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Dr. Marlies Obier und Marianne Pitzen thematisieren „Botanikerinnen und Kämpferinnen für die Natur“
„Die Weite des Lebens“

Holger Laake, Andreas Richter, Marianne Pitzen, Dr. Marlies Obier und Steffen Mues (v. l.) bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Weite des Lebens“.
  • Holger Laake, Andreas Richter, Marianne Pitzen, Dr. Marlies Obier und Steffen Mues (v. l.) bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Weite des Lebens“.
  • Foto: Isabell Lippitz
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

lip Siegen. Gibt es eigentlich außer Sibylla Maria Merian keine berühmten Botanikerinnen? Diese Frage stellte sich die Konzeptkünstlerin Dr. Marlies Obier vor zwei Jahren und entdeckte nach intensiver Suche eine große Anzahl von Frauen, die forschend und kämpfend für die Belange der Natur eintraten. So entstand die Idee für die sehr sehenswerte Ausstellung „Die Weite des Lebens“ im Krönchen-Center in Siegen, in deren Rahmen (bis 31. März) mehrere Vorträge angeboten werden. 
Bürgermeister Steffen Mues würdigte in seiner Begrüßung bei der Vernissage am Sonntagnachmittag die beiden Künstlerinnen Dr. Marlies Obier („eine verlässliche Größe im Kulturbetrieb“) und Marianne Pitzen (Leiterin des Frauenmuseums in Bonn).

lip Siegen. Gibt es eigentlich außer Sibylla Maria Merian keine berühmten Botanikerinnen? Diese Frage stellte sich die Konzeptkünstlerin Dr. Marlies Obier vor zwei Jahren und entdeckte nach intensiver Suche eine große Anzahl von Frauen, die forschend und kämpfend für die Belange der Natur eintraten. So entstand die Idee für die sehr sehenswerte Ausstellung „Die Weite des Lebens“ im Krönchen-Center in Siegen, in deren Rahmen (bis 31. März) mehrere Vorträge angeboten werden. 
Bürgermeister Steffen Mues würdigte in seiner Begrüßung bei der Vernissage am Sonntagnachmittag die beiden Künstlerinnen Dr. Marlies Obier („eine verlässliche Größe im Kulturbetrieb“) und Marianne Pitzen (Leiterin des Frauenmuseums in Bonn). Andreas Richter, Leiter der Volkshochschule der Stadt Siegen, dankte den Künstlerinnen und Holger Laake, der als technischer Leiter des Botanischen Gartens Gießen Ansprechpartner für Marlies Obier war. Die 120 großformatigen, eindrucksvollen Fotos zeigen die Vielfalt und Schönheit der Natur, wie sie im Garten, aber auch in exotischen Umgebungen zu erleben ist. Fotos und Texte zu den Forscherinnen, die Marlies Obier in einer interessanten Einführung vorstellte (s. a. Katalog), beleuchten die Lebensumstände der Frauen.

Motto: „O Grünkraft dieser Erde!“

Hildegard von Bingens bewundernder Ausspruch „O Grünkraft dieser Erde!“ ist das Motto, das auch in Aufschriften auf den Fotos („Ohne Pflanzen könnte der Mensch nicht existieren“) aufgegriffen wird. Waren Maria Sibylla Merian, die als Mann verkleidete Jeanne Baret und Amalie Dietrich noch sammelnd in unberührter exotischer Natur tätig, und unterstützte Karoline Luise von Baden den Naturforscher Carl von Linné, so treten die neuzeitlichen Forscherinnen eher an als Bewahrerinnen der Natur und Kämpferinnen gegen die Ausbeutung der Erde durch den Menschen und die Gefahr der unumkehrbaren Vernichtung von Lebensräumen.
Rachel Carson prangerte Insektenvernichtungsmittel an („Silent Spring“). Michiko Ishimure deckte den Skandal der Quecksilbervergiftung des heimischen Meeres („Paradies im Meer der Qualen“) auf. Wangari Muta Maathai gründete in Kenia die „Green-Belt“-Bewegung: Es wurden viele Millionen Bäume neu gepflanzt. Aus der jungen Generation kämpfen u. a. Autumn Peltier und Greta Thunberg für sauberes Trinkwasser und den Erhalt einer lebenswerten Umwelt.

Vorträge vertiefen das Thema

Marianne Pitzens Skulpturengruppe zeigt Greta Thunberg und fünf ihrer kleinen Mitstreiter, alle in Grün, passend zum Thema der Ausstellung. Auch die vier weiteren Skulpturen-Damen Matrone, Hildegard von Bingen, Christine de Pizan und Karoline Luise von Baden erscheinen in Grün, mit bemerkenswerten Hauben auf den Köpfen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung mit drei thematisch anknüpfenden Kunstliedern, die Andreas Richter und Christa Spies vortrugen.
Eine Reihe von Vorträgen vertiefen das Thema: Am Donnerstag, 5. März, 15.30 Uhr, spricht Marlies Obier über „Amalie Dietrich“, am Dienstag, 10. März, 18 Uhr, geht es um „Autumn Peltier“ (Eva Obier). Am Donnerstag, 19. März, 18 Uhr, steht „Hildegard von Bingen“ auf dem Programm, am Donnerstag, 26. März, 15.30 Uhr, „Anna Sibylla Merian“, am Donnerstag, 7. Mai, 15.30 Uhr, und Donnerstag, 28. Mai, 20 Uhr, geht es um „Kämpferinnen für die Natur“ (alle von Marlies Obier).

Dr. Marlies Obier, Marianne Pitzen:„Die Weite des Lebens. Berühmte Botanikerinnen und Kämpferinnen für die Natur“.
Bis 31. März, Siegen, Krönchen-Center, montags bis freitags 9 bis 21 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr.

Autor:

Redaktion Kultur

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