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„Best of Poetry Slam“: Florian Wintels siegt vor Nele Beichler
Fünf Kandidaten traten im Apollo-Theater an

Florian Wintels (Mitte) ist Sieger des Battles beim "Best of Poetry Slam" im Siegener Apollo-Theater. Neben großem Applaus erhielt er auch eine bunt gefüllte Tüte mit Geschenken vom Publikum.
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  • Florian Wintels (Mitte) ist Sieger des Battles beim "Best of Poetry Slam" im Siegener Apollo-Theater. Neben großem Applaus erhielt er auch eine bunt gefüllte Tüte mit Geschenken vom Publikum.
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kno Siegen. Kreative Wortgefechte, tiefgründige Botschaften und eine Publikumsjury, die gnadenlos ihr Urteil fällt – beim Siegener „Best of Poetry Slam“ hieß es am Donnerstag wieder Bühne frei für die besten Poetry-Slammerinnen und -Slammer im Land. Insgesamt fünf Kandidaten stellten sich mit ihren eigenen Texten auf die Bühne des ausverkauften Siegener Apollo-Theaters und hofften auf Sympathie und hohe Punktzahlen der Jury, denn am Ende konnte nur einer als Sieger des Abends hervorgehen.
Unter den Kandidaten befanden sich allerdings keineswegs unbekannte Amateure. Die meisten von ihnen haben bereits mehrere Meisterschaften hinter sich, wie Rita Apel aus Bremen, Jan Cönig aus Frankfurt am Main, Florian Wintels aus Paderborn und Lasse Samström aus Bonn.

kno Siegen. Kreative Wortgefechte, tiefgründige Botschaften und eine Publikumsjury, die gnadenlos ihr Urteil fällt – beim Siegener „Best of Poetry Slam“ hieß es am Donnerstag wieder Bühne frei für die besten Poetry-Slammerinnen und -Slammer im Land. Insgesamt fünf Kandidaten stellten sich mit ihren eigenen Texten auf die Bühne des ausverkauften Siegener Apollo-Theaters und hofften auf Sympathie und hohe Punktzahlen der Jury, denn am Ende konnte nur einer als Sieger des Abends hervorgehen.
Unter den Kandidaten befanden sich allerdings keineswegs unbekannte Amateure. Die meisten von ihnen haben bereits mehrere Meisterschaften hinter sich, wie Rita Apel aus Bremen, Jan Cönig aus Frankfurt am Main, Florian Wintels aus Paderborn und Lasse Samström aus Bonn. Daneben trat die Newcomerin Nele Beichler aus Altenseelbach an.

Wortgefechte und neue Blickwinkel

„Die Texte müssen selbst geschrieben sein und unter einem Zeitlimit von sechs Minuten vorgetragen werden“, erklärte das Moderatoren-Duo Tristan Kunkel und Jan Schmidt zu Beginn der Veranstaltung. Es sei wichtig, den Poeten Respekt für ihr Engagement entgegenzubringen und sie kräftig anzufeuern. Denn der Applaus des Publikums entscheidet letztendlich über den Sieg und den Titelgewinn beim „Best of Poetry Slam“. Zwei Texte durfte jeder Künstler vortragen, um sich nach Möglichkeit einen Platz im Finale zu erkämpfen. 
Den Anfang machte Jan Cönig, der in seinem Text seinem Patenkind Carla auf humorvolle aber auch direkte Weise erklärte, was „Scheitern“ eigentlich bedeutet. Es gab aber auch speziellere Texte, wie die des Lasse Samström, der mit einem meterlangen Zettel in der Hand ein skurriles Wortgefecht mit vertauschten Silben in Gang setzte, das für jede Menge Lacher sorgte. Wie unschön eigentlich unsere deutschen Städte, Flüsse und Straßen klingen, verdeutlichte in allen Einzelheiten Rita Apel, die in der zweiten Runde aufgrund kalter Frauenfüße unter Bettdecken eine völlig neue Blickrichtung auf Geschlechterrollen gab. Es wurden allerdings auch tiefgründige und ernste Themen an diesem Abend auf die Bühne gebracht.

Florian Wintels siegt, Nele Beichler auf Platz 2

Die junge Schülerin Nele Beichler erzählte mit gefühlvoller und ernster Stimme Geschichten über Ängste, negative Erlebnisse und die Frage nach Gott und Leid, die unwillkürlich bewegten und zum Nachdenken anregten. Das wurde vom Publikum mit einer hohen Punktzahl und der Beförderung ins Finale belohnt. Gegen den erfahrenen Slammer Florian Wintels („Flori“) konnte sich die junge Siegenerin allerdings am Ende nicht durchsetzen. Seine unglaublich schnellen und auf den Punkt gebrachten Texte überzeugten mit politischen Themen, die humorvoll verpackt und mit unglaublichen Emotionen das Publikum in den Bann zogen.
Der tosende Applaus des Publikums ließ letztlich, trotz kleiner Rechenfehler der Moderatoren, keine Fragen über den Sieger des Battles offen: Florian Wintels ging als Gewinner nach Hause und erhielt die prall gefüllte Tüte mit Geschenken aus dem Publikum, die neben Geldspenden jede Menge bizarre Überraschungen für den Künstler bereithielt.

Autor:

Kiana Nourishad (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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