SZ

Die SZ begleitet die Crew des Virtuellen Huts bei der Arbeit hinter den Kulissen
Echtes Teamplay für die Kultur

Ein Team, in dem jede und jeder die Arbeit der anderen kennt und sich auf sie verlässt: Daniel Eichenauer, Chantal Flender, Martin Horne und Hanna Stricker. Nicht im Bild: Tontechniker Felix Klein.
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  • Ein Team, in dem jede und jeder die Arbeit der anderen kennt und sich auf sie verlässt: Daniel Eichenauer, Chantal Flender, Martin Horne und Hanna Stricker. Nicht im Bild: Tontechniker Felix Klein.
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

pebe Siegen. „Stopp!“, ruft Martin Horne, spurtet um eine Tischreihe herum zum Podest für Kamera und Scheinwerfer. Vorsichtig schiebt er einen Fuß des Scheinwerferständers von der Kante des Podests auf festen Grund. „Das war aber Millimeterarbeit“, grinst er dann und fügt hinzu: „So geht das, wenn du die Aufnahmeleitung hast. Du musst auf alles achten!“ Horne steht mit seinem Team vom Virtuellen Hut im Gläsersaal der Siegerlandhalle. Dort sollen die Aufnahmen für das Streaming am Pfingstsamstag um 20.15 Uhr beginnen. Die SZ wollte wissen, wie die Arbeit des Huts hinter Kamera und Mikro aussieht und begleitete das Team bei der Vorbereitung.

Absprache mit der HallentechnikGleich werden die ersten Kinder der städtischen Fritz-Busch-Musikschule eintrudeln.

pebe Siegen. „Stopp!“, ruft Martin Horne, spurtet um eine Tischreihe herum zum Podest für Kamera und Scheinwerfer. Vorsichtig schiebt er einen Fuß des Scheinwerferständers von der Kante des Podests auf festen Grund. „Das war aber Millimeterarbeit“, grinst er dann und fügt hinzu: „So geht das, wenn du die Aufnahmeleitung hast. Du musst auf alles achten!“ Horne steht mit seinem Team vom Virtuellen Hut im Gläsersaal der Siegerlandhalle. Dort sollen die Aufnahmen für das Streaming am Pfingstsamstag um 20.15 Uhr beginnen. Die SZ wollte wissen, wie die Arbeit des Huts hinter Kamera und Mikro aussieht und begleitete das Team bei der Vorbereitung.

Gerade noch mal gut gegangen! Martin Horne „rettet“ den Scheinwerfer.

Absprache mit der Hallentechnik

Gleich werden die ersten Kinder der städtischen Fritz-Busch-Musikschule eintrudeln. Hornes Team hat dafür schon seit dem Morgen das Equipment aufgebaut: Mischpult, Live-Schnittplatz, Mikrofone, Kameras, Scheinwerfer, Spitzlichter, kilometerweise Kabel – die Crew arbeitet professionell und konzentriert. Vor dem Aufbau, so Horne, musste mit der Hallentechnik abgesprochen werden, wie die Bühne aussehen soll, welcher Hintergrund nötig ist – „wir brauchen Schwarz, das schluckt zwar Licht, aber das braune Holz würde uns die Kontraste nehmen“ – und wie die Bühne ausgeleuchtet werden soll. Außerdem muss die Logistik des Virtuellen Huts gut funktionieren, damit alle Sachen tatsächlich in den Gläsersaal und an ihren Platz kommen.

Martin Horne: "Müssen alle Allrounder sein"

Fünf Mitarbeitende seien als „Stammteam“ immer im Einsatz, sieben bis acht ständen zur Verfügung. Felix Klein als selbstständiger Tontechniker ist von Anfang an dabei, Daniel Eichenauer ist für den Schnitt zuständig, Chantal Flender und Hanna Stricker arbeiten diesmal mit den Kameras. Gerade sind die beiden Frauen mit dem „Colour matching“, der Farbabstimmung der Geräte, beschäftigt.
Horne selbst hat die Aufnahmeleitung. Aber „wir wechseln uns bei der Vorplanung und der Umsetzung ab“, sagt er. Zum einen werde es dann „nicht langweilig“, zum anderen „müssen wir allesamt Allrounder sein, jeder muss vom anderen wissen, wie der Job läuft“ – gutes Teamplay erfordert Mitdenken und Überblick. Horne greift nach dem Ablaufplan für den halben Tag Arbeit im Gläsersaal. Von 13 bis 19 Uhr sind die Aufnahmen eingeplant. Er hofft, dass das Meiste am Stück aufgenommen werden kann. „Wenn du mehrere Takes hast, dann dauert die Nachbearbeitung viel länger.“

Daniel Eichenauer hat alles im Blick

Am Live-Schnitt-Platz sitzt Daniel Eichenauer. „Das ist Bildregie und Schnittplatz“ sagt er und deutet auf den Monitor, auf dem verschiedene Fenster die Kameraeinstellungen zeigen. Aus ihnen wählt Daniel während der Aufnahme aus, per Interkom ist er mit den Kameraleuten verbunden und kann ihnen Regieanweisungen geben, wenn er bestimmte Bildausschnitte, Kamerafahrten oder Nahaufnahmen möchte. Eine Sache der Konzentration, denn „ich muss alles im Auge behalten, es ist Live-Schnitt, es gibt kaum post production“, erläutert er.

Chantal Flender: "Übung macht die Meisterin"

Braucht er eine Beziehung zu dem, was er aufnimmt und schneidet? Zu Darbietung und Inhalt schon, antwortet er. Das falle ihm leicht, denn er komme von der Theatertechnik her. Er bereitet auch die von Raum zu Raum verschiedene Beleuchtung vor, denn die sei wichtig, um „Stimmungen zu erzeugen“. Unbedingt erforderlich sei Felix Klein als hochkompetenter Tontechniker. Der müsse sich nicht nur um den richtigen Klang in der „Location“ kümmern, sondern auch darauf achten, dass die besonderen Anforderungen, die der Stream an die Tonqualität stelle, eingelöst würden. Übung, Erfahrung und Gefühl sind dabei wichtig, wie auch bei der Kameraführung, wie Chantal Flender für die Kamerafrauen berichtet. Anfangs seien die Ergebnisse des Filmens noch „ruckelig“ gewesen, erinnert sie sich, aber, lächelt sie, „Übung macht die Meisterin“.

Teilnehmer von "Jugend musiziert" im Stream

Die Gamben im Einsatz: Gabriel Teixeira, Lukas Töpfer und Rüveyda Yilmaz (v. l.) mit Lehrerin Konstanze-Marié Ahlers. Hanna Stricker richtet die Kameras aus.
  • Die Gamben im Einsatz: Gabriel Teixeira, Lukas Töpfer und Rüveyda Yilmaz (v. l.) mit Lehrerin Konstanze-Marié Ahlers. Hanna Stricker richtet die Kameras aus.
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

Mittlerweile sind „die Gamben“ eingetroffen, drei Jugendliche mit ihren Instrumenten samt Lehrerin Konstanze-Marié Ahlers. Mit fast professioneller Gelassenheit nehmen sie auf der Bühne Platz, Corona-konform weit auseinander sitzend. Der Soundcheck beginnt, aus den Unterhaltungen wird konzentrierte Vorbereitung. Die Idee, Schülerinnen und Schüler der Musikschule zum Konzert zu bitten, sei nach dem Konzert mit den Lehrkräften beim Virtuellen Hut entstanden, berichtet Michaela Ernst von der Verwaltung der Fritz-Busch-Musikschule der SZ. Da den jungen Leuten derzeit das echte Forum für ihre Präsentation fehle – selbst „Jugend musiziert“ sei online abgelaufen – hätten Leiterin Angelika Braumann und sie überlegt, erneut den Virtuellen Hut einzusetzen. Martin Horne habe den Gedanken sofort und gern aufgegriffen. Von den 36 jungen Leuten, die bei „Jugend musiziert“ mitgemacht haben, hätten 25 zugesagt, an diesem Konzert teilzunehmen.

Felix Klein bittet um absolute Ruhe

Und dann kommt schon Tonmeister Felix Klein und bittet um absolute Ruhe, weil auch das leiseste Gespräch aufgenommen würde. Der SZ-Reporter schleicht sich zum Ausgang. Beim lautlosen Schließen der Tür hört er gerade noch ein „Drei – zwei – eins – Aufnahme!“, und schon beginnt der weiche, warme Sound der besonderen Streichinstrumente. Der klingt eindeutig nach mehr!

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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