Entstigmatisierung

NRW-Grüne: Neue Definition von Clan-Kriminalität schaffen

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, zu Beginn einer Plenarsitzung.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, zu Beginn einer Plenarsitzung.

Düsseldorf (dpa/lnw). Die NRW-Grünen wollen nach eigenen Angaben eine neue Definition der Clan-Kriminalität schaffen, die ihrer Ansicht nach nicht stigmatisierend ist. Eine solche neue Definition solle sich einzig auf kriminelle Strukturen beziehen, «ohne Menschen pauschal zu verurteilen und unter Generalverdacht zu stellen», sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Julia Höller, dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwochsausgabe). Schlägereien und Straßenkämpfe sollen demnach nur dann im Lagebild zu Clan-Delikten auftauchen, wenn die Ermittler nachweisen, dass die organisierte Kriminalität dahinter stecke. «Ich gehe davon aus, dass sich das Innenministerium und das Justizministerium zeitnah über eine gemeinsame Definition austauschen», sagte Höller.

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Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger»: «Wenn wir ein Problem lösen wollen, müssen wir es benennen und unter anderem jährliche Lagebilder zur Clan-Kriminalität erstellen.» Erst in der Gesamtschau erkenne man das ganze Ausmaß, die Zusammenhänge und die «neuralgischen Punkte». «Und nur so lassen sich maßgeschneiderte Konzepte entwickeln, um diese Kriminalität zu bekämpfen», ergänzte Reul.

© dpa-infocom, dpa:221206-99-807356/2

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