheint alle drei Jahre als unabhängige wissenschaftliche Studie des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW im Auftrag des Wissenschaftsministeriums.

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© dpa-infocom, dpa:221207-99-814961/2

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