Gerichte genehmigten Urteile

Taliban lassen 27 Menschen öffentlich auspeitschen

Taliban-Kämpfer am 15.08.2022 in der afghanischen Hauptstadt Kabul

Taliban-Kämpfer am 15.08.2022 in der afghanischen Hauptstadt Kabul

In der nordafghanischen Provinz Parwan sind am Donnerstag 27 Menschen öffentlich ausgepeitscht worden. Das Oberste Gericht des Landes teilte mit, die 18 Männer und neun Frauen seien für verschiedene Vergehen, wie Ehebruch oder Diebstahl, bestraft worden.

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Ein Vertreter des Gerichts, Abdul Rahim Raschid, sagte, die Männer und Frauen seien von jeweils drei Gerichten verurteilt worden und hätten je zwischen 25 und 39 Peitschenhiebe erhalten. Eine nicht näher bezeichnete Anzahl der Bestraften wurde außerdem zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. „Es gab verschiedene Fälle mit verschiedenen Arten von Strafen, die alle von den Gerichten genehmigt und in einer öffentlichen Versammlung von Einheimischen und Beamten vollstreckt wurden“, sagte Raschid.

Behördenvertreter und Bewohner der Umgebung nahmen an den öffentlichen Auspeitschungen teil. Die Beamten sprachen dabei über die Bedeutung der Umsetzung des islamischen Rechts der Scharia in der Gesellschaft, wie es in der Mitteilung des Gerichts hieß.

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Am Mittwoch hatten die Taliban zum ersten Mal seit ihrer neuerlichen Machtübernahme im vergangenen Jahr wieder einen Menschen hinrichten lassen. Der Mann sei wegen eines Tötungsdelikts verurteilt worden, erklärten die Behörden. Die Hinrichtung, die vom Vater des Opfers mit einem Sturmgewehr vollzogen wurde, fand in der Provinz Farah im Westen des Landes vor Hunderten Zuschauern und vielen ranghohen Taliban-Funktionären statt.

RND/AP

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