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Theatergruppe TNT erzählte die Geschichte von Nelson Mandela im Apollo-Theater
"Free Madiba"

Die englische Theatergruppe TNT spielte am Mittwochabend auf der Bühne des Apollo-Theaters eine mitreißende Geschichte über den Freiheitskampf von Nelson Mandela - dabei spielte seine Frau Winnie keine unbedeutende Rolle.
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  • Die englische Theatergruppe TNT spielte am Mittwochabend auf der Bühne des Apollo-Theaters eine mitreißende Geschichte über den Freiheitskampf von Nelson Mandela - dabei spielte seine Frau Winnie keine unbedeutende Rolle.
  • Foto: Kiana Nourishad
  • hochgeladen von Kiana Nourishad (Freie Mitarbeiterin)

kno Siegen. „Rolihlahla“ (der, der an den Bäumen rüttelt), so lautete der Geburtsname des bedeutendsten Mannes Südafrikas – mit dem Namen Nelson Mandela rüttelte er die Welt auf. Die meisten Menschen kennen ihn als Friedenskämpfer und als ersten dunkelhäutigen Präsidenten eines neuen Südafrika, der von seinem Land den Ehrennamen „Madiba“ (Väterchen) erhielt – aber wer war Nelson Mandela wirklich? Das auszuloten, machte sich die Theatergruppe TNT, die in London gegründet wurde, zur Aufgabe. Das Ensemble erzählte am Mittwochabend auf der Bühne des Apollo-Theaters in Siegen in englischer Sprache und mit traditioneller Musik die Geschichte eines jahrzehntelangen Kampfes gegen das Apartheid-Regime und die damit verbundenen Schattenseiten.

kno Siegen. „Rolihlahla“ (der, der an den Bäumen rüttelt), so lautete der Geburtsname des bedeutendsten Mannes Südafrikas – mit dem Namen Nelson Mandela rüttelte er die Welt auf. Die meisten Menschen kennen ihn als Friedenskämpfer und als ersten dunkelhäutigen Präsidenten eines neuen Südafrika, der von seinem Land den Ehrennamen „Madiba“ (Väterchen) erhielt – aber wer war Nelson Mandela wirklich? Das auszuloten, machte sich die Theatergruppe TNT, die in London gegründet wurde, zur Aufgabe. Das Ensemble erzählte am Mittwochabend auf der Bühne des Apollo-Theaters in Siegen in englischer Sprache und mit traditioneller Musik die Geschichte eines jahrzehntelangen Kampfes gegen das Apartheid-Regime und die damit verbundenen Schattenseiten.

Keine typische Schwarz-Weiß-Geschichte

„This is not a black or white story“, heißt es, das ist keine Schwarz-Weiß-Geschichte. Das Stück „Free Mandela“ von Paul Stebbings und Phil Smith vermittelte die Gefühls- und Gedankenwelt beider Ethnien im damaligen Johannesburg und überzeugte mit unglaublichen Emotionen, die die Zuschauer im Saal auf eine Reise in eine längst vergessene Zeit entführten. Interessant ist dabei, dass die weißen Polizisten von den dunkelhäutigen Schauspielern selbst gespielt wurden. Mit Hilfe von weißen Masken schlüpften sie in die Rolle der Unterdrücker und reflektierten die Position dieser. Der lange Freiheitskampf Mandelas prägte auch seine Ehefrau Winnie, die als starke Revolutionärin an seiner Seite auf der Bühne ihre ganz eigene Geschichte erzählte und damit neue Perspektiven eröffnete. Insbesondere ihre klare und ausdrucksstarke Gesangstimme sorgte für Gänsehautmomente.

Der Ruhm von Mandela stellte seine Frau in den Schatten.

Kampf um Freiheit hat seinen Preis 

Besonders gelungen inszeniert wurde der 27-jährige Gefängnisaufenthalt Mandelas auf der Insel Robin Island und die gleichzeitige 200-tägige Inhaftierung seiner Frau Winnie, die im Gegensatz zu Nelson Mandela gefoltert und gedemütigt wurde. Diese Zeit prägte beide nicht nur charakterlich, sondern auch politisch unterschiedlich: Es ist die Geschichte eines Revolutionärs, der im Gefängnis zu einem kühl kalkulierenden Politiker wurde, der am Ende die Liebe seines Lebens seinem Land opferte, und einer in seinem Schatten stehenden Frau, die für all ihr Leid Rache schwor. Am Ende gab es tosenden Applaus, und im Raum stand eine klare Botschaft: „Freedom is not for free“ (die Freiheit hat ihren Preis).

Autor:

Kiana Nourishad (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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