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Museumserweiterung: Antrag auf Förderung durch Bundesprogramm
„Es wäre der Ritterschlag“

So stellt sich der Siegerentwurf des Wettbewerbs Erweiterung des Siegerlandmuseums von den Architekten Wannenmacher + Möller aus Bielefeld die Umgestaltung der Bunker vor.
  • So stellt sich der Siegerentwurf des Wettbewerbs Erweiterung des Siegerlandmuseums von den Architekten Wannenmacher + Möller aus Bielefeld die Umgestaltung der Bunker vor.
  • Foto: Wannenmacher + Möller
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gmz Siegen. "Das wäre der Ritterschlag“, sagt Astrid Schneider, Leiterin von Kultur-Siegen: Die Verwaltung hat in Abstimmung mit dem Rat der Stadt Siegen für die Erweiterung des Siegerlandmuseums einen Antrag für das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus gestellt, auf Förderung des Umbaus der beiden Bunker in der Burgstraße (wir berichteten mehrfach, u.a. hier) und auf die Ausstattung als Museum. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, könnte eine maximal 66-prozentige Förderung der Gesamtkosten von ca. 14,4 Millionen Euro erfolgen. Das wäre insofern interessant, erläutert Astrid Schneider, als die bisherigen Anträge im Rahmen der Regionale nur die Umbaukosten betreffen, nicht die Einrichtung des Museums.

gmz Siegen. "Das wäre der Ritterschlag“, sagt Astrid Schneider, Leiterin von Kultur-Siegen: Die Verwaltung hat in Abstimmung mit dem Rat der Stadt Siegen für die Erweiterung des Siegerlandmuseums einen Antrag für das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus gestellt, auf Förderung des Umbaus der beiden Bunker in der Burgstraße (wir berichteten mehrfach, u.a. hier) und auf die Ausstattung als Museum. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, könnte eine maximal 66-prozentige Förderung der Gesamtkosten von ca. 14,4 Millionen Euro erfolgen. Das wäre insofern interessant, erläutert Astrid Schneider, als die bisherigen Anträge im Rahmen der Regionale nur die Umbaukosten betreffen, nicht die Einrichtung des Museums.
Bedingung für die Aufnahme in das Förderprogramm des Bundes ist, dass das beantragte Vorhaben zu „investiven sowie konzeptionellen Projekten mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit“ gehört, oder „sehr hohe fachliche Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial“ aufweist, heißt es auf der Homepage des ausschreibenden Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung.

Land hat Siegener Antrag positiv bewertet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Antrag aus Siegen positiv bewertet und an das Bundesamt weitergeleitet: „Eine erste Hürde“ sei somit genommen, so Schneider: Die Empfehlung sei ein „positives Indiz“. Über den Antrag müsste in Kürze entschieden werden, verrät sie.
Und wie geht es dann weiter? Wenn die Förderung bewilligt würde, müsste der Rat der Stadt Siegen eine Grundsatzentscheidung über die Realisierung des Erweiterungsprojektes fällen: Formal ist dieser Entschluss bisher noch nicht gefasst worden, alle Beschlüsse bisher waren für die Vorbereitungen, die Sondierung oder für die Stellung der Anträge relevant. Was der Rat beschlossen hat, ist, dass der städtische Anteil an den Umbau- und Einrichtungskosten 3 Millionen Euro nicht überschreiten darf.
Was passiert, wenn die Aufnahme in das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus abgelehnt wird? Dann, so Astrid Schneider, wird „Plan B“ weiter verfolgt: die „Regionale“-Schiene. Den zweiten Stern hat das Siegener Vorhaben ja gegen Ende des vergangenen Jahres erhalten, um den notwendigen dritten würde man sich dann weiter bemühen. Nur mit dem dritten Stern ist eine Förderung möglich. Auch bei einer Förderung durch das „Regionale“-Projekt betrüge der Eigenanteil der Stadt 3 Millionen Euro.

Förderverein Siegerlandmuseum hilft bei der  Erweiterung  

Die Stadt muss zudem nachweisen, dass sie zusätzliche Fördergelder oder Drittmittel eingeworben hat (z. B. Mittel aus dem Baufonds des Landes NRW, des Landschaftsverbandes LWL oder des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW). Auch der Förderverein des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses ist bei der Bereitstellung der „Drittmittel“ mit an Bord (s. nebenstehenden Artikel). Vorsitzender Günter Zimmermann ist zuversichtlich, dass bis zur nächsten Ratssitzung, wenn über das weitere Vorgehen debattiert und entschieden wird, der Verein die Zusagen für rund 2 Millionen Euro Unterstützung geben kann.
Wenn das Siegener Bunker-Projekt in die Förderung des Bundes aufgenommen würde, die je nach Zahl der positiv beschiedenen Anträge eben bis 66 Prozent der Gesamtsumme fördere, dann wäre das Vorhaben „sicher“ mit den 3 Millionen der Stadt und den 2 Millionen des Fördervereins: Bei 14,4 Millionen Bausumme machte das gut 30 Prozent aus, also die geforderte Eigenbeteiligung …

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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