TV-Kritik: "Tatort: Leonessa" mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal
Ein Krimi, der keiner ist

 Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, M.). stand im Fokus dieses Ludwigshafener "Tatorts": Sie war diesmal eher Sozialarbeiterin als Ermittlerin.
  • Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, M.). stand im Fokus dieses Ludwigshafener "Tatorts": Sie war diesmal eher Sozialarbeiterin als Ermittlerin.
  • Foto: Jacqueline Krause-Burberg/SWR
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

dee Ludwigshafen. Es war der 71. „Tatort“ („Leonessa“, Sonntag, 20.25 Uhr, im Ersten) für Lena Odenthal in Ludwigshafen. Doch er wurde eher eine Milieustudie und ein bedrückendes Jugenddrama als ein Krimi, wie man ihn erwartet hätte. Eine Clique von drei Jugendlichen, die hier zwischen Drogen, Prostitution und Gewalt chancenlos aufwuchsen, stand im Verdacht, einen Kneipenbesitzer in der Oggersheimer Hochhaussiedlung ermordet zu haben. Sie verachten die Welt, weil die Welt sie verachtet, brachte es Odenthals Kollegin Stern auf den Punkt. Alle anderen Gefühle  werden ganz schnell weggesoffen. Wolfgang Stauchs Buchvorlage widmete sich mehr solchen Charakteren als einer spannenden Handlung und ließ die Ermittler wie Sozialarbeiter agieren, bis am Ende der wahre Täter feststand. Regisseurin Connie Walther zeigte die traurigen Schicksale in düsteren Bildern der Arbeiterstadt. Nach deprimierenden Ermittlungen saß Ulrike Folkerts als entnervte Kommissarin weinend auf dem Hochhausdach, während das angesparte Freiergeld aus dem Fenster flatterte. Berührend, aber über weiter Strecken zu langatmig und spannungslos geriet dieser Krimi, der eigentlich keiner war.

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Redaktion Kultur

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