Große Bridget-Riley-Retrospektive in Edinburgh
Drei wichtige Werke aus Siegener Sammlung sind dabei

Kurator Prof. Dr. Christian Spies (l.) war beim Aufbau der Schau in der Scottish National Gallery dabei: Das Rautenbild „November“ von 1990 findet seinen Platz.
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  • Kurator Prof. Dr. Christian Spies (l.) war beim Aufbau der Schau in der Scottish National Gallery dabei: Das Rautenbild „November“ von 1990 findet seinen Platz.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin)

sz/gmz Siegen/Edinburgh.  Bridget Riley, der 12. Rubenspreisträgerin der Stadt Siegen (2012), widmet die Scottish National Gallery in Edinburgh eine große Ausstellung, die schlicht „Bridget Riley“ heißt und an diesem Samstag eröffnet wird (bis 22. September, im Anschluss geht die Schau in die Hayward Gallery). Es ist, so die Ankündigung des Museums, die erste umfassende Schau auf den britischen Inseln seit 16 Jahren und die erste in Schottland überhaupt, die sich der Malerin widmet, deren zentrales künstlerisches Anliegen es ist, wie auf der Homepage des Museums zu lesen ist, den Akt des Malens und des Sehens/der Wahrnehmung malerisch zu untersuchen. Die Ausstellung gibt einen Überblick über70 Jahre ihres künstlerischen Schaffens und ihrer Entwicklung.

Die deutschen Leihgaben kommen alle aus Siegen

Viele Leihgaben aus aller Herren Länder und bedeutenden Museen sind zu sehen, darunter aus New York (MoMA), aus London (Tate und Hayward Gallery) sowie aus spanischen Sammlungen. Auch aus Deutschland sind Werke dabei, und zwar aus der Sammlung Lambrecht-Schadeberg der Rubenspreisträger der Stadt Siegen (als einziger deutscher Sammlung). Prof. Dr. Christian Spies, Kurator der Sammlung Lambrecht-Schadeberg, erklärt im Gespräch mit der Siegener Zeitung, warum: Die Werke in Siegen stellten die „konsequenteste Sammlung“ ihrer Werke in Deutschland dar, auch arbeite man eng mit der Künstlerin zusammen, was den Aufbau und die Ausrichtung der Sammlung angehe, die ja wichtige Aspekte und Entwicklungen ihrer Arbeit zusammenführt. Siegen sei deshalb für die Künstlerin sehr wichtig. Christian Spies war dabei, als die drei Werke in Edinburgh ausgepackt wurden. Gezeigt wird zum Beispiel das frühe, schwarz-weiße

„Tremor“ von 1962 – „für Riley eines ihrer ganz wichtigen, frühen Werke, das keinesfalls fehlen durfte“,

erläutert Christian Spies. Bridget Riley plane keine Retrospektive ohne dieses Werk, das dann immer in Siegen angefordert wird.
Außerdem stellt die Sammlung Lambrecht-Schadeberg, die im Museum für Gegenwartskunst Siegen beheimatet ist, das farbige Wellenbild „Clepshydra“ von 1976 und das Rautenbild „November“ von 1990 zur Verfügung.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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