KulturPur: Für die Zukunft aufgestellt?
CDU in Siegen-Wittgenstein stellt Fragen zum Zeltfestival

Wie sieht die Zukunft des Zeltfestivals KulturPur aus – auch angesichts der zunehmenden Konkurrenz im Umland? Das fragt (sich) die CDU-Kreistagsfraktion.
  • Wie sieht die Zukunft des Zeltfestivals KulturPur aus – auch angesichts der zunehmenden Konkurrenz im Umland? Das fragt (sich) die CDU-Kreistagsfraktion.
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  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

sz/ciu Siegen/Grund. Kurz bevor die Festivalmacher von KulturPur das komplette Programm der diesjährigen Auflage – gefeiert wird der 30. Geburtstag – öffentlich machen möchten, stellt die
Siegen-Wittgensteiner CDU-Fraktion in einer „Mitteilung an die Medien“ (basierend auf einer Anfrage zum Kreiskulturausschuss am 16. März) Fragen zum gegenwärtigen und auch künftigen Konzept dieses Zeltfestivals, das eines der wenigen in Deutschland sei, das (unterstützt von Projektpartnern und Sponsoren) noch kommunal getragen werde. Verstanden werden solle diese Anfrage „als Beginn eines konstruktiven Dialogs zur Weiterentwicklung“ des „von der Region so geschätzten imposanten“ Events.
Anlässlich des anstehenden Jubiläums verlangt die CDU nach Auskunft (und auch der Möglichkeit zur Diskussion derselben) über finanzielle und organisatorische Punkte. Man wolle, heißt es im Pressetext, „eine Meinungsbildung und Ideenfindung zur Zukunft des beliebten Megaevents auf der Ginsberger Heide“ anstoßen. Hermann-Josef Droege, Sprecher der CDU-Fraktion im Kulturausschuss: „Das 29. Festival von 2019 dürfte inzwischen endgültig abgerechnet sein und somit eine gute Grundlage für einen näheren Einblick bieten, der eine konstruktive zukunftsorientierte Diskussion ermöglichen sollte.“

Wie ist der Ticketverkauf gelaufen?

Der dezidierte Fragenkatalog der CDU-Fraktion richtet sich nach der jeweiligen genauen Besucherfrequenz und der Kartenverkäufe sowie den Zeltkapazitäten. Hier interessieren die jeweils maximale Zeltkapazität (mögliche Sitz- und Stehplätze) und die Gründe, warum dieser Platz für den Kartenverkauf möglicherweise nicht ausgeschöpft werden konnte (etwa auch durch Sicherheitsbestimmungen oder Bühnenvorbauten).Von Interesse für die CDU sind außerdem die konkreten Aufwendungen und Einnahmen. Nicht zuletzt hätten Bürgermeisterkonferenz wie Regierungspräsident hohe Kulturausgaben des Kreises moniert, andererseits hätte sich die Kostenstruktur sowohl u. a. durch Sicherheitsauflagen, aber auch durch generelle Gagen-Steigerungen erhöht.

Tradition genau betrachten

„Es geht darum“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Brandemann, „die lange und erfolgreiche Tradition einmal genau zu betrachten und den Blick in die Zukunft zu richten, wie die gewünschte positive Außenwahrnehmung, der kulturelle Anspruch und der Besucherzuspruch weiter gesichert werden können.“Hermann-Josef Droege ergänzt: „In die Betrachtung müssen wir mit einbeziehen, dass sich das kulturelle Konsumverhalten besonderes der jüngeren Generation stark verändert hat.“ Zudem es eine deutlich ausgeweitete Konkurrenz im Bereich Musikfestivals (wie das Biggesee Open Air, Anm. d. Red.) gebe. Die abschließende Frage der CDU laute: „Wie ist die Einschätzung zu einer möglichen Option (,Stärken stärken‘), noch mehr die ,Familien-Funktion‘ des Festivals mit seinem hohen Zuspruch und entsprechenden Besucherzahlen beim Nachmittag-, Kinder- und Gastronomie-Programm zu stärken? Gibt es andererseits Überlegungen zu Obergrenzen bei Honorarsummen (,Schmerzgrenzen‘) für teure Abendproduktionen, die letztlich wesentlich aus öffentlichen (Steuer-) Mitteln finanziert werden?“

Im Zusammenhang der Leitbild-Diskussion

Bereits Anfang Dezember hat die CDU-Fraktion im Kreiskulturausschuss in der Diskussion eines künftigen Kultur-Leitbilds des Kreises danach gefragt, wo KulturPur hinwolle/-solle (wir berichteten). Damals hob Holger Glasmachers, Vorsitzender des Kulturrings Siegen-Wittgenstein und Kulturamtsleiter der Stadt Kreuztal, durchaus mahnend den Zeigefinger: Man solle sich hüten, das eigene Festival kaputt zu reden.

Autor:

Redaktion Kultur

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