Wer kennt die meisten Asterix-Zitate?
Erinnerungen an die Lektüre der Comic-Hefte

Man muss sie alle haben, die Asterix-Hefte!
  • Man muss sie alle haben, die Asterix-Hefte!
  • Foto: Philipp Müller
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gmz Siegen. Ach. Uderzo ist tot. Die Nachricht steht Rot auf Weiß im Nachrichtenticker der Presseagenturen, Aufmerksamkeit heischend wie eine Sprechblase aus der„Asterix“-Comicserie. 92 Jahre wurde Uderzo alt, ungefähr wie Methusalix aus dem Asterix-Universum, der Greis mit der feschen jungen Frau, der auch „nichts gegen Fremde hat ... („aber diese Fremden sind nicht von hier!“, fügt er gleich an). „Asterix“ hat meine Kindheit (mit-)geprägt – und eigentlich mehr als das!

Asterix: eine Lese-Abenteuerspielplatz!

Asterix und das „von unbeugsamen Galliern bevölkerte Dorf, das nicht aufhört, den Eindringlingen Widerstand zu leisten“, waren für mich ein lesbarer Abenteuerspielplatz, ein Erfahrungsort, der Welten eröffnet hat. Man kannte fast jedes knallige Zitat und konnte es den Heften zuordnen. Zuerst habe ich die gut erzählten und gezeichneten Abenteuer von Asterix und Obelix verschlungen, von Helden, die stets siegreich waren, aber deren Widersacher immer wieder aufstanden. Das machte sie so sympathisch! Dann entdeckte ich nach und nach nicht nur, wie viel Witz in den Texten steckte, sondern auch, wie viel an analytischer Beobachtung „des Menschen“. Später wurden gesellschaftliche Anspielungen sichtbar, angefangen von den „Hey-Beatnix“-Barden in London über die Schweizer Geld- und Fonduepolitik bis zur Vorstadt(ver)planung und der Wirkung von Marketing. Der französische Blick auf die Eigenheiten der Nachbarn (auch auf die im eigenen Land – man denke nur an „Alesia“) amüsierte und faszinierte, hier und da wurden für mich literarische und politische Kontexte sichtbar (genial ist immer noch die Asterix’sche Definition von Stichwahl im „Kampf der Häuptlinge“), eingepackt in das Feeling der Antike: Ungeheuer vielschichtig, voller Esprit und Wortwitz
(im Französischen noch mehr als im Deutschen, trotz guter Übersetzung) und mit scharfem, aber nie gemeinem Blick für menschliche Schwächen und gesellschaftliche Absurditäten. Uderzo und Goscinny haben „Figuren von Weltformat“ und literarischer Qualität geschaffen! – Nun nehme ich sie mir noch einmal vor. Ich glaube, ich fange mit den „Briten“ an ("Lasst uns schütteln die Hände!"). Oder doch „Korsika“ (mit den coolen Alten auf dem Baumstamm vorm Dorf) Oder mit den „Schweizern“ ("Wie ist die Schweiz so als Land?" - "Flach!")? Ich sollte meine Zitatkenntnisse auffrischen!

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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