SZ

Carsten Breuer: „Musik ist mein Leben“
Gastspiel in Konzertreihe im Lÿz

Seine Gefühle und das, was ihn beschäftigt, verarbeitet Carsten Breuer in seinen deutschsprachigen Songs. In Zeiten der Corona-Krise sind für den Siegener und seine Band alle öffentlichen Auftritte gestrichen. Da war der Auftritt beim „virtuellen Hut“ im Lÿz kürzlilich ein besonderes Highlight. Daheim sind seine beiden Hunde Barney und Wilma die besten Zuhörer.
  • Seine Gefühle und das, was ihn beschäftigt, verarbeitet Carsten Breuer in seinen deutschsprachigen Songs. In Zeiten der Corona-Krise sind für den Siegener und seine Band alle öffentlichen Auftritte gestrichen. Da war der Auftritt beim „virtuellen Hut“ im Lÿz kürzlilich ein besonderes Highlight. Daheim sind seine beiden Hunde Barney und Wilma die besten Zuhörer.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

la Siegen. „Ist euch diese Welt nicht gut genug?“, fragt der Siegener Carsten Breuer musikalisch. Geschrieben hat er den Song nach den Terror-Anschlägen in Belgien, Frankreich und in Deutschland. Seine Emotionen, seine Empfindungen, wie jetzt in Zeiten der Pandemie, das Gefühl zuhaben, eingepfercht zu sein und den Wunsch, nur einfach mal aus der Isolation auszubrechen, verarbeitet der 46-Jährige in seinen selbst getexteten und komponierten Songs. Bei ihm heißt es dann: „Die Tage so einsam …“
„Lieder“, sagt Carsten Breuer im SZ-Interview, „spiegeln die Skala meiner Emotionen wider und sind ein Ausgleich für den Alltagsstress.“ Im Song „Die Liste“ hat er jene Dinge aufgeteilt, musikalisch versteht sich, die auf der Negativ-Liste stehen und die auf die Positiv- und Wunsch-Seite gehören.

la Siegen. „Ist euch diese Welt nicht gut genug?“, fragt der Siegener Carsten Breuer musikalisch. Geschrieben hat er den Song nach den Terror-Anschlägen in Belgien, Frankreich und in Deutschland. Seine Emotionen, seine Empfindungen, wie jetzt in Zeiten der Pandemie, das Gefühl zuhaben, eingepfercht zu sein und den Wunsch, nur einfach mal aus der Isolation auszubrechen, verarbeitet der 46-Jährige in seinen selbst getexteten und komponierten Songs. Bei ihm heißt es dann: „Die Tage so einsam …“
„Lieder“, sagt Carsten Breuer im SZ-Interview, „spiegeln die Skala meiner Emotionen wider und sind ein Ausgleich für den Alltagsstress.“ Im Song „Die Liste“ hat er jene Dinge aufgeteilt, musikalisch versteht sich, die auf der Negativ-Liste stehen und die auf die Positiv- und Wunsch-Seite gehören. „Es gibt nun mal im Leben gute und schlechte Seiten, und darum ist mein Wunsch an mein Publikum, lasst uns das Leben feiern.“

Aufgewachsen ist Breuer in Haarlem

Der gebürtige Niederländer, der bis zu seinem 14. Lebensjahr in Haarlem aufwuchs und dann mit seinen Eltern nach Freudenberg zog, bekam mit elf Jahren Klavierunterricht und brachte sich anschließend das Gitarre-Spielen selbst bei. „Musik“, sagt er, „hat für mich immer eine große Rolle gespielt.“ Doch was in der Jugend den Hauch der Lagerfeuer-Romantik hatte, veränderte sich. „Ich habe mich selbst auf der Gitarre begleitet, habe in Fußgängerzonen wie in der Siegener Bahnhofstraße gespielt oder am Rheinufer in Köln oder bin in Pubs und bei Festivals aufgetreten.“ 2014 erreichte er bei „The Voice Of Germany“ die letzte Runde vor der ersten Fernsehaufzeichnung (Blind Auditions). Einer seiner musikalischen Höhepunkte war sein Auftritt als Support-Act des bekannten schottischen Singer-Songwriters Davy Cowan anlässlich dessen Deutschland-Tour. Aus der Passion wurde Berufung, nicht Beruf, denn densoliden Boden eines geregelten Einkommens hat er nie verlassen. Er ließ sich vom Krankenpfleger zum Industriemechaniker umschulen und ist heute bei Siegenia beschäftigt. Musikalisch hat er sich weiterentwickelt. Mit Peter Wenzel („Piwi“) und Philipp Bruch gründete er die Band Acoustic Horizon – Carsten Breuer und Friends, eine Rock-Cover-Band. „Songs von Neil Young und Johnny Cash, damit kann ich mich identifizieren, von den Texten und von der musikalischen Seite.“

Zu Gast bei "Der virtuelle Hut"

Vom Frontmann zum Solo-Künstler, so weit war der Weg nicht. 19 Songs, ausschließlich in deutscher Sprache, hat er bisher geschrieben. Einige davon stellte er kürzlich beim Livestream des „virtuellen Huts“ aus dem Lÿz vor. „Ohne Publikum aufzutreten und zu wissen, da sitzen Tausende vor dem Bildschirm, das war ganz schön aufregend, und ich war super-nervös“. Doch die Aufregung hat sich gelohnt, die Resonanz war beachtlich, selbst aus den Niederlanden kamen Rückmeldungen.
Carsten Breuer, für den die Musik alles bedeutet, hat aber auch jene nicht vergessen, die im Schatten stehen. Seine Gage bzw. Einnahmen aus Konzerten spendete er an die Elterninitiative für krebskranke Kinder oder an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe.Die Pandemie hat erst einmal einen Riegel vor alle Gigs vor Live-Publikum geschoben. „18 Auftritte haben wir schon abgesagt“, so Breuer. Die freie Zeit wird genutzt für das Schreiben neuer Songs, und zwei sind darüber nicht ganz so traurig: seine Hunde Barney und Wilma, in Zeiten von Corona die besten Zuhörer.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
2 Bilder

Neues Angebot auf 57immo.de
Jetzt Immobilie von Experten bewerten lassen

Gründe für eine Immobilienbewertung gibt es viele: Sie kann erforderlich sein für den Kauf oder Verkauf eines Hauses, beim Schließen eines Ehevertrages oder auch beim Verschenken des Eigentums an die Kinder. Allgemein gilt: Wer den Wert seiner Immobilie kennt, hat in vielen Situationen einen Vorteil. Mit der Immobilienbewertung der Vorländer Mediengruppe bekommen Haus- und Wohnungsbesitzer nun ein passendes Werkzeug zur schnellen und zuverlässigen Einschätzung des Wertniveaus an die Hand – und...

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.