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KGB jetzt auch interaktiv aus dem Lÿz
Denn sie wussten nicht, was passiert …

KGB funktioniert auch interaktiv, freute sich Gerd Buurmann am Samstag während der gestreamten Version des beliebten Formats.
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  • Foto: Veranstalter
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pav Siegen. Am Samstagabend gab es eine besondere Ausgabe von KGB, der bekannten Veranstaltung „Kunst gegen Bares“ im Siegener Kulturhaus Lÿz: „Kunst gegen Bares interaktiv“. Seit fast einem Monat werden  aus dem Lÿz verschiedene Veranstaltungen gestreamt, denn auch Kunst und Kultur sind  schließlich in diesen Zeiten „systemrelevant“.
Das unterscheidet den Menschen vom Tier, wie KGB-Frontmann und Moderator des Abends, Gerd Buurmann, erklärte. Zusammen mit Poetry-Slammerin Kaddy Kupfer und mit Unterstützung von Martin Horne führte er durch die Impro-Show, bei der die Macher selbst auch nicht wussten, was passieren würde. Musikalische Begleitung gab es auch: Vincent Heinen am Klavier sorgte mit seinen beiden Background Sängerinnen Elena und Laura für die passende Stimmung.

pav Siegen. Am Samstagabend gab es eine besondere Ausgabe von KGB, der bekannten Veranstaltung „Kunst gegen Bares“ im Siegener Kulturhaus Lÿz: „Kunst gegen Bares interaktiv“. Seit fast einem Monat werden  aus dem Lÿz verschiedene Veranstaltungen gestreamt, denn auch Kunst und Kultur sind  schließlich in diesen Zeiten „systemrelevant“.
Das unterscheidet den Menschen vom Tier, wie KGB-Frontmann und Moderator des Abends, Gerd Buurmann, erklärte. Zusammen mit Poetry-Slammerin Kaddy Kupfer und mit Unterstützung von Martin Horne führte er durch die Impro-Show, bei der die Macher selbst auch nicht wussten, was passieren würde. Musikalische Begleitung gab es auch: Vincent Heinen am Klavier sorgte mit seinen beiden Background Sängerinnen Elena und Laura für die passende Stimmung.
Während in den letzten Wochen alle Menschen zu Virologen, Philosophen, Juristen geworden sind und mitreden wollen, obwohl sie keine Ahnung haben, durften am Samstagabend wirklich alle mitreden und -machen, und zwar als Künstlerinnen und Künstler von zu Hause aus. Buurmann und Kupfer riefen die Menschen zu verschiedenen Kunstaktionen auf.

Das Gold von heute: Toilettenpapier als Kunstobjekt

Und weil Klopapier aktuell das große Gold der Zeit und Zahlungsmittel Nummer eins ist, sollten die Zuschauer bei der ersten Aktion Kunstwerke aus Toilettenpapier bauen   und die Fotos zuschicken. So kamen Stillleben oder auch „Stille-Örtchen-Leben“ zustande, „Klopapier auf Klavier“, „Illuminiertes Klopapier“ und „Klopapier mit Wimpern und Haaren“ zustande.
Neben diesen Aktionen gab es auch Selfies mit Masken und Hähnchen, die aus Handtüchern gebastelt wurden.

Wort- und redegewaltig: Sebastian Stenczl 

Und ein weiterer Gast trat auf, der vor Ort sein konnte: Synchronsprecher Sebastian Stenczl. Er las alles, was die Zuschauer von zu Hause mailten, so zum Beispiel eine Gebrauchsanweisung für ein Fieberthermometer, das Gedicht „Warum die Zitronen sauer wurden“ von Heinz Erhardt, Charlie Chaplins Rede aus dem Film „Der große Diktator“ oder einen Dr.-Sommer-Dialog zusammen mit Kaddy. Auch sie gab ihr Können zum Besten und las ihr Nicht-Ganz-Märchen.

Auch die emanzipatorische Note fehlte nicht

Am Ende der Show mit etwas mehr als 300 Zuschauern (nach Veranstalterangaben) gab es dann noch ein richtiges, wie Buurmann sagte, „emanzipatorisches“ Märchen, denn der Mann wird von der Frau an die Wand geklatscht: Sebastian Stenczl las zum Abschluss das Märchen, mit dem die Sammlung der Gebrüder Grimm anfing: den „Froschkönig“. Kapitalistensau oder Schwein wurde an diesem Abend die Person, die am meisten für den virtuellen Hut und damit auch für die Systemrelevanz von Kunst und Kultur spendete.

Autor:

Pauline Vollpert aus Siegen

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