Gitarristen Dominik Jung und Werner Hucks in der Martinikirche
Berührende Saitenreise mit „Twelve Strings“

Dominik Jung (l.) und Werner Hucks harmonierten in der Martinikirche Siegen auf zwölf Saiten.
  • Dominik Jung (l.) und Werner Hucks harmonierten in der Martinikirche Siegen auf zwölf Saiten.
  • Foto: Musikschule
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

sz Siegen. Liebhaber der Gitarrenmusik kamen am Allerheiligen-Feiertag bei einer Veranstaltung der Fritz-Busch-Musikschule in der Siegener Martinikirche auf ihre Kosten. Die beiden Gitarristen und Musikschul-Dozenten Dominik Jung und Werner Hucks gaben ein berührendes Konzert, das eigentlich im Rahmen des Martini-Marktes hätte stattfinden sollen. Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng begrüßte Zuhörer und Mitwirkende zu diesem Auftritt zugunsten des Gotteshauses.

Erinnerungen an die Alhambra

Mit „Brothers in arms“ von den Dire Straits eröffnete Dominik Jung solistisch das Programm auf der Nylonsaiten-Gitarre. Es folgten spanische Rhythmen im bekannten Asturias von Isaac Albeniz. Die Komposition „Cavatina“ aus der Feder des Filmkomponisten Stanley Myers setzte einen ruhigen, romantischen Akzent in Jungs Gitarrenspiel. Sie stellte eine gute stilistische Überleitung in Jimmy Hendrix’ bluesig inspirierte Ballade „Little Wings“ dar. Spanisch wurde es wieder in den Erinnerungen an die Alhambra, „Recuerdos de la Alhambra“, von Francisco Tárrega. Souverän spielte Dominik Jung sein letztes Solostück, das mit der ziemlich schnell als Tremolo gespielten Melodie und dem gleichzeitigen variablen Basslauf das Gefühl erzeugte, dass gleich mehrere Gitarren spielen. Dieses Stück bildete zugleich die Überleitung in den zweiten Teil des Konzerts, das Werner Hucks mit Melodien startete, die ihm auf einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela begegneten. Mit „Schöner Morgen“ und „Grenada“ erfreute er die Zuhörer mit zwei weiteren Eigenkompositionen.

Hucks' Europa-Reise klingt nach

Gitarrensaiten mit Papier umwickelt erzeugten im Anschluss tänzerische, lebensfrohe karibische Klänge in seinem Stück „Steel Drums in Grenada“. „Freude schöner Götterfunken“ oder „God Save The Queen“ erklangen in der Europa-Kollage, die auf einer der Reisen von Werner Hucks entstand. Die Oktavgitarre mit ihrem besonderen Klang stand im Mittelpunkt der „Pilgergebete“, die einige Besucher hinter ihren Masken zum Mitsummen anregten. Jazzig angehaucht endete der Solopart von Werner Hucks mit dem Stück „Logrono (La Rioja)“. Im Duo mit Dominik Jung wurde es wieder spanisch und südamerikanisch mit vier Liedern aus einer Volksliedersammlung, bearbeitet von Len Williams. Im Zusammenspiel der zwei Gitarristen wechselten die Rhythmen und ließen das Publikum träumen.

Geht nicht ohne Beethoven!

Auch in den folgenden zwei Eigenkompositionen von Werner Hucks harmonierten die Saitenvirtuosen. Passend zum Beethoven-Jahr musizierten sie zum Schluss das Adagio Cantabile aus der Sonate „Pathétique“, um in der geforderten Zugabe mit dem Choral „Gott ist gegenwärtig“ den Dank an die Martinikirche zu richten.Eine gelungene Saitenreise, die einen würdigen Abschluss des minimierten Konzertjahresprogramms der städtischen Musikschule bildete.

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Redaktion Kultur

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