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Ökumenische Filmreihe „Kirchen + Kino“ startet im Viktoria
Auf der Leinwand des Lebens

Mit dem Film „Shoplifters“ startet das ökumenische Projekt „Kirchen + Kino“, an dem sich in unserer Region das Kath. Bildungswerk, der Ev. Kirchenkreis und das Viktoria Filmtheater in Dahlbruch beteiligen.
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  • Mit dem Film „Shoplifters“ startet das ökumenische Projekt „Kirchen + Kino“, an dem sich in unserer Region das Kath. Bildungswerk, der Ev. Kirchenkreis und das Viktoria Filmtheater in Dahlbruch beteiligen.
  • Foto: Wild Bunch Verleih
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

Die Reihe "Kirche + Kino. Der Filmtipp" startet in Dahlbruch, Bad Laasphe und Altenhundem.

pebe Siegen/Dahlbruch. "K“ wie Kirche, „K“ wie Kino, „K“ wie Kooperation: Mit diesen drei „K“ ist das Siegerland um eine ansehnliche Aktivität reicher – und das im wörtlichen Sinn. Denn bis in den nächsten Sommer hinein werden das Kath. Bildungswerk Siegen-Wittgenstein (KBW) samt der kath. Erwachsenenbildung Olpe, die Erwachsenenbildung des Ev. Kirchenkreises Siegen und das Viktoria Filmtheater in Dahlbruch eine Reihe außergewöhnlicher Filme zeigen, mit zwei Ausnahmen jeweils am letzten Mittwoch eines Monats. Die Zusammenarbeit ist Bestandteil des landesweiten ökumenischen Projekts „Kirche + Kino.

Die Reihe "Kirche + Kino. Der Filmtipp" startet in Dahlbruch, Bad Laasphe und Altenhundem.

pebe Siegen/Dahlbruch. "K“ wie Kirche, „K“ wie Kino, „K“ wie Kooperation: Mit diesen drei „K“ ist das Siegerland um eine ansehnliche Aktivität reicher – und das im wörtlichen Sinn. Denn bis in den nächsten Sommer hinein werden das Kath. Bildungswerk Siegen-Wittgenstein (KBW) samt der kath. Erwachsenenbildung Olpe, die Erwachsenenbildung des Ev. Kirchenkreises Siegen und das Viktoria Filmtheater in Dahlbruch eine Reihe außergewöhnlicher Filme zeigen, mit zwei Ausnahmen jeweils am letzten Mittwoch eines Monats. Die Zusammenarbeit ist Bestandteil des landesweiten ökumenischen Projekts „Kirche + Kino. Der Filmtipp“, die in 26 Kommunen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens läuft – und neben Dahlbruch auch in Bad Laasphe und in Altenhundem. Die Beteiligten stellten das Projekt jetzt der Öffentlichkeit vor.

Viktoria hat Erfahrungen mit Kooperationen

Anfang dieses Jahres sei sie mit der Idee zur Teilnahme an Jochen Manderbach als Betreiber des Viktoria herangetreten, berichtete Elisabeth Zöller, Vorsitzende des KBW. Die vielfältig unterstützte ökumenische Aktion zeichne sich zum einen durch die besondere Filmauswahl aus, dann aber auch durch die Einführung zu den einzelnen Filmen sowie die anschließende Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. Manderbach berichtete, die Anfrage habe ihn gereizt, er habe viel Erfahrung mit Reihen und Kooperationsveranstaltungen, damit ließen sich viele Menschen erreichen. Acht Filme (aus mehr als 40 möglichen, die von der evangelischen und katholischen Filmkritik in Deutschland und der Schweiz ausgezeichnet wurden) galt es zwischen den Betreibern auszuwählen und die Termine festzuzurren.

Das Programm von "Kirche + Kino"

Gezeigt werden jeweils um 20 Uhr im Viktoria Filmtheater, Dahlbruch, Bernhard-Weiss-Platz 6:

  • 30. Oktober: „Shoplifters – Familienbande“ über die Frage, was Familie ist oder sein kann, anhand der Geschichte einer Patchworkfamilie im Randbereich Tokios, die sich mit kleinen Gaunereien über Wasser hält und einem vernachlässigten Mädchen ein Zuhause gibt (2018);
  • 27. November: „Gundermann“ über das kurze, aber intensive Leben des Baggerfahrers und DDR-Liedermachers Gerhard Gundermann (2018);
    "Gundermann"
  • 29. Januar 2020: „The Wife – die Frau des Nobelpreisträgers“ über ein Schriftstellereheparar, das mit einer schweren Lebenslüge konfrontiert wird (2017);
  • 26. Februar: „Woman at War – Gegen den Strom“ erzählt von einer isländischen Umweltaktivistin, deren Antrag auf Adoption eines Waisenkindes stattgegeben wird und die eine letzte Aktion plant (2018);
  • 25. März: „Girl“ zeichnet das Schicksal einer jungen Transgender-Frau zwischen Pubertät, Geschlechtsumwandlung und Karrieretraum nach (2018);
  • 6. Mai: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“.
    "Capernaum"

    Ein zwölfjähriger Junge aus den Elendsvierteln Beiruts klagt seine Eltern vor Gericht an, dass sie ihn in diese Welt gebracht haben (2018);

  • 27. Mai: „Styx“ erzählt die Geschichte einer deutschen Ärztin, die während eines Segeltörns einem havarierten Flüchtlingssschiff begegnet und tiefgreifende Entscheidungen treffen muss (2018);
    "Styx"
  • 24. Juni: „Fridas Sommer“ thematisiert Trauer und emotionalen Ausnahmezustand einer Familie und der sechsjährigen Frida nach dem Tod ihrer Mutter (2017). 
    "Fridas Sommer"

Es geht um das "Mehr des Lebens"

Auf die Frage, was denn Kirchen und Kino miteinander verbinden könne, meinte Elisabeth Zöller, dass manches, das in der schnelllebigen Zeit keine Rolle spiele, in Filmen zur Sprache kommen könne. Bei den grundsätzlichen menschlichen Themen, in denen es um ein „Mehr des Lebens“ gehe, gebe es viele Berührungspunkte, z. B. Liebe, Hoffnung, Hingabe, Vertrauen, Sterben oder Verzweiflung. Diese Begriffe müssten immer wieder neu buchstabiert und mit Inhalt gefüllt werden, um die Menschen zu erreichen.
Heike Dreisbach, Referentin für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis, ergänzte, lange seien „unsere Kirchen nicht zimperlich in der der Kritik an (Film-)Kunst“ gewesen, bis hin zur Indizierung mancher Filme – „ein Verhältnis zwischen heftiger Ablehnung und gesuchter Nähe“ formulieren die überregionalen Projektpartner. Kirche brauche aber die Kunst, um herausgefordert zu werden, fuhr Dreisbach fort. Filmkunst berühre, löse Resonanzen aus, und die Kirche müsse auch auf diese Weise auf ihrem Weg zu den Menschen „lernen und hören, was los ist“. Jochen Manderbach betonte, es gebe ein Bedürfnis, sich nach Filmvorführungen auszutauschen, „und wenn so etwas dann moderiert wird, ist das toll“. Moderieren werden Elisabeth Zöller, Heike Dreisbach und Michael Freundt von der kath. Erwachsenen- und Familienbildung Olpe, der beim Pressetermin verhindert war.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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