SZ

15 Jahre Apollo-Theater
Ein Bildband feiert die Kultur-Zeit

Sie stellten das Apollo-Buch vor: Günther Flick, Magnus Reitschuster, Adele von Bünau, Steffen Mues und Giuseppe Todaro (v. l.).
  • Sie stellten das Apollo-Buch vor: Günther Flick, Magnus Reitschuster, Adele von Bünau, Steffen Mues und Giuseppe Todaro (v. l.).
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gmz Siegen. Seit 15 Jahren gibt es das Apollo-Theater in Siegen, 2007 wurde es eröffnet. Seit 1998 ist Magnus Reitschuster in Sachen Theater in Siegen tätig und „kämpfte“ für das Apollo, wie er schreibt. 15 und beinahe 25 Jahre „Theater für die Polis“, für die Stadt- und Bürgergesellschaft. Zeit für einen Rückblick, zumal Gründungsintendant Reitschuster zum 31. Juli in den Ruhestand geht.
Ein "gewichtiges" Buch Der Rückblick findet sich in einem „gewichtigen Buch“ (so Reitschuster scherzend bei der Vorstellung für die Presse): „Spielen und bespielt werden“ heißt es, und im Untertitel: „Apollo in Siegen 2007–2022“ (hergestellt im Verlag Vorländer).

gmz Siegen. Seit 15 Jahren gibt es das Apollo-Theater in Siegen, 2007 wurde es eröffnet. Seit 1998 ist Magnus Reitschuster in Sachen Theater in Siegen tätig und „kämpfte“ für das Apollo, wie er schreibt. 15 und beinahe 25 Jahre „Theater für die Polis“, für die Stadt- und Bürgergesellschaft. Zeit für einen Rückblick, zumal Gründungsintendant Reitschuster zum 31. Juli in den Ruhestand geht.

Ein "gewichtiges" Buch

 Der Rückblick findet sich in einem „gewichtigen Buch“ (so Reitschuster scherzend bei der Vorstellung für die Presse): „Spielen und bespielt werden“ heißt es, und im Untertitel: „Apollo in Siegen 2007–2022“ (hergestellt im Verlag Vorländer). Im luftigen Layout (Giuseppe Todaro), das an die Spielzeitbücher erinnert und doch eigenständig ist, fasziniert es mit hervorragenden, großformatigen Bildern von Aufführungen der Landestheater und der großen Metropolhäuser, die immer wieder im Siegener Apollo auftraten, von Eigenproduktionen, von Konzerten, von partizipativen Theaterprojekten, von Kooperationen, Kinderstücken und JAp-Inszenierungen. Zu jedem Foto gibt es ausführliche, erläuternde Bildzeilen zu den Stücken und den Inszenierungen. Es ist ein Buch zum Blättern, wobei man sich an diese Aufführung oder jenes Theatererlebnis erinnern kann.

Erinnerungen kommen wieder

Es ist ein Buch zum Lesen. Mehr oder weniger knappe, informative und/oder persönliche Texte zu den handelnden Personen oder zu den Bedingungen des Theater-Werdens laden zum Schmökern ein. Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen, betonte bei der Vorstellung des Bandes, dass er froh sei, einen solchen Überblick in Händen zu halten, der einem die Entwicklung und die Details der Entwicklung hin zum Apollo und die Apollo-Ereignisse ins Gedächtnis rufe.

Personen und Situationen

Vorgestellt werden nicht nur die handelnden Personen, wie der erste Vorsitzende des Trägervereins, Walter Schwerdfeger, der mit großer Theaterleidenschaft und brennendem Engagement die Bürgergesellschaft für das Theater begeistert und Sponsoren akquiriert hat, sondern auch der Intendant selbst (mit einem Text von Jörg Langendorf, dem ehemaligen Leiter der SZ-Kulturredaktion) oder von Navid Kermani, der dem Haus sehr verbunden ist (s. Text oben auf dieser Seite). Vorgestellt werden auch Eigenproduktionen, die JAp-Projekte, die Apollo-Angebote für Musikfreunde, Kooperations-Vorhaben, erinnert wird an das Apollo als Ort für andere Veranstalter, nachgezeichnet, aus einem persönlichen Blickwinkel, wird die Geschichte und Funktion des Apollo-Gebäudes, erinnert wird an die Out-of-Aula-Projekte (erinnern Sie sich noch, damals, „Faust“ in Martini oder der „Großinquisitor“ in Nikolai?).

Blick auf die im Hintergrund

Ergänzend dazu kann man unter der Rubrik „Menschen dahinter“ Wissenswertes über die Menschen erfahren, die nicht im Rampenlicht stehen, aber enorm wichtige Arbeit leisten, wie es Magnus Reitschuster formulierte. Zu allen Kapiteln haben die Macher, Adele von Bünau, die für die Redaktion zuständig war, zusammen mit Magnus Reitschuster, Timelines erstellt, die die zeitlichen Abläufe und die Fülle von Veranstaltungen nachvollziehen lässt.

Apollo-Idee trägt!

Es macht deutlich, egal ob man liest oder blättert, dass mit dem Apollo etwas „für die Stadt geschaffen wurde, das trägt“, wie es Günther Flick, stellv. Vorsitzender des Trägervereins, formulierte. Als Bespieltheater (mit Eigenproduktionen) habe man keine Theatergeschichte schreiben können, ergänzt Reitschuster. Aber einladen können: Und so war in Siegen vieles zu sehen, wofür man sonst in die Metropolen reisen musste, zum Berliner Ensemble, Deutschen Theater, dem Theater Bochum oder dem Thalia … 

Denkmal in Wort und Bild

Das Buch setze dem Apollo-Theater ein „Denkmal in Wort und Bild“, fügte der demnächst scheidende Intendant an. Das Buch lädt, wie ein gutes Denkmal es soll, dazu ein, auf das Theater und sein Angebot zu schauen und sich mit dem Theater gemeinsam zu erinnern an all das, was gesehen wurde, was zur Auseinandersetzung aufrief, zur Diskussion, zur Veränderung. Es lädt dazu ein, darüber nachzudenken, was „das Theater“ angestoßen hat, was es bewegt hat, im persönlichen Leben wie in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

Konzert mit ukrainischen Musikern am 14. Mai

Dazu passt es dann auch, dass Magnus Reitschuster ein Konzert mit dem Freien Modern Music Theatre Kiev organisiert hat, das derzeit „Fidelio“ in Meiningen, Heidelberg, Coburg und hoffentlich im Juni auch in Siegen gibt (Details folgen). Auf jeden Fall aber werden die Kiewer am kommenden Samstag, 14. Mai, 20 Uhr, ein Konzert u. a. mit Auszügen aus „Fidelio“ im Apollo geben.
Erhältlich ist das Buch an der Apollo-Kasse und u. a. an der SZ-Konzertkasse in Siegen.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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