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Theater en miniature aus Heidelberg mit „Der Grüffelo“ im Lÿz
Angst kann man besiegen

Das Heidelberger „Theater en miniature“ führte am Sonntag und Montag im Schauplatz des Lÿz im Rahmen der Reihe „Kultur4You“ die Geschichte vom Grüffelo auf.
  • Das Heidelberger „Theater en miniature“ führte am Sonntag und Montag im Schauplatz des Lÿz im Rahmen der Reihe „Kultur4You“ die Geschichte vom Grüffelo auf.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

la Siegen. „Mäusefurz und Spinnenbein, meine Angst wird klitzeklein!“, spricht sich die Maus selbst Mut zu und erfindet, wenn sie die größeren Tiere im Wald bedrängen, den Grüffelo. Denn wenn man einen starken Freund hat, so die Logik des Mäuschens, kann einem nichts passieren. Da mögen die Schlange, der Fuchs und die Eule einen noch so sehr locken, mit ihnen ein Fest zu feiern oder mit ihnen einen Tee zu trinken. „Geht nicht“, sagt die Maus, „ich bin schließlich auf dem Weg zum Grüffelo“: dem Fabelwesen mit den großen Augen und den spitzen Zähnen.
"Mäusefurz und Spinnenbein ..."Doch die Kinder, die am Sonntagnachmittag im ausverkauften Schauplatz des Siegener Kulturhauses Lÿz saßen, wussten, wie die Geschichte ausging. Die Maus traf wirklich auf den Grüffelo.

la Siegen. „Mäusefurz und Spinnenbein, meine Angst wird klitzeklein!“, spricht sich die Maus selbst Mut zu und erfindet, wenn sie die größeren Tiere im Wald bedrängen, den Grüffelo. Denn wenn man einen starken Freund hat, so die Logik des Mäuschens, kann einem nichts passieren. Da mögen die Schlange, der Fuchs und die Eule einen noch so sehr locken, mit ihnen ein Fest zu feiern oder mit ihnen einen Tee zu trinken. „Geht nicht“, sagt die Maus, „ich bin schließlich auf dem Weg zum Grüffelo“: dem Fabelwesen mit den großen Augen und den spitzen Zähnen.

"Mäusefurz und Spinnenbein ..."

Doch die Kinder, die am Sonntagnachmittag im ausverkauften Schauplatz des Siegener Kulturhauses Lÿz saßen, wussten, wie die Geschichte ausging. Die Maus traf wirklich auf den Grüffelo. Dumm nur: Das furchteinflößende Wesen hat einen Lieblingsschmaus. Und das ist Butterbrot mit kleiner Maus. Doch was ein rechter Mäuserich ist, der mag zwar vor Schreck quieken, doch er wird sich nicht fürchten. Wie ein Mantra sagt er sich immer wieder: „Mäusefurz und Spinnenbein, meine Angst wird klitzeklein!“
Das Theater en miniature aus Heidelberg zeigte eine Grüffelo-Version des Bilderbuchs von Donaldson & Scheffler in einer Mischung aus Schauspiel und Figurentheater in einem weinroten Bühnenbild, in dem die Figuren (Mechtild Nienaber) wunderbar agieren konnten. Dass es Passagen gab, in denen man fast die Puppenspielerin vergaß und nur noch auf die Tiere achtete, ist Ellen Heese zu verdanken. Die Schauspielerin, Puppenspielerin und Geschäftsführerin des Theaters ist auch Diplom-Sozialpädagogin, und das merkt man in dem sehr intensiven Spiel, in dem sie ihrer Stimme immer wieder neue Nuancen gab. Da war sie plötzlich Mäuschen oder Fuchs.
Zu Beginn bat sie ihre kleinen Gäste und die Größeren, die sie begleiteten, die Handys auszuschalten, keine Fotos zu machen und sich ganz auf die Geschichte des Grüffelos und der kleinen Maus 50 Minuten einzulassen. Ellen Heese zur SZ: „Das Stück braucht die volle Konzentration der Besucher.“ Und die war gegeben. Selten war es in einer Kindervorstellung so still wie am Sonntagnachmittag.

Großer Schlussapplaus

Dafür war der Schlussapplaus für die Inszenierung von Andrej Uri Garin, einem in Kirow geborenen Diplom-Puppen- und Schauspieler und Theaterpädagogen, der auch künstlerischer Leiter des Theaters ist, umso größer. Am Montagvormittag wurde „Der Grüffelo“ im Rahmen der Reihe „Kultur4you“, unterstützt von innogy, in Zusammenarbeit mit dem Knax-Club der Sparkasse, für Kindergärten wiederholt. Der Veranstaltungsreigen in diesem Jahr geht am Vormittag (11 Uhr) des Heiligen Abends zu Ende mit „Das Weihnachtswunder in der Schneekugel“.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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