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„Made in Siegen“: Rizze’s Drive’n’Groove Quintet entspannt die Zuhörer im Jazzclub Oase
Authentischer Wackeldackel-Groove

Rizze’s Drive’n’Groove Quintet ließ es in der Oase entspannt angehen!

jon - Unter Coronabedingungen war der Schauplatz  Lÿz ausverkauft. 
jon Siegen.   „Ausverkauft!“ Und das mit nur 50 Zuschauern! Die Corona-Zeit verlangt Künstlern und Veranstaltern wie dem Jazzclub Oase im Lÿz einiges ab. In normalen Zeiten wäre der Schauplatz wohl gerammelt voll gewesen, um die aus lauter heimischen Musikern bestehende Band Rizze’s Drive’n’Groove Quintet zu hören.
Der Opener „Full House“ (von David Sanborn) sprach Bände. Frank Reitz (auch bekannt als „DaRizze“), Thomas Salzbauer, Michael Strunk, Martin Varnholt und Achim Weiß hatten sich Funk-, Soul-, Blues- und Jazz-Nummern mit Gitarre, Tenorsaxophon, Schlagzeug, E-Bass sowie Flügel und E-Piano vorgenommen, die den Wackeldackel auf der Hutablage zum Grooven bringen.

jon - Unter Coronabedingungen war der Schauplatz  Lÿz ausverkauft. 
jon Siegen.   „Ausverkauft!“ Und das mit nur 50 Zuschauern! Die Corona-Zeit verlangt Künstlern und Veranstaltern wie dem Jazzclub Oase im Lÿz einiges ab. In normalen Zeiten wäre der Schauplatz wohl gerammelt voll gewesen, um die aus lauter heimischen Musikern bestehende Band Rizze’s Drive’n’Groove Quintet zu hören.
Der Opener „Full House“ (von David Sanborn) sprach Bände. Frank Reitz (auch bekannt als „DaRizze“), Thomas Salzbauer, Michael Strunk, Martin Varnholt und Achim Weiß hatten sich Funk-, Soul-, Blues- und Jazz-Nummern mit Gitarre, Tenorsaxophon, Schlagzeug, E-Bass sowie Flügel und E-Piano vorgenommen, die den Wackeldackel auf der Hutablage zum Grooven bringen. Es klang wie nach einem guten Mittagessen: satt, relaxed und gut gelaunt.

Könner am Werk

Was wurde serviert? „Quiet Afternoon“ von Stanley Clarke von 1976 (damals wurden Instrumentaltitel noch zu weltweiten Hits). „Grasshopper“ von Jeff Lorber, der auch schon in der Oase war. George Bensons „On Broadway“: herrlich, der saiten-parallele Scat-Gesang von Frank Reitz und seine intelligenten Gitarren-Riffs. Zum Glück ließ Strunk sich zu einem fulminanten „On-Broadway“-Solo überreden. Reichlich Gelegenheit also für jeden der Musiker, sich solistisch zu präsentieren.
Zwei Titel von George Duke folgten: Beim „Texas Blues“ hatte man den Eindruck, die Band sei frisch aus Austin, der „City Of Music“, eingeflogen worden, und Achim Weiß bewies im Stück „It’s On“ mal wieder seine virtuose Tastenkunst und ließ das Publikum staunen. Hörenswert waren auch die Sound Patterns des Elektro-Basses von Martin Varnholt. Das Stück „Harrabbee“ wurde dem Oase-Team gewidmet, hat doch Vorstandsmitglied Hans-Georg Naumann dieses Stück komponiert. Er erkannte es jedoch kaum wieder: Die Band hatte es in ihrem Stil interpretiert und zusätzlich mit Santana-Anleihen garniert.

Musiker kennen sich seit 40 Jahren

Oft proben mussten die Musiker für ihr Konzert nicht. Zweimal reichte: Die Bandmitglieder kennen sich teilweise schon seit mehr als 40 Jahren. Auf der Lÿz-Bühne standen am Samstag immerhin drei Gründungsmitglieder der Band Shake Well. Die hatte in den 1980er-Jahren die Siegener Szene fest im Griff.
Das Stück „My Mama Told Me So“ von den Crusaders (1976) war kein Blues nach Schema F. Hier erhielt alles eine persönliche Note, da saß jeder Ton an der richtigen Stelle. Thomas „SaBa“ Salzbauer ließ sein Tenorsaxophon in den Tiefen gut grummeln, und die hohen Töne kamen glasklar. Häufiger Szenenapplaus für die Solisten. „Put It Where You Want It“, ebenfalls ein Crusaders-Titel, endete mit dem Thema aus „Smoke On The Water: Solche Einklinker kommen immer gut. Die Titel von B. B. King spielte die Band mit Erinnerungen an ein Konzert mit dem Blues-Meister persönlich: 1994 in der Siegerlandhalle.

Musik mit Humor

Zu schmunzeln gab es auch jede Menge. DaRizze, grinsend: „Jetzt spielen wir B. B. Kings ersten großen Hit! ,The Thrill Is Gone‘. Dder Siegerländer würde sagen: ,Der Bohrer is weg‘!“ Und schon verlieh seine raue Stimme dem Lied eine authentische Blues-Farbe. Auch der „Crusader“ Joe Sample wurde geehrt. Sein „Born To Be Bad“ war wie ein Kreuzzug quer durch den Quintenzirkel, ein reiches Betätigungsfeld für Martin Varnholt auf seinem Fünf-Saiten-Bass. Das war Souljazz!
Gegen Ende der Show, die ohne Pause gespielt wurde, hörte das Publikum „Free From Your Spell“, was durchaus als Kommentar zum Corona-Virus verstanden werden konnte: Pausengetränke gab es nämlich keine. Michael Strunk entkam dem Fluch durch ein wunderbar leichtfüßiges Schlagzeug-Lick, bei dem die Zählzeiten unterschiedlich betont werden (für Insider: ein „over the bar“), um dann wieder in den stabilen Blues-Rhythmus zurückzufallen. Drücken wir der Musik und der Kultur überhaupt die Daumen, dass die Lage sich in absehbarer Zeit wieder zum Besseren wendet. Von solcher Musik lässt man sich gerne infizieren!

Autor:

Johanna Schirmacher (Freie Mitarbeiterin)

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