KulturPur mit buntem Nachmittags-Programm
Abenteuer mit den Schlossberg-Raubrittern

Für Kinder ein Abenteuer, für Erwachsene eine gute Gelegenheit, die frische Luft zu genießen: das Raubritter-Spiel an der Ginsburg.
  • Für Kinder ein Abenteuer, für Erwachsene eine gute Gelegenheit, die frische Luft zu genießen: das Raubritter-Spiel an der Ginsburg.
  • Foto: Dirk Manderbach
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ciu Grund. Ziemlich entspannt am Samstag, ein echter Publikumsmagnet am Sonntag, und auch am Montag wieder richtig gut besucht – so präsentierte sich KulturPur an den Nachmittagen. Vielerorts waren kleine und große Leute zum Hinschauen, Hinhören und auch Mitmachen (Jugendkunstschule, Momus Rockmobil …) eingeladen, es gab Sachen zum Lachen (wie die Dodos, die ihre neugierigen Nasen überall hin reckten) und zum Staunen (wie die riesigen Seifenblasen im Liegestuhl-Kreis von De Bellentuin), reichlich Gelegenheit, sich an Speis’ und Trank zu stärken, und jede Menge Möglichkeiten, miteinander (zum Beispiel mit lange nicht gesehenen, guten alten Bekannten) ins Gespräch zu kommen.Viele fuhren mit dem Pkw auf den Giller, andere mit den „Öffentlichen“, wieder andere, und das waren beim schönsten Sonntagswetter nicht wenige, fuhren mit dem Rad auf die Heide oder wanderten aus dem Tal zunächst bergan und später wieder bergab.
Auch die SZ-Kulturredaktion ließ sich an den Nachmittagen von den Einladungen der Artistinnen und Artisten locken, folgte dem Klang der Musik mal hierhin, mal dorthin, und berichtet, durchaus subjektiv, von manchem, was besonders bemerkenswert war.

Klasse Clowns: Die Buschs

Musik zum Mitmachen … bot der Crazy Rumble Drum Circus in seiner Manege auf der grünen Wiese an, und es war beeindruckend, wie schnell aus einer Gruppe einander zuvor völlig fremder Menschen ein perkussives Orchester wurde, das gemeinsam etwas schuf. Das Ensemble, das mit Triangel, Becken oder Schüttel-Banane, unter Anleitung eines Clowns der Buschs im Mittelzelt musizierte, funktionierte nach ähnlichem Prinzip, nur kam hier der Humor als weitere Dimension des Bühnengeschehens noch stärker ins Spiel. Das war total lustig und schön.

Schlossberg-Raubritter an der Ginsburg

Ein Abenteuer für Kinder war wieder das Ritterspiel, das die Schlossberg-Raubritter rund um die Ginsburg anboten. Hans Hübner und seine Leute hatten es mit einem listigen Kobold zu tun, der den Hausherrn vertreiben wollte, um hoch über dem nördlichen Siegerland die Macht an sich zu reißen. Wie gut, dass Hübner und Co. auf die Hilfe der Kinder (und das waren am Wochenende viele hundert!) zählen konnten. Unterstützung bekamen die Ritter aus Hilchenbach vom Wittgensteiner Tross sowie, wie „Hübner“ Martin Beume sagte, von Freunden aus Krefeld und Holland. Stromerten die Kindern rund um die Burg, hatten die Erwachsenen Zeit, etwas abseits vom KulturPur-Getümmel durchzuatmen. Die Ginsburg ist an Pfingsten (und sonst natürlich auch) dafür ein guter Ort.

Kartoffeln gab's auch bei DJ Frietmachine

Kartoffeln schmeckten nicht nur lecker am Frittenstand und am Reibekuchen-Häuschen, sondern wurden quicklebendig fast an der Station von DJ Frietmachine. Am Plattenteller wurden Knollen wie Peter, Dicki oder Agatha geschält, anschließend gewaschen, geschnitten und gefönt, um dann in zwei Schritten und zu swingenden Klängen gegart zu werden. Die Menschen, die sich auf dieses heitere Spiel einließen, durften ihre Pommes im Tütchen davontragen – und natürlich aufessen!

KulturPur entwickelt sich inklusiv weiter

Inklusiv gab sich das Festival am Sicht- und Hörbarsten vielleicht am Sonntagnachmittag, als Die Includers das Mittelzelt bespielten. Das inklusive Bandprojekt, 2016 entstanden auf Initiative von Anlauf-Chef Martin Hoffmann, bringt Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne – und dann wiederum mit den Menschen im Publikum zusammen. Daumen hoch für dieses Gute-Laune-Konzept mit Hits von den Toten Hosen („Tage wie diese“), Max Giesinger („Wenn sie tanzt“) oder Udo Jürgens („Aber bitte mit Sahne“)! Gerade für Menschen mit einer Gehbehinderung hat sich bei KulturPur einiges getan. So gibt es im großen Zelt für Rollstuhlfahrer ein Podest, das via Rampe zu erreichen ist, Leitungen werden mit Überfahrrampen verkleidet, und auch das Behinderten-WC ist leichter zugänglich. Das ganze Festival über unterstützend bereit stand ein Team des Vereins Invema, das auch einen Begleitservice angeboten hat. Mit der Barrierefreiheit sei durchaus ein finanzieller Aufwand verbunden, der „gerne“ einkalkuliert sei, so Festivalchef Jens von Heyden im Gespräch mit der SZ.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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