Kirche

Zeitung: Erzbistum Köln will Mitarbeiterin nicht bestrafen

Köln (dpa). Das Erzbistum Köln wird gegen seine Mitarbeiterin Hildegard Dahm nach deren Angaben keine arbeitsrechtlichen Schritte einleiten. Dies berichtet der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). Der für sie zuständige Abteilungsleiter im Erzbischöflichen Generalvikariat habe sie am Freitag in einem persönlichen Gespräch über eine entsprechende Entscheidung des Generalvikars Guido Assmann informiert, sagte Dahm der Zeitung. «Ich bin total erleichtert», sagte sie demnach. Die Drohung des Erzbistums sei «natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen». Gründe für das Ergebnis der angekündigten Prüfung seien ihr nicht mitgeteilt worden.

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Gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki laufen strafrechtliche Ermittlungen. Untersucht wird laut Staatsanwaltschaft der Vorwurf der falschen Versicherung an Eides Statt. Darauf stehen im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe. Woelki selbst weist alle Vorwürfe als unberechtigt zurück. Auslöser für die Ermittlungen war ein Interview mit Dahm, der ehemaligen Assistentin des Personalchefs im Erzbistum Köln. Darin sagte sie, dass Woelki früher als er selbst ausgesagt hatte über Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Sternsinger-Chef Winfried Pilz informiert worden sei.

Inzwischen ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft auch in einem zweiten Fall wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung gegen Woelki. Anlass dafür war die Aussage einer Zeugin in einem presserechtlichen Verfahren vor dem Kölner Landgericht.

Das Erzbistum hatte im Fall Dahm zunächst die Prüfung arbeitsrechtlicher Schritte gegen die Mitarbeiterin angekündigt: «Denn diese hat aus dem sensiblen Bereich der Personalführung berichtet und dafür ihre Vertrauensstellung benutzt. Das ist streng untersagt und das kann kein Arbeitgeber dulden.»

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Der 66 Jahre alte Woelki, der als Erzbischof von Köln das größte katholische Bistum in Deutschland leitet, steht seit Jahren unter Druck. Unter anderem wird sein Umgang mit Missbrauchsvorwürfen kritisiert.

© dpa-infocom, dpa:221204-99-779024/2

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