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AAaP positionieren sich mit DVD
Eigenwillig und nicht alltäglich

Na bitte, auch Corona-konform noch top zu erkennen: A(ndi) Schmidt, A(ndi) Wabner und P(eter) Helmes (v. l.) stellten die AAaP-DVD „Under The Apple Tree“ im Probenraum in Müsen vor. Nach wenigen Sekunden waren die Fotos „im Kasten“.
  • Na bitte, auch Corona-konform noch top zu erkennen: A(ndi) Schmidt, A(ndi) Wabner und P(eter) Helmes (v. l.) stellten die AAaP-DVD „Under The Apple Tree“ im Probenraum in Müsen vor. Nach wenigen Sekunden waren die Fotos „im Kasten“.
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

pebe Müsen. Lust auf Feuertonne, Funkenflug und Hopfenschorle? Lust auf Classic- und Country-Rock, ein bisschen Disko und mehr? Lust auf „Unerhörtes“, auf „Männerchor“ ganz anders und auf eigenwillige Coverversionen quer durch die letzten Rock-Jahrzehnte? Die Dreier-Formation AAaP mit ihrem Executive Headquarter in Müsen bietet dies und mehr – auf einer eigenwillig anderen und doch bodenständigen DVD mit dem Titel „Under The Apple Tree“. Die SZ sprach im AAaP-Probenraum Corona-konform mit A, A und P über ihr Release, die Band und die Musik, die sie machen.
Fast aus Zufall entstandenAAaP gibt es schon seit 2014 – zumindest ihren Sound. Der Name – Abkürzung für „Alles Andi außer Peter“ – kam später.

pebe Müsen. Lust auf Feuertonne, Funkenflug und Hopfenschorle? Lust auf Classic- und Country-Rock, ein bisschen Disko und mehr? Lust auf „Unerhörtes“, auf „Männerchor“ ganz anders und auf eigenwillige Coverversionen quer durch die letzten Rock-Jahrzehnte? Die Dreier-Formation AAaP mit ihrem Executive Headquarter in Müsen bietet dies und mehr – auf einer eigenwillig anderen und doch bodenständigen DVD mit dem Titel „Under The Apple Tree“. Die SZ sprach im AAaP-Probenraum Corona-konform mit A, A und P über ihr Release, die Band und die Musik, die sie machen.

Fast aus Zufall entstanden

AAaP gibt es schon seit 2014 – zumindest ihren Sound. Der Name – Abkürzung für „Alles Andi außer Peter“ – kam später. Andreas Wabner, Andreas Schmidt und Peter Helmes, alle zuvor bei den Redhair Mountain Devils beheimatet, haben sich als Combo letztlich Ex-Landrat Paul Breuer zu verdanken. Der forderte nämlich nach der Auflösung der „Devils“ ein zugesagtes Engagement auf einem Sommerfest im Wenscht, erzählt Andi Schmidt. Die drei sagten zu: eine halbe Stunde Auftritt ohne festes Set und mit nur einer Probe. Aber der Auftritt wurde dreimal so lang, die nächsten Konzerte wurden gleich gebucht – und AAaP war geboren.

Gesang als eigenes Instrument

„Es macht einfach unglaublich Spaß“, sagt Andi Wabner, und die beiden anderen stimmen zu. Was die erfahrenen Musiker antreibt, ist die Lust an der Musik. Ob Gitarren, Akkordeon, Mundharmonika oder Melodika – sie machen damit aus jedem Song was ganz Eigenes (wer spielt sonst schon „Paranoid“ von Black Sabbath mit dem Akkordeon?). Dabei hat der Gesang eine ganz eigene Gewichtung. „Der ist tatsächlich wie ein eigenes Instrument, er entscheidet, wo das Stück langgeht“, sagt Andreas Wabner. Die Stimmen harmonieren in angenehmem Sound. Was AAaP damit anstellen, lässt die DVD ausführlich sehen und hören.

Anders und verblüffend frisch

Alles kommt anders und dabei verblüffend frisch rüber: etwa Albert Hammonds „Free Electric Band“, die sehr „frei elektrisch“ schwingt, oder die Adaption von Stings „English Man In New York“, das im Akustikteil schön einfach arrangiert ist, auch das softsoundige, hier entrockte „Far Far Away“ von Slade oder das verblüffend distanziert und damit neu erzählte „Boxer“ von Simon & Garfunkel – in allen Stücken lässt sich Neues entdecken, das die drei gut herausarbeiten und als eigene Interpretation dem Cover beigeben. Interessant übrigens auch das Stück „Moor’s Road“ von Alex Kirby, einem englischen Singer-Songwriter. Ein fremder Ton, und doch passt er. Es wären weitere Titel zu nennen, von „Born Free“ über „Handle With Care“ bis zu „Don’t Pay The Ferryman“ oder „Mein Ding“.
Nicht nur die Stücke selbst kommen anders daher. Auch die unvermuteten Erzählschichten, die Matthias „Maze“ Althaus technisch adäquat umgesetzt hat, verblüffen. Das fängt bei den Perspektiven an: frontal und seitlich, mehr gibt es nicht. Immer dabei: der „apple tree“, denn entstanden ist die DVD im Gartengürtel von Müsen.

Eigenwillige Perspektiven

Frontal ist die Kamera mal nahe bei den drei Herren, mal wird durch die wabernde Luft der Feuertonne gefilmt, samt Funkenflug. Die seitliche Perspektive bringt dann einen visuellen Bruch, sodass man beim Zuschauen irritiert ist: Die Farben sind auf eigenwillige Weise grobkörnig vergilbt, die ganze Wiedergabe hat etwas vom Super-8-Retro-Charme der 70er-Jahre.
Was das soll, lassen die drei ungeklärt. Aber es lässt Schwingungsebenen offen zwischen den Zeiten, in denen die Songs entstanden, und ihrem Cover durch AAaP. A, A und P plaudern auf der Scheibe übrigens nach jeweils zwei Stücken aus dem Musikköfferchen. Diese „Zwischenerzählungen“, wie sie sie nennen , entstanden aus der „Lamäng“ – wieder ist da der Eindruck, am Sommerabend zwischen „Feierabendmusik“ und Bier halt ein bisschen zu quasseln. Ebenso sind die meisten Stücke ohne Schnitt durchgespielt.

Unkompliziert beim Publikum sein

Genau das ist intendiert: AAaP will einfach nahe und unkompliziert bei seinem Publikum sein, auf der DVD ebenso wie auf der derzeit entstehenden CD und natürlich auf den Konzerten – wenn sie dann mal wieder stattfinden können. „Wir spielen in der kleinsten Hütte und in großen Hallen“, sagt Andi Wabner, dann auch schon mal mit Percussion-Verstärkung – aber grundsätzlich „soll es schon die Dreier-Combo bleiben“. 200 DVDs haben die drei Musiker pressen lassen (Bestellungen über aaap@web.de) und freuen sich über Resonanz auf AAaP. Und wer schon mal einen Eindruck bekommen will: Seit Karfreitag ist ein Video zur AAaP-Version von „Hymn“ bei YouTube zu sehen.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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