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Rolf Kluge zeigt „Gegenüberwelten“ in der IHK-Galerie
Ein Reisender mit der Kamera

Fotograf Rolf Kluge war bei der Vorbereitung zu seiner Ausstellung „Gegenüberwelten – What you see is what you guess“ voller Engagement bei der Sache.
  • Fotograf Rolf Kluge war bei der Vorbereitung zu seiner Ausstellung „Gegenüberwelten – What you see is what you guess“ voller Engagement bei der Sache.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ba Siegen. Noch leere Bilderrahmen auf Tischen und dem Fußboden, auf Stoffe gedruckte Fotografien, die förmlich darauf warten, den ihnen zugedachten Platz an den schmucklosen, weißen Wänden einzunehmen, und perfekt präsentierte Werke, die bereits bei einer kurzen Blickaufnahme zur genaueren Betrachtung einladen: Dieses Szenario bot sich bei der Vorbesichtigung der Ausstellung von Rolf Kluge in der IHK-Galerie in Siegen.
Und mittendrin in diesem wohlorganisierten Arbeitsambiente Fotokünstler Rolf Kluge, der noch reichlich zu tun hat. Denn bis zum Donnerstagabend muss alles passen, wenn die  achte Ausstellung der Reihe „IHKansichten“ mit dem Titel „Gegenüberwelten – What you see is what you guess“ eröffnet wird.

ba Siegen. Noch leere Bilderrahmen auf Tischen und dem Fußboden, auf Stoffe gedruckte Fotografien, die förmlich darauf warten, den ihnen zugedachten Platz an den schmucklosen, weißen Wänden einzunehmen, und perfekt präsentierte Werke, die bereits bei einer kurzen Blickaufnahme zur genaueren Betrachtung einladen: Dieses Szenario bot sich bei der Vorbesichtigung der Ausstellung von Rolf Kluge in der IHK-Galerie in Siegen.
Und mittendrin in diesem wohlorganisierten Arbeitsambiente Fotokünstler Rolf Kluge, der noch reichlich zu tun hat. Denn bis zum Donnerstagabend muss alles passen, wenn die  achte Ausstellung der Reihe „IHKansichten“ mit dem Titel „Gegenüberwelten – What you see is what you guess“ eröffnet wird. Der gebürtige Lennestädter mit dem unübersehbaren Faible für urbane Fotografie, spiegelnde Fassaden und ungewöhnliche Durchblicke weiß genau, wie er seine Bilder perfekt in Szene setzt.

Faszinierende Städte

Dieses geübte Auge zeigt sich auch bei der Motivauswahl seiner Fotografie. „Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender mit der Kamera“, beschreibt er sich selbst. „Schon immer haben mich Städte fasziniert: ihre strenge Architektur, ihre scheinbare Unüberschaubarkeit und die Details, die sich darin verstecken!“ Die Motive für seine Kunst sucht er nach eigenem Bekunden nicht bewusst. Vielmehr lässt sich Kluge von seiner Intuition leiten und beschreibt seine Fototouren durch die Metropolen der Welt als „völlig planlos“.

Viel Raum für Spekulationen

Fast kann man sagen, dass in seinem Fall das Motiv den Fotografen findet, spontan und plötzlich. Zumeist zeigen seine Bilder Gebäudefassaden, bei denen vor allem die Reflexion eine entscheidende Rolle spielt. Spiegelt sich doch in den von ihm fokussierten Bildausschnitten oftmals eine zweite, manchmal sogar eine dritte Wahrnehmungsebene, die dem Betrachter viel Raum für Spekulation lässt. Nur drei seiner in der Ausstellung präsentierten Fotos zeigen ausschließlich „die objektive Gegenüberseite des Fotografen“.

Weite Welt, nichts Regionales

Rolf Kluge reizt es vor allem, Unerwartetes ans Licht zu bringen und mit seiner Fotokunst auch wohlbekannten Gebäuden wie der Ronald Reagan Library im Simi Valley oder dem Jüdischen Museum in Berlin einen speziellen Touch durch veränderte Perspektiven zu verleihen. Vor allem in den Mega-Hotspots der Welt findet er Inspiration. So fotografierte er u. a. in Bangkok, Los Angeles, Guangzhou oder auch London. Regionale Motive sind dementsprechend in seinen „Gegenüberwelten“ nicht zu finden. Dafür werden eindringliche Blicke in und auf ungewohnte Räume geboten.

Fassaden wie ein Scheiben-Mosaik

„Es ist eigentlich bei fast allen Bildern so, dass man rätseln muss, worum es geht“, erklärt Rolf Kluge. „Man weiß nur, dass es sich um ein gespiegeltes Gebäude handelt.“ Manchmal erscheinen Fassaden derart verzerrt, als seien sie wie ein Scheiben-Mosaik zusammengesetzt, obwohl es sich um eine durchgehende Fläche handelt. Bisweilen muss man tüfteln, was oder wer sich hinter einem Schaufenster verbirgt.
Doch ganz gleich, ob die Motive sich durch grafische Sachlichkeit oder stimmungsvolle, fast impressionistisch anmutende Ausdrucksstärke auszeichnen, sie sind es absolut wert, gesehen und bestaunt zu werden.

Rolf Kluge: „Gegenüberwelten“. IHK-Galerie, Koblenzer Str. 121, Siegen.
Bis 22. Oktober, montags bis donnerstags 8 bis 16.30 Uhr, freitags 8 bis 15.30 Uhr.
Führung durch den Künstler: Montag, 4. Oktober, 15.30 Uhr.
Vernissage: Donnerstag, 9. September, 19 Uhr. Anmeldung zwingend erforderlich
(www.ihk-siegen.de/vernissage)

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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