Kulturbüro legt zweites Programmdrittel fürs Lÿz vor
Corona mit Kultur infizieren!

Der Machatschek wird am 15. Januar 2021 böswitzigen, derben Wiener Schmäh im Lÿz verbreiten – so jedenfalls ist die Planung im zweiten Drittel des Programms im Siegener Kulturhaus.
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  • Der Machatschek wird am 15. Januar 2021 böswitzigen, derben Wiener Schmäh im Lÿz verbreiten – so jedenfalls ist die Planung im zweiten Drittel des Programms im Siegener Kulturhaus.
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sz - Die Macher  im Kulturhaus Lÿz betonen sorgfältige Sicherheitsvorkehrungen für den Spielbetrieb. Abwechslungsreiches Programm garantiert. 
sz Siegen. Pünktlich zum Monatswechsel ertönt in diesen Tagen der „Programmheft-Gong“ für die Monate Dezember und Januar im Siegener Kulturhaus Lÿz: Um kurzfristig auf Änderungen im Pandemiegeschehen reagieren zu können, war – wie berichtet – die insgesamt siebenmonatige Saison mit über hundert Veranstaltungen nicht mit dem kompletten Teilnehmerfeld in den „Vorverkaufs-Ring“ gestiegen, sondern wurde bereits im September auf drei Runden aufgeteilt.
Nach den ersten drei Monaten im laufenden Betrieb hätten die getroffenen Schutzmaßnahmen nun ihr Komfort- und Sicherheitplus für Besucher und Beschäftigte bewiesen, teilt das Kulturbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein mit. Durch „vorsichtig kalkulierte Maximal-Zuschauerzahlen, lizensierte Luftreinigungsgeräte, ein elektronisches Platzreservierungssystem, sowie mittlerweile mehrfach bewährte Einbahnstraßenregelungen seien die Sicherheitsbestimmungen in der St.-Johann-Straße auch für ein verschärftes Pandemie-Geschehen gerüstet, hieß es weiter– und das gilt für Künstlerinnen und Künstler wie fürs Publikum.

Werner Koczwara und die Grenzsteine

Was nun den Dezember und Januar betrifft, so leuchtet in der Lÿz-Kernkompetenz Kabarett unter anderem Werner Koczwara (am 12. Dezember) auf, der sein Best-of mit dem Titel „Am Tag, als der Grenzstein verrückt wurde“ auf die Lÿz-Bühne bringt. Seit 30 Jahren habe Koczwara großen Spaß daran, aus der deutschen Ordnung den darin enthaltenen Unfug herauszuklopfen, und immer wieder gelinge es ihm zu zeigen, dass ein realer Paragraf oft viel komischer sei als die feinste Satire.

Onkel Fisch und das Seuchenjahr

„Zwischen den Tagen“ sprinten dann Adrian Engels und Markus Riedinger alias Onkel Fisch (am 30. Dezember) in einem satirischen Rückblick durch ein Jahr, das viele eher zum Weglaufen fanden. Aber gerade ein Seuchenjahr verdiene ein satirisches Antiviren-Programm mit Klärung wichtigster Fragen wie „30 Jahre Wiedervereinigung – warum halten Ost und West immer noch 1,5 Meter Abstand?“, „Was bedeuten die US-Wahlen: Mit Dreck bewerfen oder schon Schlammcatchen ohne Hose?“, so das Kulturbüro.
„Scharf angemacht – Die besten Rezepte für Beziehungssalat“ heißt es hingegen am 23. Januar bei Frank Sauer. Er nimmt die modernen Orte der Beziehungsanbahnung unter die Lupe und fragt sich bei Chat-Room, Dating-Portal und Love Lounge immer öfter: „Ist das hier noch eine offene Beziehung oder schon eine geschlossene Abteilung?“

Neues Format: "Bücher-Brunch"

Auch an interessanten Neuentdeckungen hat Siegens Kleinkunsttempel in den kommenden Monaten einiges zu bieten: Am 6. Dezember startet mit der literarischen Matinee „Bücher:Brunch“ ein neues Format der Lÿz-Lit-Reihe: Der Siegener Autor Crauss spricht hier mit Lyrikern, Liedermachern und Literaten übers Texteschreiben und Musikmachen, gibt Einblicke in Schreibwerkstätten und das Leben als (singender) Poet. Den Anfang macht Crauss mit dem Songwriter und Geschichtenerzähler Tom Liwa. Der schreibt seit mehr als 30 Jahren Songs mit anspruchsvoller Musik und spielerisch leichten Texten (mit und ohne seine Band Flowerpornoes).

Der Machatschek kommt

Im Grenzbereich zwischen Comedy, Kabarett und „Liedermaching“ übernehmen dann am 8. Januar zunächst Simon & Jan und eine Woche später dann Der Machatschek die Abendgestaltung. Während Erstgenannte (Preisträger Bayerischer Kabarettpreis, Mindener Stichling, Thüringer Kleinkunstpreis, Salzburger Stier) auf der Borderline durch die Irrungen und Wirrungen unserer Welt balancieren, bewegt sich Der Machatschek mit seinem Programm „Sommer in Wien“ im Grenzland zwischen Literatur und Musik. Seine „Liederatur“ gehörten mit Stücken wie „Requvienne“ und „Sommer in Wien“ inzwischen zum allgemeingültigen Kultur- und Liedgut der Alpenrepublik, vor allem aber kämen Freunde des böswitzigen, derben Wiener Schmäh bei ihm voll auf ihre Kosten, schätzt das Kulturbüro.

Federation Of The Groove und Blech5@

Wem der Sinn nach Musik pur steht, findet im zweiten Drittel der Lÿz-Saison seine Möglichkeiten. So ist bei Federation Of The Groove (am 11. Dezember) der Name auch gleich Programm! Zwischen Funk und Fusion zaubern die Musiker um den vielseitigen Ausnahmepianisten und -organisten Martin Sasse und den Kölner Gitarristen Bruno Müller (Till Brönner, Mezzoforte, Max Mutzke) einen kernigen Groove auf die Bühne.
„Was wäre ein Hollywood Blockbuster ohne die 20th Century Fox Fanfare oder Star Wars ohne das markante blechgeschmetterte Leitmotiv?“ Das fragen dagegen Blech5@ am 29. Dezember in ihrem Programm „From The Stage To The Movies“. Wenn dann 007 den gefährlichsten Schurken das Handwerk legt, heißt es High Noon für die Flegel aus der letzten Orchester-Reihe, die in einer vergnüglichen Brass-Gala Herzschmerz, Laserschwert, und rauchende Colts aus ihren Blechrohren zaubern.

Auch Streamen ist möglich

Das Programmheft für „Lÿz 2/3“ liegt ab sofort in Gaststätten, Geschäften und öffentlichen Gebäuden aus oder kann kostenlos beim Kultur!Büro. des Kreises Siegen-Wittgenstein angefordert werden. Karten für alle Lÿz-Veranstaltungen gibt es ab sofort auf www.Lyz.de und unter Tel. (02 71) 3 33-24 48. Übrigens per Streaming auch für die, die es sich bei typischem Siegerländer Winterwetter lieber zu Hause gemütlich machen, das Streamingsymbol bei den einzelnen Veranstaltungen sagt ob und wie.

Der Machatschek wird am 15. Januar 2021 böswitzigen, derben Wiener Schmäh im Lÿz verbreiten – so jedenfalls ist die Planung im zweiten Drittel des Programms im Siegener Kulturhaus.
Onkel Fisch mit Markus Riedinger und Adrian Engels (v. l.).
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Redaktion Kultur

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