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Ein Mann, der seinen Beruf liebt: Götz Schubert spielt Hauptkommissar Schulz in „Wolfsland“
„Butsch“ erlebt zweiten Frühling

Die Kommissare Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld) und Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert) sind in „Wolfsland: Kein Entkommen“ plötzlich im Leichenfundort eingesperrt: ein alter Kessel in der ehemaligen Hefefabrik. Der Krimi aus Görlitz läuft an diesem Donnerstag, 20.15 Uhr, im Ersten.
  • Die Kommissare Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld) und Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert) sind in „Wolfsland: Kein Entkommen“ plötzlich im Leichenfundort eingesperrt: ein alter Kessel in der ehemaligen Hefefabrik. Der Krimi aus Görlitz läuft an diesem Donnerstag, 20.15 Uhr, im Ersten.
  • Foto: MDR/Molina Film/Felix Matthies
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

la - Zur Bühne zieht esden Schauspieler Götz Schubert immer wieder zurück.  Die SZ sprach mit ihm.
la Berlin.  Die Realität und seine Filmfigur klaffen bei Götz Schubert weit auseinander. Der Hauptkommissar Burkhard „Butsch“ Schulz, den er seit 2016 in der ARD-Krimireihe „Wolfsland“ spielt, ist ein misstrauischer und sarkastischer Mensch, den Höflichkeiten und Etikette wenig interessieren. Der seinen Instinkten folgt, statt sich auf Fakten zu verlassen. „Burkhard Schulz“, sagt Götz Schubert, der in Potsdam wohnt, „ist wie ein stark verwurzelter Baum.“ Der Baum steht in Görlitz, wo seit Beginn der Reihe gedreht wird und Schubert an der Seite von Yvonne Catterfeld als Kommissarin Viola Delbrück ermittelt. An diesem Donnerstag, 20.15 Uhr, steht Fall Nr. 7 („Kein Entkommen“) an.

la - Zur Bühne zieht esden Schauspieler Götz Schubert immer wieder zurück.  Die SZ sprach mit ihm.
la Berlin.  Die Realität und seine Filmfigur klaffen bei Götz Schubert weit auseinander. Der Hauptkommissar Burkhard „Butsch“ Schulz, den er seit 2016 in der ARD-Krimireihe „Wolfsland“ spielt, ist ein misstrauischer und sarkastischer Mensch, den Höflichkeiten und Etikette wenig interessieren. Der seinen Instinkten folgt, statt sich auf Fakten zu verlassen. „Burkhard Schulz“, sagt Götz Schubert, der in Potsdam wohnt, „ist wie ein stark verwurzelter Baum.“ Der Baum steht in Görlitz, wo seit Beginn der Reihe gedreht wird und Schubert an der Seite von Yvonne Catterfeld als Kommissarin Viola Delbrück ermittelt. An diesem Donnerstag, 20.15 Uhr, steht Fall Nr. 7 („Kein Entkommen“) an.

Ein zweiter Frühling der Emotionen

Für Götz Schubert erlebt der „Butsch“ gerade einen zweiten Frühling. „Nicht sexuell, sondern emotional.“ Er erfindet sich neu, wird offener und einsichtiger, auch dank seiner Kollegin.
Und wie würde Götz Schubert, geboren in Pirna, den Hauptkommissar charakterisieren? „Er ist ein bisschen wie der Granit, der in der Nähe von Görlitz abgebaut wird. Eine ehrliche Haut. Ein Mann, der mit seinen Gefühlen nicht so offen umgeht, wie es manchmal angebracht wäre.“
Der Schauspieler Götz Schubert dagegen ist im Interview mit der Siegener Zeitung ruhig und gelassen, präzise in den Antworten. Ein Mann, bei dem man spürt, wie sehr er seinen Beruf liebt. Ob vor der Fernsehkamera, auf der Bühne („Einmal im Jahr gönne ich mir zur Belohnung eine Theaterproduktion“) oder vor dem Hörbuch-Mikrofon.
Als Junge hat ihn das Theater schon fasziniert. Wenn er im Dresdner Staatsschauspiel saß, keimte der Wunsch auf, auch dort oben auf der Bühne zu stehen, das Publikum zu unterhalten und den Applaus als Lohn zu erhalten. „Die Freude am Spielen, am Verkleiden und Verwandeln, die Leute zum Lachen und zum Weinen zu bringen, das war es, was ich wollte.“ Er ging auf die renommierte Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und machte Karriere am Theater. Im Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater, am Schauspielhaus Hamburg und bei den Nibelungen-Festspielen Worms, wo er den Siegfried spielte.

Schubert spielte im „KDD-Kriminaldauerdienst“

Das Fernsehen wurde auf ihn aufmerksam. Er war der Dienstgruppenleiter Kriminalhauptkommissar Helmut Enders in der mehrfach ausgezeichneten ZDF-Serie „KDD-Kriminaldauerdienst“, spielte in „Tatort“- und „Polizeiruf-110“-Folgen und Einzelproduktionen wie „Brecht“ oder „Meine Tochter Anne Frank“. Und dann kam „Wolfsland“. Die Rolle, die ihm die Erfinder – Produzentin Jutta Müller und das Autorenduo Lars Neuwöhner/Sven Poser – anvertrauten, empfindet er als Anerkennung seiner bisherigen Arbeit.
Der Ernst-Busch-Schule blieb er treu als Gastdozent. Und was gibt er den jungen Absolventen mit auf den Weg? „Ich versuche“, sagt Götz Schubert, „ihnen Zukunftsängste zu nehmen. Sie sollen sich auf ihre Spiellust konzentrieren und sich nicht von Unwägbarkeiten aus der Bahn werfen lassen.“ Diese Kreativität scheint in der Familie zu liegen. Der Vater Grafiker, die Mutter Lithografin („Wir waren eine sehr musische Familie“), verheiratet ist Götz Schubert mit der Schauspielerin Simone Witte, und der drei Jahre ältere Bruder Veit Schubert steht ebenfalls auf der Bühne und vor der Kamera.
Tochter Lotte Schubert hat gerade ihr Absolventen-Vorspiel bestanden und geht in Frankfurt ans Theater. Und auch Sohn Victor Witte hat das Künstler-Gen geerbt. Er ist Autor und hat sein erstes Buch veröffentlicht: „Hier bin ich“.
Wie geht es weiter mit „Wolfsland“? Folge neun ist abgedreht, für die zehnte steht er gerade vor der Kamera in Görlitz. Dort, wo Hauptkommissar Burkhard „Butsch“ Schulz hingehört, wenn ein Verbrechen passiert. Jörg Langendorf

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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