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Vorsicht bremst massiv
Corona macht's den Chören wieder schwer

Proben, auftreten, performen und mit dem Publikum kommunizieren - all das wird im Zuge der sich verschärfenden Corona- Lage für die Chöre nicht gerade einfacher.
  • Proben, auftreten, performen und mit dem Publikum kommunizieren - all das wird im Zuge der sich verschärfenden Corona- Lage für die Chöre nicht gerade einfacher.
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pebe Siegen/Altenkirchen. Das Dauerthema der Pandemie, verschärft durch die steigenden Erkrankungszahlen und die politischen Diskussionen um den richtigen Umgang mit der pandemischen Lage führt auch zu einer neuerlichen Verunsicherung im kulturellen Bereich. Was ist möglich und leistbar? Was können und dürfen sich Kulturschaffende trauen? Fragen, die sich auch viele Chöre derzeit wieder stellen. Wie sind derzeit die Vorgaben, wie reagieren die Verbände auf die Situation, was raten sie den Chören?
Sorge wegen sich verschärfender LageGert Bruch, Vorsitzender des Chorverbands Siegerland, verwies am Mittwoch auf Nachfrage der SZ auf das  ihm vorliegende aktuelle Schreiben des Chorverbands Nordrhein-Westfalen, der sich darin auf die Corona-Schutzverordnung (Fassung 24. November) bezieht.

pebe Siegen/Altenkirchen. Das Dauerthema der Pandemie, verschärft durch die steigenden Erkrankungszahlen und die politischen Diskussionen um den richtigen Umgang mit der pandemischen Lage führt auch zu einer neuerlichen Verunsicherung im kulturellen Bereich. Was ist möglich und leistbar? Was können und dürfen sich Kulturschaffende trauen? Fragen, die sich auch viele Chöre derzeit wieder stellen. Wie sind derzeit die Vorgaben, wie reagieren die Verbände auf die Situation, was raten sie den Chören?

Sorge wegen sich verschärfender Lage

Gert Bruch, Vorsitzender des Chorverbands Siegerland, verwies am Mittwoch auf Nachfrage der SZ auf das  ihm vorliegende aktuelle Schreiben des Chorverbands Nordrhein-Westfalen, der sich darin auf die Corona-Schutzverordnung (Fassung 24. November) bezieht. Der wichtigste Satz für Bruch ist die Aussage: „Es gibt keine nennenswerten Änderungen.“ Das heiße: Beim Proben in Räumen müsse man geimpft, genesen oder getestet sein. Ein PCR-Test darf dabei laut Landesverband nicht älter als 48 Stunden sein, ein Antigenschnelltest nicht älter als sechs Stunden.
Ansonsten, so Gert Bruch, gälten die „allgemeinen Verhaltensregeln“ wie beispielweise Abstandhalten, genügende Pausen zur Lüftung und ausreichendes Durchlüften. Er ist besorgt wegen der sich verschärfenden Lage: „Wenn jetzt wieder ein Lockdown in der Kultur kommt, dann werden viele Chöre nicht mehr überleben.“ Viele Vorstände seien verständlicherweise vorsichtig, viele Chormitglieder hätten Angst vor Proben in diesen Zeiten, und für die Vereine bedeute es große finanzielle Probleme, Probenarbeit und Auftritte nicht kontinuierlich fortsetzen zu können. Aber „im Grunde müssen Chöre selbst entscheiden, was sie machen.“

Proben ohne Ungeimpfte

Für den Chorverband Rheinland-Pfalz wies Vorstandsmitglied Tobias Hellmann darauf hin, dass bereits seit mehr als zwei Monaten die vom Verband herausgegebene Empfehlung gelte, mit den 2G und einem Test vor den Proben zu arbeiten – gerade vor dem Hintergrund, dass es „in den Chören noch vereinzelt Ungeimpfte“ gebe. Man wolle Infektionen auf jeden Fall vermeiden. Die 2G-Regelung, die am Donnerstag auch in Rheinland-Pfalz greife, habe zur Folge, dass dass Ungeimpfte nicht mehr an den Chorproben teilnehmen könnten. Die Kontrolle des Status sei ohnehin seit längerem für die Chöre verpflichtend.

"Keiner ist leichtsinnig"

„Die Chöre machen sich alle Gedanken“, betonte Tobias Hellmann, „da ist keiner leichtsinnig.“ Viele Chöre hätten den Probenbetrieb bereits reduziert oder Proben würden in reduzierte Formate überführt, etwa in Proben mit kleineren Gruppen. In der Klärung sei die Frage, wie ungeimpfte Chorleitende ihrer Arbeit nachgehen könnten. Denn für Freiberufler (hauptamtlich Arbeitende) gelte die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Nebenberufler müssten „strenggenommen 2G unterliegen“. Und es gebe „einige Chorleitende, die der Impfung kritisch gegenüber stehen“. Da, meinte Hellmann, wäre ein „klares Statement der Landesregierung wünschenswert“.

"Absagen tun weh!"

Manfred Hain vom Kreis-Chorverband Altenkirchen verwies auf die Empfehlung der 2G-plus-Regelung. „Maßnahmen gibt es zur Genüge“, meint er, der größte Teil der Chöre sei geimpft. Er selbst singe in drei Chören: Dort setze man sich beim Proben weiter auseinander, Alle seien geimpft, aber jeder könne auch einen aktuellen, gültigen Test mitbringen. „Die Chöre bei uns geben acht“, sagt er, „aber die Absagen von Veranstaltungen und die damit verbundenen Probenaussetzungen, die tun schon weh!“ Ob und wieweit Proben weiter durchgeführt werden könnten, hänge oft auch von kommunalen Bestimmungen ab, wenn Chöre etwa öffentliche Räume zum Proben nutzten.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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