Zweites Urban Art Festival in Siegen
"Alles am Fluss" macht Unorte zu Kunst-Orten

An einem der Schauplätze entlang der Sieg stellen Stadtrat Arne Fries, Künstler/-innen, Organisatoren und Sponsorinnen das Programm des Urban Art Festivals „Alles am Fluss“ vor.
  • An einem der Schauplätze entlang der Sieg stellen Stadtrat Arne Fries, Künstler/-innen, Organisatoren und Sponsorinnen das Programm des Urban Art Festivals „Alles am Fluss“ vor.
  • Foto: Stadt Siegen
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

sz Siegen. Zum zweiten Mal nach 2020 hat KulturSiegen Künster/-innen aus Siegen und ganz Südwestfalen eingeladen, für das Siegener Urban Art Festival Projektideen zu entwickeln und im Rahmen eines Festivals zu präsentieren. Der Gestaltungsfreiheit sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gedanklicher und geografischer roter Faden ist allerdings der Lauf der Sieg. „Alles am Fluss“ lautet daher der gemeinsame Nenner, auf denen sich die 16 Kunstaktionen bringen lassen, die zwischen dem 12. Juni und 18. September präsentiert werden. Rund 50 Künstler/-innen greifen an zehn Stellen in den öffentlichen Raum ein und machen Unorte zu Kunstorten. Das Publikum ist eingeladen, diese Orte bei einer Tour per pedes oder mit dem Rad zu entdecken und auf sich wirken zu lassen.

Kunst an der eingezwängten Sieg

Die freigelegte Sieg im Zentrum der Stadt ist inzwischen ein beliebter Treffpunkt in der „neuen Siegener Mitte“, aber: „Nördlich und südlich dieses renaturierten Ausschnitts ist die Sieg jedoch weitgehend unsichtbar, nicht etwa, weil sie überbaut wäre, sondern weil sie eingezwängt ist zwischen urbaner und industrieller Bebauung“, teilt die Stadt Siegen mit. Stärker als der Fluss dominiere über ihm die HTS das Bild: aus künstlerischer Sicht ein Spannungsfeld zwischen Natur und menschlichen Eingriffen. Aus Betrachterperspektive die Chance, Siegen und sich selbst in diesem Lebensraum mal ganz anders wahrzunehmen.

Zehn Standorte, alle am Fluss

Für das Urban Art Festival 2022 wurden bei gemeinsamen Ortserkundungen mit Künstler/-innen zehn Standorte ausgewählt, an denen Projekte umgesetzt werden. Im Einzelnen: die ehemalige Pelzfabrik am Effertsufer, die Lagerhalle am Effertsufer 103 (neben DAV-Kletterhalle), der sog. „Hammer Garten“ (Effertsufer gegenüber Einmündung Hammerstraße), eine Fläche an der Morleystraße (unterhalb der Auffahrt zur City-Galerie), die Brüder-Busch-Straße, die Heeserstraße (Abfahrt Fahrradweg), der Parkplatz Heeserstraße/Ecke Tiergartenstraße, das Siegufer (Fahrradweg Nähe Wendehammer), der Parkplatz Bismarckstraße/Ecke Tiergartenstraße und die Bismarckstraße (gegenüber der Boulderhalle) – insgesamt knapp 2 Kilometer Strecke.

Künstler/-innen von hier und anderswo

Organisiert wird das Urban Art Festival von KulturSiegen. Erneut eingeladen hat die städtische Abteilung für Veranstaltungen Künstler/-innen und Künstlergruppen, die vor Ort aktiv sind. Dazu gehören die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler, die Gruppe 3/55, die Vereine Stylefiasko und HaSi. Als Institutionen mit den Ergebnissen von Workshops bzw. Seminaren beteiligt sind die Jugendkunstschule Siegen-Wittgenstein, die Jugendfreizeiteinrichtung BlueBox und das Department für Kunst der Universität Siegen. Ebenfalls Kooperationspartner ist der Kunstverein Siegen, der seinerseits die Architektengruppe Raumlabor aus Berlin für die Realisierung eines Projekts in Siegen gewinnen konnte. Die Künstler/-innen Martin Steiner, Düsseldorf, Heike Müller-Bärwolf, Lüdenscheid, und Dagmar Rehne, Hemer, erweitern den räumlichen und gestalterischen Radius. Mit dabei auch der Verein Spielkultur (Siegen).

HaSi macht Musik zu Körners "Augen der Welt"

Zum Start am Sonntag, 12. Juni, werden vier Kunststandorte belegt und belebt sein. Auf dem Gelände der alten Pelzfabrik, Effertsufer 104, zeigt Kai Uwe Körner, Mitglied der ASK, seine Arbeit „Die Augen der Welt“. Dabei handelt es sich um eine Fotocollage aus Augenpaaren. Zwischen 11 und 18 Uhr ist der Künstler vor Ort und lädt das Publikum ein, mit einem eigenen Augenpaar-Abbild das vorhandene Werk wachsen zu lassen. Der Verein HaSi gestaltet mit elektronischen Klängen den Soundtrack zur Kunstaktion.

Zwei Installationen im "Hammer Garten"

Im nahebei liegenden „Hammer Garten“, einem Gelände für Urban Gardening, wird ab Sonntag die Skulptur „Siegtreppe“ von Martin Steiner im vorderen Bereich und die von Studierenden der Uni Siegen unter Anleitung von Samuel Treindl gemeinschaftlich gestaltete Installation „Wohnzimmerintervention“ in Richtung des Siegufers zu sehen sein. Die Initiative Hammer Garten begrüßt überdies kunst- und naturinteressierte Gäste.

Ingo Schultze-Schnabl macht die "Siegwelle"

Der vierte Standort, der ab dem 12. Juni bespielt wird, ist der Fahrradweg, der an der Grenze zwischen Siegen und Weidenau in die Straße Siegufer mündet. Hier zeigt Ingo Schulze-Schnabl, Mitglied der ASK, seine zehnteilige Installation „Siegwelle“, die sich malerisch mit dem Thema Fluss und Landschaft auseinandersetzt.
Über das komplette Programm, die Orte und Termine und die Kunst informiert die Homepage www.urban-art-siegen.de.

Autor:

Redaktion Kultur

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