Improvisite zündete heiteres Feuerwerk
Beste Stimmung für guten Zweck

Die drei von Improvisite - Markus Lürick, Matthias Brandebusemeyer und Thomas Wansing (v. l.) - unterhielten live und per Livestream für den guten Zweck.
  • Die drei von Improvisite - Markus Lürick, Matthias Brandebusemeyer und Thomas Wansing (v. l.) - unterhielten live und per Livestream für den guten Zweck.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

gum Siegen. Es ist zu schade, dass die Pandemie immer wieder in das kulturelle Leben eingreift. So auch am Freitagabend im Foyersaal der Siegerlandhalle in Siegen, wo die Zuschauer Improvisation hautnah erleben konnten. Die Veranstaltung von Improvisite, „Malgucken, was da kommt", der Ex-Springmäuse Matthias Brandebusemeyer-Fislage, Thomas Wansing und Markus Lürick, deren Auftritt eigentlich schon vor sechs Monaten, genau einen Tag vor dem Lockdown geplant war, war unter anderem von Dr. Christian Stoffers von der Katholischen Sozialstiftung auf Initiative von Hörfunkredakteurin Gaby Rosenkranz, für das Marien-Hospiz auf der Eremitage mit organisiert worden. Nur Besitzer der bereits im Frühjahr erworbenen Tickets waren geladen, und davon waren rund zwanzig gekommen. Die Akteure zogen ihr Programm trotzdem, wenn auch in verkürzter Form durch, versprachen aber nach der Pandemie eine Neuauflage. Erfreulich war der Zuspruch beim parallelen Live-Stream. Diesen verfolgten laut Veranstalter rund 700 Personen.

"Dürfen wir euch Euzen?"

Die drei Protagonisten sorgten mit ihren Sketchen und Reimen, die sie aus dem Stegreif vortrugen, für jede Menge Lacher und manche Brille musste abgesetzt werden, weil vor lauter Lachtränen keine Sicht mehr möglich war. „Dürfen wir euch Euzen?“, fragten die drei, denen die Freude am eigenen Spiel deutlich anzumerken war. Und, ja,  die Zuschauer reagierten auf die Bitte um Einfälle, Stichworte und spontane Mitarbeit wie gewünscht, wenn es auch beim Zurufen der Vornamen noch etwas haperte. „Wenn es nicht klappt, setze ich euch zusammen“, drohte Markus Lürick und sorgte damit für die ersten Lacher. Immer wenn Thomas Wansing am Klavier ein Geräusch machte, mussten Markus Lürick und Matthias Brandebusemeyer-Fislage vom Deutschen in eine Fantasie-Sprache switchen. Die Zuhörer bogen sich vor Lachen. Eine Schifffahrt auf der Spree kann lange dauern, kann aber auch in 3,5 Sekunden vorbei sein. Hier zeigte Brandebusemeyer-Fislage sein umwerfendes schauspielerisches Unterhaltungstalent.

Holzhacken und Klopapier

Das Lieblingswerkzeug der Siegerländer ist der Hammer, zumindest kam dieser Begriff auf Nachfrage wie aus einem Mund. Als Problem wurde - wie passend nach den Erfahrungen der letzten Monate - „Klopapier“ gerufen und dessen Gebrauch pantomimisch dargestellt. Wen wundert es, dass ein Siegerländer als Hobby spontan den Begriff „Holzhacken“ in den Saal warf. Die Darstellung war zum Schießen komisch, und dass Markus Lürick dabei ohne blaue Flecken von der Bühne kam, lag sicher an seinem Beruf des gelernten Trickreiters und Stuntman (man kennt ihn aus Elspe!). Die Frage einer Zuschauerin, die wissen wollte, warum Hackfleisch gemischt wird, sorgte auf jeden Fall für eine ganz neue molekularbiologische Erkenntnis mit verschiedensten Molekülen, und die Stimmung im Saal stieg dadurch nochmals deutlich an. Die wurde noch besser, als aufgrund eines Hörfehlers der Siegerländer rosafarbene, einst ausgestorbene „Dampel“ im Siegener Tiergarten wieder auferstand. Dieses Viech wurde sogar mit Blues, Rock, Schlager und Oper besungen.

Markus Lürick: "Ihr helft uns!"

Als Zugabe hörten die begeisterten Gäste ein Sprachspiel, rauf und runter im Alphabet, ein wahres Feuerwerk an Spielwitz und Fantasie. „Es war uns eine riesige Freude, nach gut einem halben Jahr noch einmal spielen zu dürfen", so Markus Lürick zum Abschied und machte Mut: „Wenn Sie ins Theater wollen, geht ruhig. Es kann nichts passieren. Ihr helft euch und uns und allen Kollegen.“ Es sei den Veranstaltern wichtig, so Christoph Stoffers, "ein Signal an die vielen Künstler zu senden, die durch die aktuelle Krise selbst in eine Krise geraten sind“. Sein besonderer Dank galt der Sparkasse Siegen, die die Veranstaltung finanziell gefördert und auch in der Corona-Zeit an ihrer Unterstützung festgehalten hat.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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