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Chorleiterin Heike Scholl-Braun entwickelt Klangschirm
Hoffnung für Chorsänger

Heike Scholl-Braun steht hinter dem Klangschirm-Halbrund. Die Wirksamkeit des von ihr entwickelten Schirms ist in intensiven Testreihen nachgewiesen.
  • Heike Scholl-Braun steht hinter dem Klangschirm-Halbrund. Die Wirksamkeit des von ihr entwickelten Schirms ist in intensiven Testreihen nachgewiesen.
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  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

lip Meerbeck/Siegen. Wer schon einmal an einer Zoom-Chorprobe teilgenommen hat, kennt die Schwierigkeiten dieser Behelfsmaßnahme. Da der Ton der anderen Sängerinnen und Sänger verzögert übermittelt wird, ist ein gemeinsames Singen nicht möglich. So sitzt man alleine vor dem Mikrofon, singt mehr oder wenig motiviert vor sich hin und folgt den Anweisungen und der übermittelten Begleitmusik.
Hohe Ansteckungsgefahr beim SingenBesser als nichts, mag mancher denken. Nun gibt es Hoffnung, doch bald wieder gemeinsam- und ungefährdet singen zu können. Bekanntlich besteht beim Singen wegen des intensiven Atemluft-Ausstoßes eine besonders hohe Ansteckungsgefahr durch die auf den Aerosolen der Luft möglicherweise übermittelten Coronaviren.

lip Meerbeck/Siegen. Wer schon einmal an einer Zoom-Chorprobe teilgenommen hat, kennt die Schwierigkeiten dieser Behelfsmaßnahme. Da der Ton der anderen Sängerinnen und Sänger verzögert übermittelt wird, ist ein gemeinsames Singen nicht möglich. So sitzt man alleine vor dem Mikrofon, singt mehr oder wenig motiviert vor sich hin und folgt den Anweisungen und der übermittelten Begleitmusik.

Hohe Ansteckungsgefahr beim Singen

Besser als nichts, mag mancher denken. Nun gibt es Hoffnung, doch bald wieder gemeinsam- und ungefährdet singen zu können. Bekanntlich besteht beim Singen wegen des intensiven Atemluft-Ausstoßes eine besonders hohe Ansteckungsgefahr durch die auf den Aerosolen der Luft möglicherweise übermittelten Coronaviren. Regelmäßiges Lüften hilft, noch besser wirken Luftfilteranlagen.

Gesangspädagogin hat in Siegen studiert

Eine große Sicherheit lässt sich nun durch einen neuen Klangschirm erreichen, den Heike Scholl-Braun aus Meerbeck (50) entwickelt hat. Scholl-Braun, die in Siegen aufgewachsen ist und an der hiesigen Universität ihre Gesangsausbildung begann, kennt als Sängerin, Chorleiterin und Gesangspädagogin die momentanen Nöte aller in Gruppen singenden Menschen. So gestaltet sie unter anderem die gesangspädagogische Youtube-Reihe „Ich stimme“. Zurzeit leitet sie ein vierköpfiges Ensemble. Ihren Gospelchor hat sie nach eigenen Angaben in Corona-Zeiten verloren.

Großes Interesse an den Klangschirmen

Es hat lange gedauert, bis sie eine Firma fand, die solche Klangschirme herstellen kann, und bis nach intensiven Testreihen – Prof. Dr. Christian Kähler, Fluiddynamik an der Universität der Bundeswehr München – die Wirksamkeit dieses Hilfsmittels nachgewiesen wurde. Mittlerweile zeigen Fernsehanstalten und viele Chöre großes Interesse an dem Einsatz dieser Schirme.

Eine Win-win-Situation

Wie funktioniert das Ganze? Ein gebogenes Halbrund aus stabilem Plastik sitzt mittels eines Flanschrings auf einem höhenverstellbaren Metallständer. Die Gesangsluft trifft auf den Schirm, in dem ein kleines Fenster durch ein abnehmbares und waschbares Vlies in Mundhöhe verdeckt wird. Da ein kleiner Teil der indirekten Aerosole nach oben entweicht, ist es weiterhin besser, zusätzlich zu lüften. Zusätzlicher positiver Effekt: Durch die Tonreflexion am Schirm hört man den eigenen Klang verstärkt und optimiert. Auch die Klänge der anderen Sänger sind besser wahrzunehmen: eine Win-win-Situation!

Man kann die Schirme auch leasen

Da die Schirme in Großbestellung preiswerter zu erwerben sind, bietet sich eine gemeinsame Nutzung durch mehrere Chöre einer Region an. Über den Hersteller – klangschirm@bsa-kunststofftechnik.de (Gütersloh) – kann man sich auch nach Leasingmöglichkeiten erkundigen. Über Chorverbände wäre überdies Sponsoring denkbar. Die dritte Corona-Welle rollt möglicherweise, da könnte der Klangschirm gerade rechtzeitig kommen.

Autor:

Redaktion Kultur

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