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Livestream-Konzert mit Sophia Körber und Mario Mammone
Bruchwerk-Theater bot Balsam für die Seele

Sopranistin Sophia Körber und Gitarrist Mario Mammone gaben im Bruchwerk-Theater ein wunderschönes Konzert, das am Mittwoch live gestreamt wurde.
  • Sopranistin Sophia Körber und Gitarrist Mario Mammone gaben im Bruchwerk-Theater ein wunderschönes Konzert, das am Mittwoch live gestreamt wurde.
  • Foto: Bruchwerk-Theater
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

lip Siegen. Besondere, schwierige Zeiten bringen neue positive Formate hervor. Das Bruchwerk-Theater hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens schon mehrfach mit innovativen Aktionen hervorgetan. Nun zeigt das Leitungsteam mit der neuen Livestream-Reihe „Endzeitdekadenz“ (jeden Donnerstag ab 20.15 Uhr) den Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen und trotz Theaterschließung auf Spendenbasis weiterzumachen. Was für eine großartige Idee, die beiden Ausnahmemusiker Sophia Körber – vielfach preisgekrönte und vielseitige Opernsängerin – und Mario Mammone – Siegener Jazz-Gitarrist und Allroundmusiker – zusammenzubringen.

lip Siegen. Besondere, schwierige Zeiten bringen neue positive Formate hervor. Das Bruchwerk-Theater hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens schon mehrfach mit innovativen Aktionen hervorgetan. Nun zeigt das Leitungsteam mit der neuen Livestream-Reihe „Endzeitdekadenz“ (jeden Donnerstag ab 20.15 Uhr) den Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen und trotz Theaterschließung auf Spendenbasis weiterzumachen. Was für eine großartige Idee, die beiden Ausnahmemusiker Sophia Körber – vielfach preisgekrönte und vielseitige Opernsängerin – und Mario Mammone – Siegener Jazz-Gitarrist und Allroundmusiker – zusammenzubringen.Wie im Chat nach dem Konzert zu erfahren war, hatte sich die Sopranistin auf Anfrage von Milan Pešl (Leitung Schauspiel) eine Woche vor dem Konzert mit Mario Mammone zur Notenübergabe der von ihr ausgewählten Stücke getroffen. Da beide clevere Profis sind, reichte eine Probe am Mittwoch, um sich aufeinander einzustellen und das 30-minütige Konzert vorzubereiten.

Applaus im Chat für "Die Gedanken sind frei"

Mit dem Antippen des Links kurz vor 20.15 Uhr ging es los: Es klappte wunderbar! Eine gemütliche, altmodische Wohnzimmeratmosphäre mit Sofa, Stehlampe und Kerzen: Nach der Begrüßung durch Milan Pešl , der auch (zum ersten Mal) die Kamera führte, erklang Mammones Zupfbass mit der Bassmelodie von Henry Purcells „Music For A While“. Sophias Körbers geradlinige, zauberhaft schwebende Stimme zog sofort in den Bann mit der seit Barockzeiten aktuellen Botschaft: Musik kann alle eure Sorgen überwinden. John Dowlands melancholische Liebesklagen „Come Again“ und „Flow My Tears“ waren ein wunderbar elegisches Duettieren der edel timbrierten, bis ins leiseste Piano ausdrucksstarken Stimme und der soft und fein improvisierend begleitenden Gitarre. Befreiend und temperamentvoll, rhythmisch peppig und aufmüpfig waren sich beide Interpreten einig: „Die Gedanken sind frei!“ In der Schlusskadenz flog Körbers herrliche Stimme in ungeahnte freie Weiten … Schade, dass man nur per Chat applaudieren konnte. Der zugeschaltete Kommentarteil war während der Vorträge zu lesen: „Zum Träumen schön“ oder „Wie gut, dass es das Bruchwerk-Theater gibt!“

Ist doch wahr: "What A Wonderful World"

Die vom Sofa aus von Sophia vorgetragenen Übersetzungen der beiden nächsten Stücke stimmten großartig ein: Hingegeben und chansonleicht erklang „La Mer“ (Charles Trenet) mit der weichen Akkordbegleitung Mammones. In Kurt Weills „Youkali“ (Text: Roger Fernay) zeigte die Sopranistin betörend hohe Töne und sehnsuchtsvolle Tiefe. Von der Weillschen Begleitung blitzte nur hier und da in Mammones Bearbeitung etwas auf.Er ließ es sich nicht nehmen, den weltweit bekannten Song „The Girl From Ipanema“ (Antônio Carlos Jobim) selbst singend, spielend und pfeifend sanft anzustimmen, eine schöne Vorlage für die ebenso soft einstimmende Sängerin! „What A Wonderful World“ kam beiden von Herzen und stimmte auf die zehnminütige Chatpause ein. Man hätte lieber weiter gehört…

Nächsten Donnerstag Talk mit Steffen Mues

Leider nur noch zwei Lieder von Franz Schubert (Chat: „Wir hatten das Gefühl, unsere Seele wurde gestreichelt“) beendeten das „himmlisch schöne“ Konzert. Mammone ließ schräge Harmonien und jazzige Rhythmen zu den unberührt schönen Schubertmelodien der Sängerin erklingen: „Ständchen“ und „Seligkeit“ erwiesen sich als resistent und neu beleuchtet: „… und man tanzt und singet“.
Der mehr als einstündige Chat bot dem Moderator Milan Pešl und den Zuhörern Gelegenheit, den Machern Tim Lechthaler am PC und Marco Bussi (Ton) und vor allem den großartigen Künstlern Sophia Körber und Mario Mammone riesigen Dank zu sagen und auf Spenden zu hoffen! Nächsten Donnerstag gibt es eine Gesprächsrunde, an der u. a. Siegens Bürgermeister Steffen Mues teilnimmt. Hoffen und Träumen ließ es sich noch einmal mit der berührenden Zugabe „Der Mond ist aufgegangen“ …

Autor:

Redaktion Kultur

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