Florian Lukas spielt in „Yukon – Ruf der Wildnis“
An der Seite von Ulrike Kriener

Daniel (Florian Lukas) ist auf dem Weg nach Dawson. Es ist seine einzige Möglichkeit, von dort aus rechtzeitig zu seiner Operation zu kommen.
  • Daniel (Florian Lukas) ist auf dem Weg nach Dawson. Es ist seine einzige Möglichkeit, von dort aus rechtzeitig zu seiner Operation zu kommen.
  • Foto: ZDF/Erik Pinkerton
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

Der Berliner Schauspieler Florian Lukas sprach im Interview mit der Siegener Zeitung über den ZDF-Film "Yukon - Ruf der Wildnis".

la Mainz. Wenn man in Berlin lebt und im Prenzlauer Berg aufgewachsen ist, in der Stadt, die niemals zu schlafen scheint und voller Leben pulst, dann mag man die Stille der Natur am kanadischen Yukon noch intensiver spüren. Florian Lukas ist das so ergangen, bei den Dreharbeiten in der unberührten Natur für den siebten Film der "Herzkino"-Reihe „Fluss des Lebens“ im vergangenen Jahr.Der Streifen, gedreht im kanadischen Whiterhorse sowie Dawson City und Umgebung, erzählt an diesem Sonntag, 22. September, 20.15 Uhr, im ZDF die Geschichte der Goldgräberin Annika (Dagna Litzenberger-Vinet), die ein zurückgezogenes Aussiedler-Leben am Yukon führt. Die Ruhe ist abrupt vorbei, als plötzlich eine deutsche Urlauber-Familie in ihrer abgeschiedenen Hütte Schutz vor einem Sturm sucht. An der Seite von Ulrike Kriener als Mutter und Milena Dreissig als Ex-Ehefrau spielt der Berliner die Rolle des sympathischen Daniel, der seinen lang gehegten Traum von einem Goldgräber-Abenteuer verwirklichen will. Doch es kommt anders.  Der Trip nach Kanada wird für den herzkranken Daniel zu einem Urlaub in der Wildnis auf Leben und Tod. Er lernt eine neue Liebe kennen und muss sich entscheiden zwischen der Zivilisation und einem Leben in der Natur.

Dreharbeiten in Kanada

Für den Florian Lukas keine Frage: „Wenn man die Liebe seines Lebens findet und die einem die Kraft gibt, die man braucht, dann kann ich mir vorstellen, mich so zu entscheiden wie Daniel. Man braucht diese Verbindung zu einem anderen Menschen“, sagt der vielbeschäftigte Schauspieler im SZ-Interview, „sonst wird man verrückt, wenn man nicht teilen kann.“ Kanada als Drehort einerseits, aber auch mit der Regisseurin Mia Spengler zusammenzuarbeiten, hat es Florian Lukas leicht gemacht, sich für diese Produktion zu entscheiden. Das gesamte Team, sagt der gebürtige Ost-Berliner, war bemüht, gemeinsam etwas Besonderes zu drehen, das über die allgemeinen Erwartungen hinausgeht, die man vielleicht an die Reihe „Herzkino“ stellt.Dabei spielte die Natur der Film-Crew zu. „Der sechswöchige Dreh“, so der 46-Jährige, „war eine ganz besondere Erfahrung. Wir sind an Drehorte in der Wildnis gekommen, an die sonst kein Tourist kommt. Wir haben uns auf dem Yukon treiben lassen und sind durch Landschaften geglitten, die atemberaubend waren. Da versteht man, was Ewigkeit bedeutet.“

Florian Lukas: "Ich bin viel zu deutsch"

Die Familie geht recht unbedarft an das Goldgräber-Abenteuer. Das würde dem Berliner so nicht passieren. „Dazu bin ich viel zu deutsch. Ich würde mich ganz anders vorbereiten, so sind wir halt. Doch in Notlagen, wie Daniel, kann man trotzdem geraten, und diese gewisse Naivität beim Umgang mit der Natur erlebt man immer wieder, wie die Bergsteiger-Dramen zeigen.“ Dramen, die Florian Lukas z. B. im TV-Film „Nordwand“ thematisierte.

"Good Bye, Lenin!" war prägend

Beim Gespräch mit Florian Lukas kommt man an zwei Produktionen nicht vorbei, die er mitgeprägt hat und die mit ihm ganz eng verbunden sind: „Good Bye, Lenin!“ und „Weissensee“. „Beide Projekte“, sagt er, „bedeuten mir sehr viel und haben mir ganz unterschiedliche Filme, vom Krimi bis zur Komödie, ermöglicht. Und wenn mich heute, nach 16 Jahren, die Leute noch auf ,Good Bye, Lenin!‘ ansprechen, dann weiß ich, das wird vielleicht auch noch in weiteren 20 Jahren sein. Und mir wird immer bewusst sein: Der Film war etwas ganz Besonderes, und ich hatte das Glück, mitspielen zu dürfen.“

Arbeit an "Der Überläufer" von Siegfried Lenz

Für das Interview kam Florian Lukas nach Berlin von Dreharbeiten aus Polen. Unter der Regie von Florian Gallenberger steht er in der Romanverfilmung „Der Überläufer“ von Siegfried Lenz vor der Kamera. In dem Zweiteiler (NDR, ARD Degeto und SWR) geht es um Liebe und Schuld in Zeiten des Krieges und wie das Individuum in den Mühlen der Systeme zermahlen wird. Dabei schaut Lenz (das Drehbuch schreibt Bernd Lange) tief in die Seelen seiner Figuren hinein und enthüllt über deren persönliches Schicksal ein Teil deutscher wie auch polnischer Geschichte. - Jörg Langendorf

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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