Ralf Strackbein legt neuen Roman mit Tristan Irle vor
Ein Mord in der Welt des Springreitens

Auf Tuchfühlung mit einem Therapiepferd: Krimi-Autor Ralf Strackbein recherchierte für seinen neuen Roman auch in der Pulvermühle bei Aue. In seiner neuesten Geschichte geht es um einen Mord im Reitstall. Logisch, dass Privatdetektiv Tristan Irle auch seinen 29. Fall bravourös löst.
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  • Auf Tuchfühlung mit einem Therapiepferd: Krimi-Autor Ralf Strackbein recherchierte für seinen neuen Roman auch in der Pulvermühle bei Aue. In seiner neuesten Geschichte geht es um einen Mord im Reitstall. Logisch, dass Privatdetektiv Tristan Irle auch seinen 29. Fall bravourös löst.
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ciu Siegen. Und wieder ist im beschaulichen Siegerland ein Mord geschehen. Zum29. Mal stellt sich Tristan Irle die Täter-Frage. In diesem Fall kommt mit Hubertus „Berti“ Goldmann ein begnadeter Springreiter ums Leben, in einem Pferdestall, meuchlings mit einer Mistgabel erstochen. Dass ausgerechnet an diesem Tag der Siegener Privatdetektiv auf der Reitanlage in Niederndorf zugegen ist, hat einen guten Grund: Seine Nichte Sara ist eine Pferdenärrin, und weil deren Mutter (nach einem Unglück mit grün gefärbten Haaren …) ihren Bruder gebeten hat, das Mädchen vom Training abzuholen, ist dieser pünktlich zum kriminellen Geschehen vor Ort – und hat wie immer von Beginn an die Spürnase vorn. Zwar ermittelt er dieses Mal beinahe freundschaftlich an der Seite des Polizisten-Quartetts Pfeiffer/Holzbaum/Flender/Affolderbach, doch am Ende ist es natürlich (!) der kleine Mann in der Strickjacke, der die entscheidenden Schlüsse zieht. Auch weil er sich nicht blenden lässt vom schönen Schein der Reitgesellschaft, in der kaum jemand dem oder der anderen über den Weg traut, in der es Lieb- und Feindschaften gibt und auch jede Menge Ehrgeiz, schließlich stehen die renommierten „Classics“ an, und wer hier gewinnt, kann echt was verdienen.

Feines Gespür für Gefahr

Dass am Ende der unterhaltsam erzählten Geschichte ein Mensch mit Kalkül verliert, daran hat allerdings zwar vor allem, aber nicht nur der Privatdetektiv seinen Anteil. Denn sein Kakadu Marlowe hat dieses Mal nicht nur den Schalk im Nacken sitzen, sondern treibt tatsächlich die Handlung voran. Und hätte nicht die Stute Artemis ein solch feines Gespür für Gefahr, hätte vielleicht auch Irle die richtige Fährte verpasst …

"Tristan Irle – Das Pferdegrab" gibt es ab Donnerstag

Mit seinem druckfrischen Siegerland-Krimi „Tristan Irle – Das Pferdegrab“ (ab Donnerstag im Buchhandel und auch in den Geschäftsstellen der Siegener Zeitung zu haben) entführt der aus Eisern stammende Autor Ralf Strackbein in die Welt des Springreitens. Er hat damit ein Setting gefunden, das prima zum Fabulieren taugt. Es geht um Neid und Größenwahn, um Geld und Ruhm, Sieg und Niederlage, aber daneben auch um das „größte Glück der Erde“. So hat das beklagenswerte Opfer auf einem Hof in Wittgenstein von der therapeutischen Wirkung des Reitens profitiert, und Sara genießt mit ihren Freundinnen (und auch mit dem netten Emil!) die Zeit im Stall und auf dem Platz. Am Ende meistert das Mädchen selbst das „Pferdegrab“, das kniffligste Hindernis im Turnier und die Hürde, die dem neuen „Irle“ seinen Titel gab.

Erinnerung an Eduard Franz Pulvermann

Damit, so Ralf Strackbein, beziehe er sich auf das wohl bekannteste Hindernis im Springreiten, auf „Pulvermanns Grab“ auf dem von Eduard Franz Pulvermann 1920 entworfenen Parcours von Klein Flottbek. Pulvermann, jüdischer Herkunft, starb 1944 an den Folgen langjähriger KZ-Haft. Ihm gelang es selbst nie, die von ihm erdachte Hürde auf dem Derby-Gelände fehlerfrei zu nehmen.

Tristan Irle ermittelt in Niederndorf

Dass Strackbein seinen Detektiv 2019 ins Reiter-Milieu führt, hat sich ergeben. Zum einen, sagt er, habe er etliche Menschen in seinem Umfeld, die ein Pferd haben oder hatten, und auch seine Mutter sei eine leidenschaftliche Reiterin gewesen, zum anderen inspirierte ihn bei einer Lesung in Bad Berleburg die Bekanntschaft mit einer Reittherapeutin. Viele kleine Anstöße also, die zur Entscheidung führten, mit Tristan Irle von Siegen aus nach Niederndorf zu reisen – und jede Menge über Pferde, ihre Zucht und Haltung zu lernen und auch über den Pferdepass, der jedes Tier eindeutig identifiziert und auch alles, was mit ihm geschieht (Eigentumswechsel, gesundheitliche Maßnahmen …), dokumentiert. Natürlich hat Strackbein auch in seinem neuen Buch einige, wie er sagt, „Brotkrumen“ versteckt. Wer die 256 Seiten aufmerksam liest, wird die eine oder andere aufsammeln können, manchen Verdacht schöpfen und wieder verwerfen, um doch am Ende gespannt der Auflösung zu harren.

Premierenlesung in der Stadtbibliothek Siegen

Ralf Strackbein stellt seinen neuen „Tristan-Irle“-Krimi (Herstellung: Vorländer) im Rahmen einer Premierenlesung am Donnerstag, 10. Oktober, ab 20 Uhr im Lesecafé der Stadtbibliothek Siegen vor.

Tristan Irle und „Die Killer-OP“

Im Anschluss beantwortet er gerne Fragen rund um Recherche und Buch. Eine weitere Lesung findet am Dienstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr, bei Bücher buy Eva in Hilchenbach statt.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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