Migrationspolitik

Verstärkte Grenzkontrollen: Frankreich reagiert auf Streit mit Italien

Ein Länderschild mit der Aufschrift "France" ist an der belgisch-französischen Grenze bei Crespin an der Autobahn zu sehen (Archivbild). An den nördlichen Grenzübergängen Italiens mit Frankreich bildeten sich Schlangen.

Ein Länderschild mit der Aufschrift "France" ist an der belgisch-französischen Grenze bei Crespin an der Autobahn zu sehen (Archivbild). An den nördlichen Grenzübergängen Italiens mit Frankreich bildeten sich Schlangen.

Rom. Verstärkte Grenzkontrollen in Frankreich in Reaktion auf einen diplomatischen Streit mit Italien haben sich am Sonntag in Form von Verzögerungen in Richtung Frankreichs bemerkbar gemacht. An den nördlichen Grenzübergängen Italiens mit Frankreich bildeten sich Schlangen. Die Polizei patrouillierte in Zügen und an Straßen und hinderte Migranten an der Einreise. Von französischer Seite floss der Verkehr dagegen störungsfrei in Richtung Italiens.

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Frankreich hatte in dieser Woche die Entsendung von 500 zusätzlichen Kräften zur Verstärkung der Grenzen verkündet - in Reaktion auf Roms Migrationspolitik und verzögerte Hilfe für Seenotrettungsschiffe in Italien, die Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer retten.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachtete, wie französische Polizisten am Übergang von Ventimiglia nach Menton nahezu jedes Auto stoppten. Die Fahrer mussten ihre Kofferräume öffnen, große Fahrzeuge wie Wohnmobile wurden inspiziert.

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Italiens Migrationspolitik

Italien hatte nach wochenlanger Weigerung drei Hilfsorganisationen erlaubt, gerettete Menschen in italienischen Häfen von Bord gehen zu lassen, nachdem Ärzte ihre Notlage festgestellt hatten. Ein viertes Schiff wurde nach drei Wochen auf See jedoch daran gehindert. Schließlich durfte es nach einigem Zögern im französischen Hafen von Toulon anlegen.

Italiens neue Regierung, die von der rechtsextremen Giorgia Meloni von den Fratelli d‘Italia geführt wird, hat versprochen, das Land werde nicht länger ein Eintrittstor für Migranten sein. Frankreich hat insbesondere den Umgang mit dem vierten Rettungsschiff scharf kritisiert und erklärt, es werde sich aus einem „Solidaritäts“-Mechanismus der EU zurückziehen, in dessen Rahmen 3000 Migranten von italienischer Seite aufgenommen werden sollten.

RND/AP

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