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Christoph M. Ohrt steigt bei "Daheim in den Bergen" (im Ersten) ein
„Ich bin ein Fan der Berge“

Karl (Christoph M. Ohrt, M.) kehrt für das Begräbnis seines Bruders zurück. Damit steigt der Schauspieler in die Serie „Daheim in den Bergen“ ein (Freitag, 20.15 Uhr im Ersten).
  • Karl (Christoph M. Ohrt, M.) kehrt für das Begräbnis seines Bruders zurück. Damit steigt der Schauspieler in die Serie „Daheim in den Bergen“ ein (Freitag, 20.15 Uhr im Ersten).
  • Foto: ARD Degeto/Hendrik Heiden
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la - Der Wahl-Berliner ist ein großer Fan der Berge. Sie wecken Kindheitserinnerungen, wie er im SZ-Interview verrät.
la  Hamburg. Berge sind seine heimliche Liebe, obwohl er ein Kind der Großstadt ist, und ein Kosmopolit, der in den Metropolen New York, Paris und Los Angeles länger gelebt hat als jetzt in Berlin: Die Rede ist von Christoph M. Ohrt. Er ist einer der gefragtesten deutschen Schauspieler mit dem unverwechselbaren norddeutschen Akzent, den blitzenden, strahlend blauen Augen und den grauen Haaren. Mit 16 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne als „besoffene Mücke“ in der Tier-Oper „Das schlaue Füchslein“ an der Staatsoper Hamburg. In einer Rolle, die er mehr durch Zufall bekam.
Doch dann ging es nach einer grundsoliden Ausbildung(u. a.

la - Der Wahl-Berliner ist ein großer Fan der Berge. Sie wecken Kindheitserinnerungen, wie er im SZ-Interview verrät.
la  Hamburg. Berge sind seine heimliche Liebe, obwohl er ein Kind der Großstadt ist, und ein Kosmopolit, der in den Metropolen New York, Paris und Los Angeles länger gelebt hat als jetzt in Berlin: Die Rede ist von Christoph M. Ohrt. Er ist einer der gefragtesten deutschen Schauspieler mit dem unverwechselbaren norddeutschen Akzent, den blitzenden, strahlend blauen Augen und den grauen Haaren. Mit 16 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne als „besoffene Mücke“ in der Tier-Oper „Das schlaue Füchslein“ an der Staatsoper Hamburg. In einer Rolle, die er mehr durch Zufall bekam.
Doch dann ging es nach einer grundsoliden Ausbildung(u. a. am Center For The Acting Process in New York) kontinuierlich auf der Karriereleiter nach oben, nachdem ihn die Regisseurin Ilse Hofmann für die Rolle eines Hitlerjungen bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin im Film „Die Welt in jenem Sommer“ besetzte. Film, Bühne (zuletzt im Renaissance-Theater in Berlin in der Komödie „Extrawurst“ an der Seite von Simone Thomalla, Felix von Manteuffel und Hansa Czypionka) und Fernsehen wechselten sich seit dieser Zeit ab.

Auf "Edel & Starck" wird er auch nach 20  Jahren noch angesprochen

Doch in die Herzen der TV-Zuschauer spielte er sich als Rechtsanwalt Felix Edel in der Sat.1-Screwball-Komödie „Edel & Starck“ an der Seite von Rebecca Immanuel. Eine Figur, auf die er heute noch angesprochen wird. Das nervt? „Warum?“, sagt Christoph M. Ohrt im SZ-Interview, „man kann sich doch freuen, dass einen nach 20 Jahren die Leute immer noch mit der Figur identifizieren. Es war eine tolle Zusammenarbeit, aus der Freundschaften entstanden sind, ein riesengroßes Glück, vier Jahre die Rolle zu gestalten und einen Preis (Ohrt wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler Serie“ ausgezeichnet) gab es auch noch.“
Jetzt steigt er im fünften Film der Reihe „Daheim in den Bergen“ (Freitagabend, 20.15 Uhr, im Ersten) in den „Ring“. Er spielt den Bruder des verstorbenen Sebastian Leitner (Walter Sittler), der in der ersten neuen Folge „Väter“ zurück in die Berge und auf die Alm kommt. Und am kommenden Freitag (19. Juni) heißt es dann „Auf neuen Wegen“. Wie war es, zu einer Stammbesetzung neu dazuzukommen? „Ausgezeichnet und sehr kollegial“, sagt Christoph M. Ohrt.

Berge wecken Kindheitserinnerungen

Für den Wahl-Berliner und bekennenden Hamburg-Fan ist es die zweite Rolle, die in den Bergen angesiedelt ist. An der Seite von Simone Thomalla steht er für das ZDF in der Serie „Frühling“ vor der Kamera. „Ich bin praktisch in Kärnten in Österreich mit aufgewachsen“, erinnert sich Orth. „Wir waren mit der Familie immer wieder da unten, und deshalb habe ich mich auch gefreut, in Süddeutschland zu drehen.“ Und dann erinnert er sich an einen Spruch seines Vaters: „Die meisten Matrosen sind Bayern, und die besten Skiläufer sind Norddeutsche!“ Und dann lacht der gebürtige Hamburger: „Auch wenn es nicht ganz stimmt, schön ist die Anekdote doch.“
Und es gibt noch weitere Gründe, warum der 60-Jährige dem Süden der Republik schöne Seiten abgewinnt: „Ich liebe das Essen dort!“ Und: „Ich habe mit meinen Kindern“ – Sohn (18) und Tochter (21) – die bei seiner geschiedenen Frau, der Amerikanerin Stevee DeNike, in Los Angeles leben – „immer wieder Bergtouren bis hoch in der Sierra Nevada gemacht.“ Die räumliche Distanz hat die Beziehung Vater-Kinder kaum beeinträchtigt. „Ich habe das große Glück, dass wir eine gute Beziehung haben, wenn ich bei ihnen in Los Angeles bin, oder sie bei mir in Berlin.“

Vater-Kind-Beziehung ein wichtiges Thema

Dieses Verhältnis Vater-Sohn spielt auch in „Daheim in den Bergen“ eine Rolle. Als ehemaliger Berliner Streetworker Karl Leitner bringt er seinen Adoptivsohn Tom (Moritz Bäckerling) mit auf die Alm. Der Junge lebte alleine in Berlin, bevor ihn Leitner unter seine Fittiche nahm. „Kinder brauchen in diesem Alter eine Bezugsperson. Und ich finde es positiv, dass das Thema auch vom Autor Jens Urban in den neuen Folgen der Reihe aufgegriffen wurde. Es wird sich zeigen, wie sich das Verhältnis Vater-Adoptivsohn entwickelt, und wie er sich in die neue Gemeinschaft und Familie einlebt.“
Dass es weitergeht mit den Geschichten in den Bergen ist klar. Vermutlich im August. „Die Dreharbeiten sind um Monate verschoben, wie bei „Frühling“. Dort geht es Anfang Juli wieder los. Man muss halt so von Tag zu Tag schauen, wie es weitergeht.“ Da spricht die norddeutsche Gelassenheit aus Christoph M. Ohrt. Jörg Langendorf

Autor:

Jörg Langendorf aus Wilnsdorf

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