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Neue Abos fürs Apollo
Erste Steinwender-Spielzeit 2022/2023 beginnt mit Karneval im September

Mit „Do The Calimero“, einem Musiktheater zum Thema Karneval in der Regie der belgischen Regisseurin Lies Pauwels, beginnt am Eröffnungswochenende, nämlich am 9. September, die Saison 2022/2023 im Apollo-Theater in Siegen.
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  • Mit „Do The Calimero“, einem Musiktheater zum Thema Karneval in der Regie der belgischen Regisseurin Lies Pauwels, beginnt am Eröffnungswochenende, nämlich am 9. September, die Saison 2022/2023 im Apollo-Theater in Siegen.
  • Foto: Apollo/Fred Debrock
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zel Siegen. Vieles soll leichter werden. Zum Beispiel: Erkennen, dass das hier das Apollo-Theater ist – und nicht der Ort, wo man seine neue Brille abholt. Im Theater soll mehr Orientierung sein (wo ist eigentlich die Toilette?), und die Kommunikation soll zukünftig leichter sein – in beide Richtungen. Es ist viel im Werden, im Prozess, zum Beispiel die neue Homepage mit Logo, eine Bürgerbühne, eine Publikumsbefragung im Herbst. So ist das, wenn im Theater eine Zeitenwende ansteht, wenn Reitschuster geht und Steinwender kommt.
Prof. Landau: Finanzierung stehtMarkus Steinwender hat am Montagmorgen auf der Bühne des Apollo das Programm für die kommende, seine erste Spielzeit als geschäftsführender Intendant vorgestellt. Begrüßt wurde er (noch einmal) von Prof.

zel Siegen. Vieles soll leichter werden. Zum Beispiel: Erkennen, dass das hier das Apollo-Theater ist – und nicht der Ort, wo man seine neue Brille abholt. Im Theater soll mehr Orientierung sein (wo ist eigentlich die Toilette?), und die Kommunikation soll zukünftig leichter sein – in beide Richtungen. Es ist viel im Werden, im Prozess, zum Beispiel die neue Homepage mit Logo, eine Bürgerbühne, eine Publikumsbefragung im Herbst. So ist das, wenn im Theater eine Zeitenwende ansteht, wenn Reitschuster geht und Steinwender kommt.

Prof. Landau: Finanzierung steht

Markus Steinwender hat am Montagmorgen auf der Bühne des Apollo das Programm für die kommende, seine erste Spielzeit als geschäftsführender Intendant vorgestellt. Begrüßt wurde er (noch einmal) von Prof. Herbert Landau als Vorsitzendem des Trägervereins und Bürgermeister Steffen Mues. Von Landau kam die wichtige Botschaft: Die Finanzierung steht. Die erforderlichen Gelder für die Spielzeit 2022/23 seien zugesagt worden durch Stadt, Kreis und vor allem durch das große bürgerschaftliche Engagement.

Kein Plan B in Sachen Corona

Es ist bestimmt nicht leicht, jetzt ein Theater zu übernehmen, aber Steinwender hat Lust, das merkt man, wenn er über Neuigkeiten im Programm und bei den Koproduktions- und Kooperationspartnern spricht. Er hat einen Plan A, nämlich das Programm, das Bewährtes fortführt und Neues bringt, das Programm, mit dem er unterschiedlichen Zielgruppen (wieder) Lust auf Theater machen will. Und er hat keinen Plan B. Wenn C wie Corona wieder stärker zurückkommen sollte, dann wird man sehen.

Abos von fest bis flexibel

Auch wegen Corona, auch wegen des Geldes hat Markus Steinwender die Abos komprimierter gestaltet. Vielleicht möchten sich einige noch nicht so lange im Voraus festlegen, man weiß ja nie. Bei den festen Abo-Reihen gibt es sechs bis acht Vorstellungen zu festen Terminen. Beim JAP-Abo (das steht weiterhin für Junges Apollo, richtet sich aber keinesfalls nur an junge Leute) sind zwei Tauschmöglichkeiten vorgesehen. Dazu kommt ein flexibles Modell, das sechs Mal völlig freie Auswahl lässt und bei dem man doch bis zu 15 Prozent sparen kann. Auf der neuen (!) Seite abo.apollosiegen.de gibt es schon mal eine Übersicht über die Abo-Angebote „Konzert“, „Schauspiel“, „Comödie“, „Mixed“, „Comödie + Konzert“, „JAP“, „Flex“, „Kids“ und „Stadt“.
Mehr zu den einzelnen Stücken und Philharmonie-Konzerten ist in dem neuen Aboheft zu erfahren, das sich dort herunterladen oder bestellen lässt. Die Homepage apollosiegen.de wird derzeit (im Hintergrund) neu gestaltet und soll demnächst, wie auch das neue Logo und das Corporate Design, ihre Arbeit aufnehmen.
Steinwenders Einstand ist am Wochenende 9./10./11. September. Als erstes Stück hat er „Do the Calimero“ ausgesucht, farbenfrohes Musiktheater in niederländischer Sprache mit deutschen Übertiteln, in dem es um „den Karneval als ultimative Metapher für unsere Menschlichkeit“ gehen soll.

"Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" im März

Es ist üblich, dass neue Intendanten neue Leute mitbringen: Henriette Heine und Eva-Maria Trütschel sollen zukünftig für Theaterpädagogik sowie Dramaturgie/Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein. Heine wird auch als Schauspielerin auf der Bühne stehen, denn natürlich will der Intendant selbst inszenieren: Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ soll im März 2023 sein erstes Stück im Apollo werden, das größtenteils Bespieltheater bleibt, aber eben nicht nur. Das Familienstück „Die kleine Muck“ nach Wilhelm Hauff ist eine weitere Eigenproduktion und soll viele, viele Male in der Vorweihnachtszeit gespielt werden.

Der Zukunft zugewandt: Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Milan Pešl (Bruchwerk), die neuen Apollo-Mitarbeiterinnen Eva-Maria Trütschel und Henriette Heine, der neue Intendant Markus Steinwender und Prof. Herbert Landau (Trägerverein) bei der Vorstellung der neuen Abo-Reihen für die Spielzeit 2022/2023 im Siegener Apollo-Theater.
  • Der Zukunft zugewandt: Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Milan Pešl (Bruchwerk), die neuen Apollo-Mitarbeiterinnen Eva-Maria Trütschel und Henriette Heine, der neue Intendant Markus Steinwender und Prof. Herbert Landau (Trägerverein) bei der Vorstellung der neuen Abo-Reihen für die Spielzeit 2022/2023 im Siegener Apollo-Theater.
  • Foto: Regine Wenzel
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Verbindung mit dem Bruchwerk-Theater steht

Es ist vielleicht nicht ganz so üblich, dass neue Intendanten in der neuen Stadt so schnell neue Verbindungen eingehen wie Steinwender mit Milan Pešl vom Bruchwerk-Theater. Die beiden scheinen Theater-Brüder im Geiste und machen gleich Nägel mit Köpfen: Es gibt ein Abo, das heißt „Stadt“ und birgt sechs Mal Zeitgenössisches – sowohl in der Studiobühne Bruchwerk als auch im großen Haus Apollo. Als Kooperationspartner dazukommen könnte auch noch das Kulturhaus Lÿz, da ist Steinwender ganz offen und im Gespräch mit dem Kreis-Kulturbüro. Vielleicht ließe sich beim Kindertheater zusammenarbeiten, mal sehen. Fürs Erste gibt’s ein Kids-Abo mit sechs Terminen.

Theater fürs Klassenzimmer und Digitales

Schon mal merken: Beim Kinder- und Jugendtheater stehen im Programmheft Altersempfehlungen, und die Abendveranstaltungen fangen jetzt zum überwiegenden Teil um 19.30 Uhr an, nicht mehr um 20 Uhr. Außerhalb der Abos gibt es weitere Theatervorstellungen und Konzerte wie zum Beispiel „Meine Schwester An(n)a“, das Markus Steinwender nur einmal im Apollo zeigen will. Das Stück zum Thema Essstörungen soll ein „Klassenzimmerstück“ werden, das von Schulen fürs Klassenzimmer gebucht werden kann. Die Pandemie hat viel Theater in den virtuellen Raum gezwungen, Steinwender hat da „Furchtbares und Großartiges“ gesehen. In seinen Augen Gutes hat er gebucht, denn „das muss man mal erlebt haben, um zu entscheiden, ob wir digitales Theater brauchen oder nicht“.

Mit „Do The Calimero“, einem Musiktheater zum Thema Karneval in der Regie der belgischen Regisseurin Lies Pauwels, beginnt am Eröffnungswochenende, nämlich am 9. September, die Saison 2022/2023 im Apollo-Theater in Siegen.
Der Zukunft zugewandt: Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Milan Pešl (Bruchwerk), die neuen Apollo-Mitarbeiterinnen Eva-Maria Trütschel und Henriette Heine, der neue Intendant Markus Steinwender und Prof. Herbert Landau (Trägerverein) bei der Vorstellung der neuen Abo-Reihen für die Spielzeit 2022/2023 im Siegener Apollo-Theater.
Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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