Ohne Negativ-Test bleiben Ladentüren auch in Olpe zu

Corona-Notbremse wird nicht gelockert

ch/hobö/sz Olpe/Siegen/Düsseldorf. Die NRW-Kommunen, die gerade erst unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gekommen sind, müssen doch länger warten, bis sie die sogenannte Corona-Notbremse wieder lockern dürfen. Trotz der seit ein paar Tagen stagnierenden oder auch sinkenden Inzidenz in vielen Kreisen und kreisfreien Städten werde es "vorläufig noch in keiner Kommune eine Aufhebung der Notbremse geben", teilte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

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Kreis Olpe seit 1. April unter der 100

Das gilt derzeit für die Kreise Olpe und Wesel und für den Kreis Rhein-Sieg-Kreis, in denen die Inzidenz an mindestens drei Tagen hintereinander wieder unter der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tage lag. Bisher war dies die Voraussetzung, um die Notbremse durch die Landesregierung wieder aufzuheben. Ab Mittwoch sind dafür mindestens sieben Tage mit einer Wochen-Inzidenz unter 100 und zugleich eine "stabile Tendenz" erforderlich, heißt es aus Düsseldorf. Diese Voraussetzung sei derzeit "noch in keiner der Notbremse-Kommunen gegeben", so das Gesundheitsministerium. Der Kreis Olpe weist bereits seit sechs Tagen bzw. seit dem 1. April eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 aus (Stand 7. April: 67,2).

Ostertage verzerren das Datenbild

Da der zurückliegende Drei-Tages-Zeitraum aber auch die Ostertage mit zum Teil eingeschränkten Test- und Meldeprozessen betrifft, hat das Gesundheitsministerium die Corona-Schutzverordnung modifiziert.

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Laumann: Vorsicht und Besonnenheit

„Auch wenn die Inzidenzen aktuell etwas sinken, befinden wir uns nach Einschätzung vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch mitten in der dritten Welle", mahnte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.  Vorsicht und Besonnenheit seien geboten. Ein "Hin und Her" bei der Anwendung der Notbremse wäre zudem etwas, für das die Menschen wenig Verständnis hätten. Laumann: "Deshalb wollen wir die Tendenz etwas länger beobachten, bevor wir die Notbremse in Kommunen aufheben.“

Lokale Notbremse mit Testoption

Zur Info: NRW zieht die Notbremse nicht nach landesweiten, sondern örtlichen Corona-Zahlen. In Kommunen mit einer Inzidenz über 100 müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Im Kreis Olpe gilt allerdings seit dem 30. März eine vom Land genehmigte Allgemeinverfügung, die trotz besagter Notbremse die Nutzung folgender Einrichtungen bzw. Dienstleistungen mit Vorlage eines tagesaktuellen und offiziellen negativen Schnelltestergebnisses möglich macht: - Einkaufen mit Termin („Click & Meet“) in Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zur Deckung des täglichen Bedarf dienen; - körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (z.B. Kosmetikstudios, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen); - Museen, Galerien, Kunstausstellungen und ähnliches; - Büchereien und Archive.

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