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Chris de Burgh auf "Classic-Albums"-Tour
Fans feierten ihren Star in Siegen

Chris de Burgh betritt Neuland mit der Präsentation von zwei Alben und betört nicht nur die weiblichen Fans mit vielen Welthits aus seinem mehr als 40-jährigen Schaffen.
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  • Chris de Burgh betritt Neuland mit der Präsentation von zwei Alben und betört nicht nur die weiblichen Fans mit vielen Welthits aus seinem mehr als 40-jährigen Schaffen.
  • Foto: Morteza Mussavi
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

anwe Siegen. So musikalisch individuell und außergewöhnlich hatte man den Ausnahmemusiker Chris de Burgh, der in mehr als 40 Schaffensjahren weltweit bisher über 3000 Konzerte gab und einige Male auch das Siegerland dabei beglückte, wohl wahrhaftig noch nie erlebt: Was er im großen Saal der Siegerlandhalle präsentierte, war auch für seine zahllosen treuen Siegerländer Fans eine ganz andere Seite des – man mag es ihm kaum glauben – bereits über 70-jährigen irischen Weltstars. Er kam, sang und siegte einmal mehr mit seiner so bescheiden daherkommenden, liebenswürdigen Art und sympathischer Bühnenpräsenz, aber doch musikalisch ganz exotisch: „Moonfleet &

anwe Siegen. So musikalisch individuell und außergewöhnlich hatte man den Ausnahmemusiker Chris de Burgh, der in mehr als 40 Schaffensjahren weltweit bisher über 3000 Konzerte gab und einige Male auch das Siegerland dabei beglückte, wohl wahrhaftig noch nie erlebt: Was er im großen Saal der Siegerlandhalle präsentierte, war auch für seine zahllosen treuen Siegerländer Fans eine ganz andere Seite des – man mag es ihm kaum glauben – bereits über 70-jährigen irischen Weltstars. Er kam, sang und siegte einmal mehr mit seiner so bescheiden daherkommenden, liebenswürdigen Art und sympathischer Bühnenpräsenz, aber doch musikalisch ganz exotisch: „Moonfleet & Other Stories“ (2010), das er mit der selbstredend bisher größten Begeisterung komponierte und aufnahm, und sein persönlicher Karriere-Bestseller „Into The Light“ (1986) aus seiner früheren Schaffensphase, ergo zwei seiner mittlerweile mehr als 20 Studio-Alben, sollten in voller Länge präsentiert werden, also insgesamt mehr als 30 Stücke und dazu natürlich noch seine größten Hits! Das verhieß ein äußerst ausgiebiges Konzertereignis an einem Dienstagabend.

Zu Beginn die "Moonfleet Ouvertüre"

Mit James Meade Falkners quasi vertontem Roman „Moonfleet“ entführte er das Publikum im ersten Set in ein verschlafenes Dörfchen im englischen Dorset zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Mit dem Opener „Moonfleet Ouvertüre“, der Erzählung vom „Village Of Moonfleet“ und „Light On The Bay“ merkten die Zuhörer schon sehr bald, dass hier nicht ein Hit dem anderen folgen würde, sondern ein Musik-Projekt ganz im Vordergrund stand, nämlich das der Geschichte von zwei einheimischen „Moonfleetern“, die einem Diamantenschatz, der Sage nach verflucht, auf der Spur waren. Fast orchestral wirkten die Stücke, ergänzt von Erzählungen aus dem Off und perfekt choreografierten Filmeinspielungen im Hintergrund. Sie gipfelten zum Ende des ersten Sets im „Moonfleet Finale“, von „King of the Keys“ (Keyboarder) Nigel Hopkins, „Baron of the Bass“ (Bassist) Dave Levy, „Sultan of Strings“ (Gitarrist) Neil Taylor und „Prince of Percussion“ (Drummer) Phil Groyssboeck überzeugend musikalisch interpretiert.

Chris de Burgh gab auch "Into The Light"

Nach der Pause ging es dann mit dem mit Doppel-Platin gekrönten Album „Into The Light“, das viele seiner Fans ausnahmslos mitsingen konnten, berauschend weiter. Ob typisch irische Anekdoten über die Verstärkung der Männlichkeit beim Ballroom Dance mittels Guinness-Flaschen an gewisser Stelle oder auch Statements zur Sinnlosigkeit des Krieges (hier stockte einem der Atem) – „Borderline“ brach das Eis im Saal, und nach den Standing Ovations konnte es nur noch im Stehen weitergehen: Längst hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Stühlen, sie klatschten und sangen verklärt und enthusiastisch mit.

Umarmungen zu "Lady In Red"

Eins stand fest: Seine leisen Balladen waren Chris de Burghs stärkste Songs, brachten seine so leidenschaftliche Wohlfühlstimme am deutlichsten heraus. Das Publikum konnte sich gar nicht sattsehen und -hören an der gewaltigen Light-, Film- und Soundshow und bekam natürlich noch einige weitere Bonbons seiner Welthits, wenn auch lange nicht alle, geboten: „Lady In Red“, mit einem Umarmungsspaziergang durch den gesamten Saal, und „For Rosanna“, die Liebeserklärung an seine Tochter, das den Tod allegorisierende Stück „Don’t Pay The Ferryman“ und last but not least der Megahit „High On Emotion“ machten das Publikum sprichwörtlich „high“ vor so viel Gefühl, bevor es sich im Zugabenteil mit „The Snows Of New York“ wieder hinaus in die – glücklicherweise noch nicht verschneite – reale Siegerländer Welt schicken lassen musste. Welch ein Mann, was für ein Abend!

Autor:

Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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