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TV-Kritik: "Hunters" bei Amazon Prime
Grandioser Al Pacino als jüdischer "Pate"

Al Pacino jagt in der neuen Amazon-Prime-Serie „Hunters“ Nazis im Amerika der 70er-Jahre.
  • Al Pacino jagt in der neuen Amazon-Prime-Serie „Hunters“ Nazis im Amerika der 70er-Jahre.
  • Foto: © 2019 Amazon.com Inc.
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ciu München. Diese Partie ist auch nach Jahrzehnten nicht entschieden. Noch wurde niemand matt gesetzt in einem Kampf um Leben und Tod. Denn überlebt haben Menschen auf beiden Seiten. Die einen, dem Holocaust Entkommene, wollen Gerechtigkeit, gepaart mit Rache, die anderen, die Täter, möchten mehr als davonkommen, viel mehr mit einem Vierten Reich ein grausames Werk vollenden.
"Hunters" entwickelt eigenartigen SogDie Geschichte spielt in den 1970er-Jahren in den USA, und sie entwickelt in der bildstarken Serie „Hunters“ (seit diesem Freitag beim Streamingdienst Amazon Prime) einen eigenartigen Sog.

ciu München. Diese Partie ist auch nach Jahrzehnten nicht entschieden. Noch wurde niemand matt gesetzt in einem Kampf um Leben und Tod. Denn überlebt haben Menschen auf beiden Seiten. Die einen, dem Holocaust Entkommene, wollen Gerechtigkeit, gepaart mit Rache, die anderen, die Täter, möchten mehr als davonkommen, viel mehr mit einem Vierten Reich ein grausames Werk vollenden.

"Hunters" entwickelt eigenartigen Sog

Die Geschichte spielt in den 1970er-Jahren in den USA, und sie entwickelt in der bildstarken Serie „Hunters“ (seit diesem Freitag beim Streamingdienst Amazon Prime) einen eigenartigen Sog. Auch weil die Nazi-Jäger nicht nur alt (wie der grandios als Godfather-artiger jüdischer „Pate“ agierende Al Pacino), sondern auch jung und heutig sind (wie Logan Lerman als erst orientierungsloser, dann wild entschlossener Jonah).

Schrecken des Genozids

Auch weil sich die zahlreichen Handlungsstränge mit Bedacht entfalten, sich erst allmählich ein Bild des großen Ganzen ergibt, das immer wieder auch die Dimension des Historischen – mit all den Schrecken des von Deutschland ausgehenden Genozids – mit einbezieht. Gut, dass „Hunters“ nicht immer nur Drama ist, sondern durchaus die Eigenheiten der Seventies in Ausstattung, Kostüm und Set liebevoll-ironisch aufgreift. Sonst ließe sich vermutlich all das auch kaum ertragen.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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