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Siegfried und Oliver Fietz setzen als christliche Musiker in Pandemie-Zeiten mit Erfolg aufs Streamen
Bereicherung ist „unglaublich groß“

Siegfried Fietz erreicht seine Fans und
solche, die es werden wollen, in dieser Pandemie-bestimmten Zeit mehr und mehr übers Internet.
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  • Siegfried Fietz erreicht seine Fans und
    solche, die es werden wollen, in dieser Pandemie-bestimmten Zeit mehr und mehr übers Internet.
  • Foto: Abakus Musik
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juch - Die Idee der Konzerte im Internet entstand quasi aus der Not.
juch Greifenstein. Dass die aktuelle Corona-Pandemie den Künstlern in diesem Jahr einen dicken Strich durch die Tourplanung gemacht hat, dürfte wohl den meisten mittlerweile bekannt sein. Viele der Künstlerinnen und Künstler weichen deshalb auf Alternativen wie z. B. Onlinekonzerte per Livestream aus, bei denen die Zuschauer das Konzert zu Hause live im Internet mitverfolgen können. Die auch im Siegerland wohlbekannten christlichen Musiker Siegfried und Oliver Fietz berichteten jetzt im Gespräch mit der Siegener Zeitung von ihren bisherigen Erfahrungen und warum diese etwas andere Konzertmöglichkeit auch gerade in Coronazeiten eine Bereicherung sein kann.

juch - Die Idee der Konzerte im Internet entstand quasi aus der Not.
juch Greifenstein. Dass die aktuelle Corona-Pandemie den Künstlern in diesem Jahr einen dicken Strich durch die Tourplanung gemacht hat, dürfte wohl den meisten mittlerweile bekannt sein. Viele der Künstlerinnen und Künstler weichen deshalb auf Alternativen wie z. B. Onlinekonzerte per Livestream aus, bei denen die Zuschauer das Konzert zu Hause live im Internet mitverfolgen können. Die auch im Siegerland wohlbekannten christlichen Musiker Siegfried und Oliver Fietz berichteten jetzt im Gespräch mit der Siegener Zeitung von ihren bisherigen Erfahrungen und warum diese etwas andere Konzertmöglichkeit auch gerade in Coronazeiten eine Bereicherung sein kann.
Die Idee, Streaming-Konzerte im Internet anzubieten, sei quasi aus der Not heraus entstanden, so Siegfried Fietz. Als Anfang des Jahres wegen der Corona-Maßnahmen insgesamt 80 Konzerte abgesagt werden mussten, sei das für ihn zunächst schon fast wie ein Schlag ins Gesicht gewesen. Vor allem für einen Künstler, der es gewohnt sei, im Grunde jedes Wochenende an einem anderen Ort ein Konzert zu geben. Weil er aber trotz allem den Kontakt zu seinen Fans aufrechterhalten wollte, habe er sich zusammen mit seinem Sohn Oliver eine Möglichkeit dafür überlegt – und so nahm die Idee von den Streaming-Konzerten im Internet immer konkretere Formen an.

Zwei Studios, ein Konzept

Aufgrund der geltenden Maßnahmen war es allerdings auch nicht möglich, die Live-Konzerte zusammen mit seinem Sohn zu veröffentlichen, obwohl diese bisher bei ihren „normalen“ Konzerten oft gemeinsam auftraten. Deshalb entstand kurzerhand ein zweites Studio, in dem Oliver nun seine Konzerte produzieren konnte. Seit April dieses Jahres gehen die beiden derzeit regelmäßig immer sonntags um 18 Uhr im Wechsel live auf Sendung.
Anfangs war Siegfried Fietz zunächst noch „etwas unschlüssig“, in welcher Form sie die Streaming-Konzerte anbieten sollten, da viele Künstler mittlerweile auch ihre kompletten Konzerte, die sonst „normal“ stattgefunden hätten, live im Internet präsentieren. Doch durch gezielte Nachfrage bei den Fans und positives Feedback sei nach und nach dieses Format der Streaming-Konzerte entstanden. Nun lassen Siegfried und Oliver Fietz bei ihren gut 30-minütigen Onlinekonzerten jeden Sonntag insgesamt fünf Lieder erklingen, und die Zuschauer können im Anschluss oder auch schon während der Veranstaltung über den Livechat Kontakt zu den Künstlern aufnehmen, sich aber auch untereinander darüber austauschen.

Lieder zum Nikolaustag von Siegfried Fietz

Am vergangenen Sonntag konnten die Zuschauer wieder einer bunten musikalischen Mischung lauschen. Passend zum 6. Dezember hatte Siegfried Fietz u. a. das Stück „Ich wollt, ich wär’ der Nikolaus“ im Gepäck, bei dem er den Text kurzfristig an die aktuelle Corona-Situation angepasst hatte, und erzählte darüber hinaus noch Wissenswertes über Bischof Nikolaus aus Myra. Weiter ging es mit einem fröhlichen Adventslied, und durch „Wir sind auf dem Weg mit dem Friedenslicht“ wollte Siegfried Fietz auch den Frieden zu den Zuschauern nach Hause bringen. Zwischen den einzelnen Stücken schwelgte er in vergangenen Konzerterinnerungen oder berichtete von besonderen Erlebnissen.
So nahm er die Zuschauer mit auf eine Reise durch Israel, und sie konnten die Lieder dadurch noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Zum Schluss sang Siegfried Fietz in „Manchmal brauchst du einen Engel“ von den himmlischen Wesen – die Zuschauer konnten nun endgültig an der Weihnachtsvorfreude teilhaben.

Stream-Konzerte thematisch geplant

Bei der Planung seiner Streaming-Konzerte orientiert sich Siegfried Fietz immer an bestimmten Feiertagen. Jetzt, in der Adventszeit, spiele er natürlich vorwiegend Weihnachtslieder, so wie bei seinem letzten Onlinekonzert. Ihm und seinem Sohn Oliver sei es darüber hinaus ein großes Anliegen, mit ihrer Musik „gerade in der von Einsamkeit und Traurigkeit geprägten Coronanzeit, Hoffnung, Freude und Mut zu verbreiten“, sagt er.
Zu Beginn hätten sich die beiden wohl niemals träumen lassen, welche Dimensionen das Ganze einmal annehmen würde. Plötzlich konnten die Menschen weltweit ihre Lieder hören. Der Bekanntheitsgrad dieser ohnehin nicht unbekannten Künstler sei dadurch nochmal enorm angestiegen. So bekamen sie beispielsweise Nachrichten von Zuschauern aus Südkorea oder Russland, die sich für die mutmachende Musik bedankten. Die regelmäßigen Konzerte haben inzwischen fast immer weit über 1000 Aufrufe.
Natürlich fehlt ihnen, wie wahrscheinlich den meisten Künstlern in diesem Jahr, der persönliche Kontakt zum Publikum, die Emotionen und der Applaus. Mit ca. 500 Konzertbesuchern zusammen zu singen, das sei schon ein ganz besonderes Erlebnis gewesen, so Oliver Fietz. Doch letztendlich sehen die beiden die Streaming- Konzerte trotz allem als eine unglaubliche Bereicherung. So können sie noch viel mehr Menschen mit der frohen Botschaft ihrer Texte erreichen. Vor allem Oliver Fietz sieht dieses Jahr durchweg positiv. Auch, wenn sie diesmal finanziell gesehen etwas zurückstecken mussten, so konnte er dadurch doch viel mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Seine Kinder sind auch fast immer bei den Streaming-Konzerten dabei. Dann musizieren sie zusammen, manchmal auch mit seiner Frau, und bringen das Tonstudio zum Klingen.

Aktion "#wunschlieder"

Neben den regelmäßigen Onlinekonzerten hat Siegfried Fietz übrigens die Aktion „Wunschlieder“ ins Leben gerufen. Dabei können ihm die Fans ihr ganz persönliches Lieblingslied schicken, und er veröffentlicht jeden Donnerstag jeweils eins davon im Internet. Die Streaming-Konzerte sowie die Wunschlieder können auch alle noch später auf dem YouTube-Kanal angeschaut werden.
Für sein Weihnachtskindermusical, das Oliver Fietz sonst normalerweise an verschiedenen Orten per Workshop mit den Kindern einstudiert, hat er sich dieses Jahr auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Kinder können das Musical mithilfe des vorproduzierten Videomaterials zu Hause mit ihren Eltern selbst lernen oder dabei mitsingen und sich aufnehmen. Alle eingesendeten Videos schneidet er dann zu einem kompletten Weihnachtsmusical zusammen, das an diesem großen Feiertag in der Gemeinde abgespielt werden kann.
Trotz aller widrigen Umstände und Schwierigkeiten, mit denen die beiden Künstler natürlich auch zu kämpfen hatten, sind sich Vater und Sohn aber vor allem in einer Sache einig: Das Format der Streaming-Konzerte wollen sie in kleinerem Umfang „auf jeden Fall beibehalten, auch wenn irgendwann wieder ,normale’ Konzerte möglich sein sollten“. Die Bereicherung und Positivität, die sie dadurch erfahren haben, seien einfach „unglaublich groß.“ 
Julia Chojetzki

Siegfried Fietz erreicht seine Fans und
solche, die es werden wollen, in dieser Pandemie-bestimmten Zeit mehr und mehr übers Internet.
Oliver Fietz fehlt, wie auch seinem Vater, der persönliche Kontakt zum Publikum. Doch die von ihnen angebotenen Streaming-Konzerte sehen beide als unglaubliche Bereicherung. So können Sie noch viel mehr Menschen mit der frohen Botschaft ihrer Texte
erreichen.
Autor:

Redaktion Kultur

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