Neues Banner am Apollo
„Hoffnungsglück im Tale"

Nicht ohne Ironie lässt Sprayer Julian Irlich unter dem "Faust"-Zitat ein irritiert-erschrockenes Comic-Augenpaar auf den sprachlichen Wutausbruch blicken, der den Klassiker kommentiert ...
  • Nicht ohne Ironie lässt Sprayer Julian Irlich unter dem "Faust"-Zitat ein irritiert-erschrockenes Comic-Augenpaar auf den sprachlichen Wutausbruch blicken, der den Klassiker kommentiert ...
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

pebe Siegen. Sisyphus als glücklicher Mensch hing vier Monate am Apollo-Theater und forderte subversiv zu einer (angestrengten) Hoffnung in Corona-Zeiten auf. Seit Donnerstag nun „grünet Hoffnungsglück“ an der Theaterfassade. Es sei gesellschaftlich immer noch eine Situation zwischen Verzweifeln und Hoffen, erklärte Intendant Magnus Reitschuster. Das Zitat aus Goethes „Faust“, als Ostergruß auch an Abonnenten und Förderer verschickt, sollte aber im öffentlichen Raum nicht „unkommentiert“ bleiben.

"Künstlerischer Wutausbruch"

Deshalb habe der „tolle Satz“, mit dem Goethe Fausts Rückkehr zur einer Hoffnungsperspektive beschreibt, mit einem „Straßensatz konterkariert“ werden sollen. Und so wuchert, gut sichtbar, in roten Versalien, schwarz und dunkelgrün schattiert, „Scheißvirus“ ins Bannergrün. Der „künstlerische Wutausbruch“ gebe der Goetheschen Behauptung einen „Realitätsbezug“, überlegte der Intendant. Gestaltet hat die als notwendig wahrgenommene und ausgedrückte Wut der Siegener Graffiti-Künstler Julian Irlich – nicht ohne leises Augenzwinkern: Immerhin schaut ein Comic-Augenpaar über einer mimischen Maske nachdenklich auf den „Sch …“. Er habe sich sehr über den Auftrag gefreut, erklärte der 29-Jährige, der die kontrastierende Idee „super“ findet, im Gespräch mit der SZ.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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