Disziplinarverfahren

Nach «Reichsbürger»-Razzia: Polizistin aus NRW suspendiert

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Minden (dpa/lnw). Nach der Großrazzia in der «Reichsbürger»-Szene ist eine beschuldigte Polizistin aus Nordrhein-Westfalen suspendiert worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Demnach war am Mittwoch neben der Wohnung auch der Arbeitsplatz der bei der Kripo im Kreis Minden-Lübbecke beschäftigten Polizistin durchsucht worden. Sie war aber nicht festgenommen worden. Die Frau ist bislang die einzige Beschuldigte in dem Großverfahren in NRW.

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Das zuständige Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) teilte mit, dass das Disziplinarverfahren gegen die Frau durch die Polizei Minden-Lübbecke geführt werde. Es sei routinemäßig solange ausgesetzt, wie die strafrechtlichen Ermittlungen laufen. Das Innenministerium ergänzte, dass «aufgrund des Schutzes der Persönlichkeitsrechte und der Fürsorgepflicht des Dienstherrn» keine weiteren Auskünfte erteilt würden.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch bei einem der größten Polizeieinsätze in der Geschichte der Bundesrepublik in elf Bundesländern sowie in Italien und Österreich 25 Menschen festnehmen lassen. 22 von ihnen wirft sie vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das politische System stürzen wollte. Bei den drei anderen geht es um Unterstützung. In NRW hatte die Polizei außer der Polizistin nur noch die Wohnung einer anderen Frau in Krefeld durchsucht, die als Zeugin geführt wird. Sie soll nach dpa-Informationen die Freundin eines Beschuldigten sein.

© dpa-infocom, dpa:221208-99-832782/2

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