SZ

Claudia Michelsen im SZ-Interview vor Lesung im Lÿz
„Für die Einsamkeit entschieden“

Am Sonntagabend ist Claudia Michelsen (M., mit Madeleine Tanfal und Christian Kuchenbuch) als Ermittlerlin zu sehen. Am Samstag gastiert sie mit einem Marlene-Dietrich-Programm in Siegen.
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  • Am Sonntagabend ist Claudia Michelsen (M., mit Madeleine Tanfal und Christian Kuchenbuch) als Ermittlerlin zu sehen. Am Samstag gastiert sie mit einem Marlene-Dietrich-Programm in Siegen.
  • Foto: MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

la Siegen/Mainz/Berlin. Sie gehört zu den bekanntesten Gesichtern in der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterszene: Claudia Michelsen, Grimme-Preisträgerin und ausgezeichnet mit der „Goldenen Kamera“. An diesem Sonntag löst sie als Kripo-Kommissarin Doreen Brasch in der „Polizeiruf-110“-Folge „Tod einer Toten“ (ARD) ihren zweiten Fall ohne Matthias Matschke als empathische Ermittlerin. Am Montag, 20.15 Uhr, zeigt das ZDF das TV-Drama „Totgeschwiegen“, in dessen Mittelpunkt drei Jugendliche unter Mordverdacht, ein toter Obdachloser und hilflose, überforderte Eltern stehen, die ihre Kinder schützen wollen. Die gebürtige Dresdenerin spielt die Rolle der Esther.

la Siegen/Mainz/Berlin. Sie gehört zu den bekanntesten Gesichtern in der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterszene: Claudia Michelsen, Grimme-Preisträgerin und ausgezeichnet mit der „Goldenen Kamera“. An diesem Sonntag löst sie als Kripo-Kommissarin Doreen Brasch in der „Polizeiruf-110“-Folge „Tod einer Toten“ (ARD) ihren zweiten Fall ohne Matthias Matschke als empathische Ermittlerin. Am Montag, 20.15 Uhr, zeigt das ZDF das TV-Drama „Totgeschwiegen“, in dessen Mittelpunkt drei Jugendliche unter Mordverdacht, ein toter Obdachloser und hilflose, überforderte Eltern stehen, die ihre Kinder schützen wollen. Die gebürtige Dresdenerin spielt die Rolle der Esther.

Mit Erinnerungen an Marlene Dietrich in Siegen

Vor der Lesung „Sag mir wo die Blumen sind – Erinnerungen an und von Marlene Dietrich“ im Siegener Kulturhaus Lÿz am Samstagabend, beantwortete die Schauspielerin, die Kinoerfolge in „Die Päpstin“ und „Honig im Kopf“ feierte und in dem erfolgreichen ZDF-Dreiteiler „Ku’damm 56“ die Tanzschulen-Chefin Caterina Schöllack verkörperte, die Fragen der Siegener Zeitung.

Claudia Michelsen - viel gefragt als Schauspielerin.

Claudia Michelsen antwortet auf Fragen der SZ

Was hat Sie bewogen, aus der Autobiografie „Nehmt nur mein Leben…“ zu lesen?
„Diese Idee wurde tatsächlich an mich herangetragen, und ich bin nach langer Zeit wieder in das Leben dieser Frau getaucht, und aus heutiger Sicht finde ich es ganz wunderbar, wieder an Marlene Dietrich zu erinnern.“
Was fasziniert Sie an Marlene Dietrich?
„Ihre konsequente Haltung ihr Leben lang.“
Am Schluss ihres Lebens war sie ja überwiegend nur noch mit dem Telefon zur Außenwelt verbunden. Diese Abgeschiedenheit, gehört die dazu, wenn man zum Mythos wird?
„Nein, natürlich nicht. Aber sie hatte sich dazu entschlossen und auch darunter gelitten unter dieser unbeugsamen selbst auferlegten Disziplin. Sie hatte sich für diese Einsamkeit entschieden.“
Ist Einsamkeit in der Filmbranche der Preis für Popularität?
„Ich glaube, das kommt immer auf die Person und die Berühmtheit an, und was lässt man zu, und wie geht man damit um.“

"Ich sehe Marlene nicht als Diva"

Marlene Dietrich wird ja immer wieder als die Diva tituliert. Gibt es diesen Begriff heute noch, wo Schauspielerinnen ihr Innerstes nach außen kehren und Home-Stories in den Medien an der Tagesordnung sind?
„Das ist für mich die Erklärung von Diva. Home-Stories haben damit meiner Meinung nach nichts zu tun. Eine Diva ist ein gefeierter Star, der auch durch Allüren von sich reden macht. Und ich sehe in Marlene nicht die Diva, oder vielleicht interessiert mich diese Seite von ihr einfach weniger. Ich sehe sie eher als Berliner Mädel.“

"Polizeiruf 110" mit später Wende

Am Sonntag erneuter Einsatz als Hauptkommissarin Brasch im „Polizeiruf 110“. Montag sind Sie im ZDF-Drama „Totgeschwiegen“ als Mutter einer Jugendlichen zu sehen, die unter Mordverdacht steht. Haben Sie die Filme nacheinander gedreht, und war die Rolle der Esther in der ZDF-Produktion eine Herausforderung für Sie?
„Nein, diese Filme wurden nicht direkt hintereinander gedreht. Und Doreen Brasch und ich reisen ja schon ein bisschen länger gemeinsam durch Magdeburg. Wir hängen aneinander. ,Tod einer Toten' ist ein spannender ,Polizeiruf', der erst sehr spät eine überraschende Wende bringt. Ein eher skandinavischer Film in seiner Erzählungsweise. Und am Montag ,Totgeschwiegen' ist ein Einzelstück, das mit einem Krimi nicht wirklich zu tun hat. Ein großartiger Film mit einem ganz wunderbaren Ensemble. Die Rolle der Mutter Esther war natürlich auch eine Herausforderung, da man sich das im Traum nicht vorstellen mag, dass einem das passiert. Aber es lohnt sich einzuschalten, auch wenn ein bisschen viel ,Tod' nun leider an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gesendet wird.“

Am Sonntagabend ist Claudia Michelsen (M., mit Madeleine Tanfal und Christian Kuchenbuch) als Ermittlerlin zu sehen. Am Samstag gastiert sie mit einem Marlene-Dietrich-Programm in Siegen.
Claudia Michelsen - viel gefragt als Schauspielerin.
Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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