Interview mit Verschwörungstheoretiker

„Ich mag Hitler“: Kanye West sorgt mit neuen antisemitischen Hasstiraden für Entsetzen

Der Rapper Kanye West.

Der Rapper Kanye West.

Der Rapper Kanye West hat mit neuen, antisemitischen Äußerungen während eines Interviews mit dem Verschwörungstheoretiker Alex Jones für Empörung und Entsetzen gesorgt. Während des Gesprächs äußerte der umstrittene Musiker, der sich selbst Ye nennt, auch Sympathien für den Nazi-Diktator Adolf Hitler.

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Während des Interviews in der Talkshow „Infowars“, aus dem verschiedene US-Medien zitieren, sagte West unter anderem, er sehe gute Seiten an Hitler. „Jeder Mensch hat etwas Wertvolles, das er getan hat, besonders Hitler.“ West, der während des Gesprächs eine schwarze Maske über dem Gesicht trug, verwies dann auf Autobahnen und das Mikrofon, die Hitler angeblich erfunden habe. „Sie haben auch Gutes getan“, sagte West über Nationalsozialisten. „Wir müssen aufhören, die Nazis ständig runterzumachen.“

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Im weiteren Verlauf des Gesprächs sagte West, der von dem rechtsextremen Nationalisten und Holocaustleugner Nick Fuentes begleitet wurde, zu Jones: „Ich mag Hitler.“ Er behauptete zudem, „die jüdischen Medien“ würden „uns das Gefühl gegeben, die Nazis und Hitler hätten nie etwas Wertvolles für die Welt geleistet“. Später leugnete West den Holocaust und sagte, Hitler habe „nicht sechs Millionen Juden ermordet“.

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Wie unter anderem das Portal „Newsweek“ berichtet, versuchte Jones mehrfach, die antisemitischen Tiraden von West zu unterbrechen – etwa als der sich über den israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu lustig machte – und sagte an einer Stelle: „Wir mögen keine Nazis.“

In sozialen Medien sorgte das Interview für scharfe Kritik und Entsetzen. Die Republican Jewish Coalition, eine Gruppe innerhalb der republikanischen Partei, schrieb in einer Mitteilung: „Die heutige Infowars-Sendung von Alex Jones, Nick Fuentes und Kanye West – ein ekelhaftes Triumvirat aus Verschwörungstheoretikern, Holocaustleugnern und Antisemiten – war eine schreckliche Jauchegrube gefährlichen, bigotten Judenhasses.“

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Wegen antisemitischer Äußerungen hatte der Sportartikelhersteller Adidas vor einigen Wochen die Zusammenarbeit mit Kanye West aufgelöst. Zuletzt sorgte ein gemeinsames Abendessen von West, dem Rechtsextremisten Fuentes und Ex-US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen. Trumps Ex-Vize Mike Pence kritisierte die Entscheidung, West und Fuentes zum Dinner zu empfangen. Es sei falsch gewesen, dass Trump „einem weißen Nationalisten, Antisemiten und Holocaust-Leugner einen Platz am Tisch“ eingeräumt habe, sagte Pence dem Nachrichtenkanal NewsNation. Dafür sollte er sich entschuldigen.

RND/seb

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