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Landesbühne Rheinland-Pfalz mit „Aladin und die Wunderlampe“ im Apollo-Theater
Christian Steinborn rockte als Lampengeist die Bühne

Der Lampengeist (Christian Steinborn, l.) erfüllte Aladin (Marvin George) jeden Wunsch. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz gastierte am Sonntagnachmittag mit „Aladin und die Wunderlampe“ nach dem Märchen aus „1001 Nacht“ im gut besuchten Siegener Apollo-Theater.
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  • Der Lampengeist (Christian Steinborn, l.) erfüllte Aladin (Marvin George) jeden Wunsch. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz gastierte am Sonntagnachmittag mit „Aladin und die Wunderlampe“ nach dem Märchen aus „1001 Nacht“ im gut besuchten Siegener Apollo-Theater.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Siegen. Gut, dass Aladin und die Prinzessin am späten Sonntagnachmittag auf dem fliegenden Teppich im Apollo-Theater saßen und sich den Sternenhimmel ansahen. Wären sie durch den Siegener Himmel geflogen, dann hätte sie das Sturmtief „Sabine“ ganz schön durchgeschüttelt, und mit dem Schnäbeln auf dem Perserteppich wäre es nichts geworden. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz / Schlosstheater Neuwied zeigte im trotz der Wetter-Kapriolen und Empfehlungen, besser hinter dem warmen Ofen zu bleiben, sehr gut besuchten Theater eine spritzige, bunte Märchen-Interpretation aus „1001 Nacht“.
Ein bisschen wie KarnevalEin wenig war man fast geneigt zu glauben, im Schlosstheater Neuwied habe die Karnevalssession schon begonnen, und die wolle man dem jungen Siegener Publikum nahebringen.

la Siegen. Gut, dass Aladin und die Prinzessin am späten Sonntagnachmittag auf dem fliegenden Teppich im Apollo-Theater saßen und sich den Sternenhimmel ansahen. Wären sie durch den Siegener Himmel geflogen, dann hätte sie das Sturmtief „Sabine“ ganz schön durchgeschüttelt, und mit dem Schnäbeln auf dem Perserteppich wäre es nichts geworden. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz / Schlosstheater Neuwied zeigte im trotz der Wetter-Kapriolen und Empfehlungen, besser hinter dem warmen Ofen zu bleiben, sehr gut besuchten Theater eine spritzige, bunte Märchen-Interpretation aus „1001 Nacht“.

Ein bisschen wie Karneval

Ein wenig war man fast geneigt zu glauben, im Schlosstheater Neuwied habe die Karnevalssession schon begonnen, und die wolle man dem jungen Siegener Publikum nahebringen. Doch dem gefiel die Märchen-Interpretation von Bianca Seidel mit Musik und Tanz. Und weil die Stimmung schon mal angeheizt war, durfte das Publikum im Theatersaal auch mitklatschen und -tanzen.

Träume werden wahr ohne Zauberei

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt. Der arme Sohn des verstorbenen Schneiders verliebt sich in eine Prinzessin. Doch ihm fehlt das Geld für die Liaison. Gut dass da ein Zauberer kommt und ihn in eine Schatzhöhle lockt. Neben Edelsteinen und Geschmeide ist der Zauberer aber vielmehr an einer kleinen Lampe interessiert. In der sitzt der Lampengeist, der dem Straßenjungen jeden Wunsch erfüllt. Kaum reibt Aladin an der Lampe, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es war, und das Glück mit der Prinzessin ist so nahe wie nie. Doch es stellt sich die Frage: Können all die Schätze und die Magie wirklich glücklich machen? Oder kommt es nicht mehr auf innere Werte, auf Aufrichtigkeit und Herzenswärme an, um das Herz der Prinzessin zu gewinnen? Und wie heißt es zum Schluss so schön im gemeinsamen Lied aller Akteure: „Du kannst alles erreichen mit deiner Hände Arbeit, und alle Träume werden wahr ohne Zauberei.“

Bühnenbild zeigte Basar, Palast und Schatzhöhle

Oliver Grabus führte das Ensemble in einem sehr ansprechenden Bühnenbild von Christian Baumgärtel, das sich immer wieder veränderte und mal Basar, mal Sultanspalast oder Schatzhöhle wurde. Marvin George (der über das Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal zum Theater kam) spielte den liebestollen Aladin, Meera Varghese, die ihr Bachelorstudium in Gesang an der Uni von Alberta in Kanada und ihr Masterstudium in Operngesang an der Hochschule für Tanz und Musik in Köln absolvierte, war die zarte Prinzessin.

Ähnlich gut wie Disneys "Aladin" mit Will Smith

Torsten Peter Schnick, in zahlreichen TV-Produktionen präsent, spielte den quicklebendigen Sultan, derweil Nikolas Knauf („Unter uns“ und „Die Klempnerin“) in die Rolle des Zauberers schlüpfte, der zum Schluss als Lampengeist endete. Nicole Behnke (Absolventin der German Musical Academy) war Aladins Mutter, doch der Star des Nachmittags war Christian Steinborn als Lampengeist, der die Bühne auch als Tante Erna von der Copacabana rockte. Fazit: Eine locker-flockige Inszenierung, die sich hinter der Disney-Verfilmung mit Will Smith als Flaschengeist nicht zu verstecken braucht, und den Kindern hat es gefallen.

Der Lampengeist (Christian Steinborn, l.) erfüllte Aladin (Marvin George) jeden Wunsch. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz gastierte am Sonntagnachmittag mit „Aladin und die Wunderlampe“ nach dem Märchen aus „1001 Nacht“ im gut besuchten Siegener Apollo-Theater.
Was sich liebt, das findet sich, wie Aladin (Marvin George) und die Prinzessin (Meera Varghese) in dem Märchen „Aladin und die Wunderlampe“. Mit der farbenfrohen und spritzigen Inszenierung gastierte am Sonntagnachmittag die Landesbühne Rheinland-Pfalz im Siegener Apollo-Theater.
Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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