Joscho Stephan und Peter Autschbach servieren einen „Sundowner“ - auch in Vinyl
CD-Veröffentlichung im März

Das fantasievolle Cover spiegelt den Inhalt des Albums „Sundowner“ wider.
  • Das fantasievolle Cover spiegelt den Inhalt des Albums „Sundowner“ wider.
  • Foto: privat
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hel Siegen. Zwei Meistergitarristen, Joscho Stephan und Peter Autschbach, die sich erst kürzlich im Rahmen des Virtuellen Huts zu einem formidablen musikalischen Dialog im Würgendorfer Heimhof-Theater verabredet hatten, haben ihre unterschiedlichen Stil- und Spielarten nun auch auf CD gepresst. Anvisierter Erscheinungstermin ist der 12. März, die Vinyl-LP soll im April folgen.

"Sundowner" erscheint am 12. März

„Sundowner“ nennen die beiden Saitenartisten ihre Produktion, die so genussvoll ist, wie es der Titel verspricht: ein Longdrink zum Sonnenuntergang. Man kann sich an den Songs des Gypsy-Jazz-Epigonen Joscho Stephan und des für seine harmonische Vielfalt bekannten Peter Autschbach genüsslich laben und sich von ihnen in Sphären jenseits des Alltags entführen lassen.
In nur zwei Tagen wurde das Album, das ohne große technische Schnörkel auskommt, eingespielt. Das Duo hat sich dabei stets für den frisch klingenden „First Take“ entschieden. Das kommt der Spielfreude der Gitarristen und somit der Hörfreude der „Konsumenten“ zugute, die sich schon mit dem Opener, dem Jazz-Standard „Stompin‘ At The Savoy“, von der eleganten Leichtigkeit der postswingenden Gitarrenkunst überzeugen können. Joscho Stephan und Peter Autschbach musizieren auf Augenhöhe, man belässt dem Partner genügend Freiraum, um seinen melodiösen Erfindungsreichtum voll entfalten zu können und mit jeweils sanft singendem Ton auf der Gitarre eine ungemein spielerische Geschlossenheit zu erlangen.

Zwei Gitarrenpartner auf Augenhöhe

Während Peter Autschbach den Johnny-Mercer-Klassiker „Autumn Leaves“ mit seiner leicht rauchigen Stimme und gehaltvollen Gitarren-Improvisationen veredelt, verschmelzen bei Charlie Parkers „Donna Lee“ unterschiedliche stilistische Terrains zu einem harmonischen Ganzen, das letztlich in eine Reminiszenz an Django Reinhardt mündet. Außergewöhnlich – nicht nur, weil Autschbach dafür die seltene elektrische „Fishbone Glitter Guitar“ zum Einsatz bringt – ist sein Stück „Holobiont“, das umhüllt wird von einer ätherisch anmutenden Klangwelt.
Über den mit Fingerfertigkeit und Autschbachs vokaler Lässigkeit angetriebenen Standard „Centerpiece“ gelangt man zu gemeinsam komponierten Titeln, etwa der Slowblues-Nummer „Still A Long Way To Go“ und dem entspannt klingenden „Fill The Gap“. Mit „Wave“ von Antonio Carlos Jobim umschmeichelt Brazil-Jazz mit Bossa-Flair die Sinne des Hörers, während der Titelsong „Sundowner“, von Joscho Stephan verfasst, dazu inspiriert, sich einfach nur treiben lassen zu wollen.
„Begin At The End“ lautet der Schlusstitel, der mehr als eine Aufforderung ist, die Reset-Taste zu drücken. „Sundowner“ ist ein Album, das es mit seiner Musik vermag, sich als hörenswerter Begleiter und Mutmacher durch eine aus den Fugen geratene Welt zu begleiten.
Helmut Blecher

Autor:

Redaktion Kultur

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