Bruchwerk-Theater mit Spielplan und Spielzeitmotto
"All das Schöne" ist wieder da!

Die „Bruchwerker“ untersuchen in der an diesem Freitag beginnenden Spielzeit die „Grauzonen“. Sie haben viel Farbe im Gepäck!
  • Die „Bruchwerker“ untersuchen in der an diesem Freitag beginnenden Spielzeit die „Grauzonen“. Sie haben viel Farbe im Gepäck!
  • Foto: Bruchwerk-Theater
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

sz Siegen. Es geht wieder los im Bruchwerk Theater! Die aktuellen Bestimmungen zum Infektionsschutz besagen, dass geimpfte, genesene und getestete Gäste Theater nahezu ohne Einschränkungen besuchen dürfen. Auf den Sitzplätzen und beim Verzehr von Getränken dürfen die medizinischen Masken abgenommen werden. Am Freitag, 10. September, öffnet das Bruchwerk darum seine Pforten mit der stark nachgefragten Wiederaufnahme von „All das Schöne“ (Duncan Macmillan), ab 19.30 Uhr, im Bruchwerk-Theater an der Siegbergstraße. Weitere Informationen: www.bruchwerk-theater.de.

Rückkehr zur Normalität vor 2020 reicht nicht

Die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen und unser aller Denken verändert. Im Bruchwerk ist man vor diesem Hintergrund überzeugt, so heißt es in der Mitteilung der Theatermacher, dass eine Rückkehr zur Normalität vor 2020 nicht ausreicht, um eine wirklich bedeutsame Theaterarbeit zu leisten. Das Kernteam um den künstlerischen Leiter Milan Pe(s)l ist überzeugt, dass Theater sich mit der Zeit und mit den Menschen verändern muss, um seine Relevanz nicht einzubüßen.
Das Bruchwerk-Theater solle kein starres Konstrukt, sondern ein lebendiger Diskursort sein. Aus diesem Grund werde  das Haus im Herbst und Winter noch weiter geöffnet: für Austausch, für Kooperationen, Probenbesuche und für Projekte, die den Fokus auf Themen legen, die uns als Gesellschaft, als Stadt und Region umtreiben.

Diskussionsrunde "Nie wieder Kunst"

Als erste Kulturinstitution Siegens befreit das Bruchwerk-Theater die hitzige Debatte um die Grenzen und Möglichkeiten von Kunst, in Siegen angefacht von der Fällung der Silberweide am Siegufer, aus dem „Brandherd der Kommentarspalten in den sozialen Medien“, so das Theater.
Am 23. September lädt Medienwissenschaftler und Theaterschaffender Falk Rößler zur Diskussionsrunde „Nie wieder Kunst“ ins Theater ein. Wo hört Kunst auf und wo fängt Vandalismus an? Kann Kunst beides sein? Mit Falk Rößler debattieren wird neben dem Publikum u.a. Wolfgang Suttner, Kulturreferent a. D. und Sprecher des Deutschen Kunstrats, sowie Marie Rosenkranz, die an der Humboldt-Universität zu Kunst als Aktivismus forscht.

Spielzeitmotto: "Grauzone"

Erstmals wurde für die Programmauswahl des Bruchwerk-Theaters ein übergeordnetes Spielzeitmotto zu Grunde gelegt: Grauzone. In unserer komplexen Lebensrealität könnten einfache Wahrheiten schon lange nicht mehr unmissverständlich herausgeschält werden. Die Antworten auf brennende Fragen, seien sie politisch, gesundheitlich, ökologisch oder ganz privat menschlich, seien hochkompliziert und facettenreich. Oft gebe es, so scheint es, mehrere Wahrheiten oder überhaupt keine. Wie sollen wir uns in einer solchen Welt zurecht finden? Wem oder was können wir vertrauen? Wie kann es gelingen, im Nebel dieser neuen Welt klar zu sehen? Das Programm des Bruchwerks will im Herbst und Winter hinterfragen, wo die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge verläuft, zwischen Glauben und Wissen, zwischen Überzeugung und Propaganda.

Drei hausintern produzierte Premieren

Drei hausintern produzierte Premieren werden dazu in den kommenden Monaten auf dem Programm stehen:
Die Profi-Sparte präsentiert ab 26. November „Falscher Hase“ (Schauspiel von David Gieselmann).
Das TollMut-Ensemble der partizipativen Theaterwerkstatt legt schon ab 1. Oktober „Das Einmaleins des C-Schauspielers“ (Monolog von Michael Green) vor und ruft theaterbegeisterte Amateure am 12. und 13. Oktober zum Casting für eine weitere Produktion auf, die im Januar Premiere feiern soll.
„Wir glauben fest daran“, heißt es abschließend in der Mitteilung des Theaters, „dass die kommenden Zeiten besser werden können!“

Autor:

Redaktion Kultur

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