SZ

"Herzkino" im ZDF: „Ein Tisch in der Provence“ steht bei Montpellier
Friederike Linke spricht über die Angst

Unerwartet erscheint Véro (Friederike Linke, hinten r.) mit ihrer Tochter Lea (Paula Siebert, l.) auf der Beerdigung ihres Vaters. Zurück in der Provence beschließt sie, ihre Familie wieder an einen Tisch zu bringen.
  • Unerwartet erscheint Véro (Friederike Linke, hinten r.) mit ihrer Tochter Lea (Paula Siebert, l.) auf der Beerdigung ihres Vaters. Zurück in der Provence beschließt sie, ihre Familie wieder an einen Tisch zu bringen.
  • Foto: ZDF/Clément Puig
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

la Mainz/Düsseldorf. Sie kennt das Gefühl von Lampenfieber: vor jedem Casting, vor jedem Bühnenauftritt und auch während des Drehs, wenn eine sehr anspruchsvolle und schwierige Szene auf dem Drehplan steht: Friederike Linke. Um Angst geht es auch im neuen Format der erfolgreichen ZDF-„Herzkino-Reihe“ an diesem Sonntag (8. März), 20.15 Uhr. Véronique Gilbert – gespielt von der Schauspielerin aus Düsseldorf – hat Prüfungsangst vor dem zweiten Staatsexamen als Ärztin.
Friederike Linke: Gute Vorbereitung hilftIn der ersten Folge „Ein Tisch in der Provence“ kehrt die Krankenschwester mit ihrer Tochter Lea nach dem Tod des Vaters nach 15 Jahren zurück in ihre Heimat, die Provence.

la Mainz/Düsseldorf. Sie kennt das Gefühl von Lampenfieber: vor jedem Casting, vor jedem Bühnenauftritt und auch während des Drehs, wenn eine sehr anspruchsvolle und schwierige Szene auf dem Drehplan steht: Friederike Linke. Um Angst geht es auch im neuen Format der erfolgreichen ZDF-„Herzkino-Reihe“ an diesem Sonntag (8. März), 20.15 Uhr. Véronique Gilbert – gespielt von der Schauspielerin aus Düsseldorf – hat Prüfungsangst vor dem zweiten Staatsexamen als Ärztin.

Friederike Linke: Gute Vorbereitung hilft

In der ersten Folge „Ein Tisch in der Provence“ kehrt die Krankenschwester mit ihrer Tochter Lea nach dem Tod des Vaters nach 15 Jahren zurück in ihre Heimat, die Provence. Sie beschließt, nicht nur ihre zerstrittene Familie wieder an einen Tisch zu bringen, sondern auch endlich ihr zweites Staatsexamen abzulegen. „Im Film“, sagt Friederike Linke, „fällt der Satz ,Der Weg geht durch die Angst‘, und das trifft es genau. Auch wenn man Phobien hat, muss man sich denen stellen. Mir selbst hilft beim Dreh, wenn ich weiß, dass ich gut vorbereitet bin.“

Familie im Film völlig zerstritten

Als 20-Jährige ist Véro Gilbert vor ihrem autoritären und tyrannischen Vater aus ihrem Heimatdorf Talon in der Nähe von Montpellier nach Hamburg geflohen. Nur zu ihrem Onkel Franck (Peter Benedict) hält sie lockeren Kontakt, ansonsten brach sie mit der Familie. Auch ihren Traum, Ärztin zu werden, hat sie bis heute nicht verwirklicht. Dass sie unter Prüfungsangst leidet, daran ist ihr Vater nicht ganz unschuldig. Doch sie leidet auch daran, dass ihre Familie zerstritten ist, der Tisch, an dem alle zusammen gesessen und gefeiert haben, ist verwaist. Thérèse, ihre Mutter, empfängt Véro frostig. Mit ihrer Schwester Catherine spricht Thérèse seit elf Jahren nicht mehr.

Linke lebt in Düsseldorf

Familie, so Friederike Linke im SZ-Interview, hat für mich einen ganz hohen Stellenwert. Meine eigene kleine Familie – dazu gehören ihr Mann, der japanische Tänzer und Choreograf Takao Baba, den sie am Düsseldorfer Schauspielhaus kennenlernte und ihre beiden Kinder, Sohn und Tochter – sind ihr familiärer Kosmos, zu dem auch noch Schwester, Eltern und der Rest der Großfamilie gehört. „Wir telefonieren viel miteinander und machen uns“, sagt die Schauspielerin, „auch mal gegenseitig Mut, in Zeiten wenn es nicht so einfach ist.“

In Halle an der Saale geboren

Diese engen Familienbande haben sicherlich auch etwas mit dem Lebenslauf der 39-Jährigen zu tun. Geboren in Halle an der Saale, stellten ihre Eltern, beide Ärzte in der damaligen DDR, immer wieder einen Ausreiseantrag, der stets abgelehnt wurde. Schließlich flohen sie mit ihren beiden Töchtern in die deutsche Botschaft in Warschau, blieben trotz schwieriger Umstände, bis sie schließlich mit rund 500 Flüchtlingen ausreisen durften. „Wir haben“, erinnert sich Friederike Linke, „damals über fünf Wochen zu viert in einem kleinen Zimmer in der Botschaft gewohnt und sind da familiär noch enger zusammengerückt. Wir Kinder sind in die deutsche Schule während dieser Zeit gegangen, meine Eltern haben den Botschaftsarzt unterstützt.“

"Herzkino" im ZDF geht neue Wege

Mit „Ein Tisch in der Provence“ geht die „Herzkino“-Reihe neue Wege, mischt die Familiensaga der Gilberts und die Fälle einer Landarztpraxis. Im Streit um diese Praxis und Behandlungsansätze kreuzen Véro und der Pariser Arzt Dr. Hugo Simon (Nico Rogner) verbal die Klingen. Ein Umfeld, in dem sich Friederike Linke auskennt. In der ARD-Serie „In aller Freundschaft – Die Krankenschwester“ – acht neue Folgen sind abgedreht – spielt sie die Oberschwester Alexandra Lundquist. Wen wundert es, dass sie in „Ein Tisch in der Provence“ dem Arzt Dr. Simon rät, den Menschen hinter dem Patienten zu sehen und nicht nur auf medizinisches Wissen zu setzen, um das Vertrauen zu gewinnen. Und in dieser Filmsequenz kreuzen sich Filmfiktion und Arzt-Realität für die Düsseldorferin.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen